Ausgabe 
25.5.1918
 
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* Die Zigarren werden noch knapper. In Hol- land, dem einzigen Lande, aus dem wir während des Krieges Rohtabak für die Ilgarrenerzeugung beziehen konnten, ist nach demLeipz. Tgbl." durch das Aufhoren der Verbindung mit den Kolonien eine derartige Tabak- kncwpheit entstanden, daß an Einfuhr von dort nicht mehr zu denken ist. Unsere Tabakvorräte reichen nicht länger als bis zum November. Iu diesem Zeitpunkt dürfte auch der inländische Tabak, der gegenwärtig die Hälfte des Be­darfs deckt, im wesentlichen verbraucht sein. Unsere gi- qarrenfabrikation verfügt dann über keine Rohstoffs mehr. Unter diesen Umständen dürfte mit einer weiteren Ein­schränkung der Erzeugung schon in nächster Zeit zu rechnen

sein.

Den Preistreibereien mit Grmüft, insbesondere mit Spinat hat die Hess. Landesgemüsestelle ein Ende dadurch bereitet, daß der Preis im Kleinhandel für Spinat ab heute mit 42 Pfg. für das Pfund festgesetzt wurde.

* Gießen, Zur bleibenden Ehrung der im Welt­kriege gefallenen oberhessischen Krieger plant die Provinz Oberhessen die Errichtung eines Monumentaldenkmals, das auf dem weit die Landschaft beherrschenden Wart­berge bei Schotten seine Stätte finden soll. Das Denk­mal soll aus einem Ehrenhof bestehen, um den eine mit offenen Hallen umringte burgartigeBaumasse" mittelal­terlichen Gepräges mit Kreuzgängen, Satteldächern und Eckaufbauten herlaufen soll. Durch eine Freitreppe ge­langt man in den Ehrenhof. Um die wunderbare Fern­sicht genießen zu können, läuft um das ganze Gebäude eine breite Plattform, wodurch eine harmonische Ueberlei- tung der Wartbergkuppe mit den aufgehenden geschlosse­nen senkrechten Wendungen des Aufbaus erreicht werden soll. Fm Inneren des Bauwerks sollen die Namen aller gefallenen oberhessischen Krieger verewigt werden. Die Ehrentafeln mit den Namen der Helden dürften von den 301 Gemeinden Oberhessens gestiftet werden. Verhand­lungen darüber sind bereits eingeleitet. Fm Ehrenhof plant man die Aufstellung eines Standbildes, das einen Krieger in voller Ausrüstung und Sturmhelm darstellen wird. Die Baukosten ohne Ehrentafeln, Standbild und Umgebungsarbeiten sind auf 235 000-255000 Mark veranschlagt. Der Entwurf stammt vom Geh. Oberbaurat Hoffmann-Gießen. Der oberhessische Provinziallandtag hat sich bereits grundsätzlich mit der Erbauung des Denk­mals nach Kriegsende einverstanden erklärt und bewillig­te für die Vorarbeiten 25 000 Mark.

* Schlitz. Ein Schwindler, der sich als Schweine­händler ausgab, hatte hier und auch in Willofs versprochen, Ende der vorigen Woche mit einem größeren Transport Hannover. Ferkel nach Schlitz zu kommen, Bestellungen auf Ferkel entgegengenommen und versucht, die Kaussum- me im Voraus einzuziehen, welches ihm auch bei einer hiesigen Frau, deren Sohn im Felde steht, gelungen war. Glücklicherweise erhielt aber bald darauf ein Verwandter der betr. Frau von dem Fall Kenntnis und es gelang ihm denSchweinehändler" noch vor seiner Abreise am Bahnhof zu stellen und die Vorauszahlung zurück zu er­halten. Leider ist aber versäumt worden, die Personalien des Schwindlers festzustellen.

* Gersfeld (Rhön). Eine reiche Heuernte in der Rhön, darf dieses Fahr erwartet werden. Das Gras steht

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* Rintein. Ein Landwirt in Steinbergen hatte er­fahren, daß die Goldstücke im Werte herabgesetzt werden sollen. Vorsichtiger Weise erkundigte er sich erst genauer da und dort, und da man, seine Neugierde durchschauend, überall das Gerücht bestätigte, brachte er flugs 8500 Mark in Gold, die er schon jahrelang als kostbaren Schatz im Hause gehütet, zur Sparkasse in Rinteln. Tags darauf kam ein zweiter Landwirt, der auch von plötzlichenGe­wissensbissen" gepeinigt war, und brachte 2500 Mark in Gold.

* Hanau. Mit 1000 Mark Geldstrafe hat das Schöffengericht Hanau den Landwirt Hermann Hufnagel aus Oberissigheim bedacht, der wegen Milchfäischung an­geklagt war. Er hatte 100 Teile Milch mit 120 Teilen Wasser vermischt.

* Frankfurt a. M Die Kriegsamtsstelle stellte zur Weiterführung von Neubauten, für Teilung von Woh­nungen, Um- und Ausbauten und auch für Neubauten vou kleinen Wohnhäusern Baumaterialien zur Verfügung. Durch diese Maßnahmen soll einer späteren Wohnungsnot vorgebeugt werden.

* Main?» 21 Mai. Die Winzergenoffenschaft der Vereinigten Weinbergsbesitzer Gau-Bickelheim versteigerte heute hier 48 Nummern 1917er naturreine Weine aus besseren und besten Lagen der Gemarkung Gau-Dickel­heim. Diese Weine gingen sämtlich in anderen Besitz über und erreichten bis zu 8840 und 9010 Mk. das Sück. Erlöst wurden für 44 Stück 6330-9010 Mk. 10 Halb­stück 3890-4420 Mk., durchschnittlich da^.Ltück 7246 Mk. Der Gesamterlös stellte sich auf 355 23 0 Mk. ohne Fässer. Anmerkung der Redaktion: Fn Friedens­zeiten ist das Stück Wein in Gau-Bickelheim mit nur 600 Mk. verkauft worden.

* Marburg. Einen eigenartigen Anblick bot heute mittag die Aula der Universität durch die vielen weiblichen Studierenden, die sich zu der endgiltigen Immatrikulation eingefunden hatten. Der Rektor, Prof. Dr. Heitmüller, hielt eine längere Ansprache, in der er auf die durch die Kriegsverhältnisse geschaffene neue Lage und die dadurch bedingten vermehrten Pflichten hinwies, die den Studie­renden als zukünftige Führer des Volkes erwachsen wür­den. Es folgere daraus für sie die neue Aufgabe, daß sie ihre Kraft verdoppeln und das Studium ernster als jemals betreiben müßten, damit sie auch in der Lage sei­en, allen an sie ergehenden Anforderungen gewachsen zu sein. - Wie der Magistrat bekannt macht, beabsichtigt die Stadt eine Altmöbel-Sammelstelle einzurichten.

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Preistreibereien vsn Türklinken nrrd Fenster­griffen. Amtlich wird mitgeteilt: Durch die Bestands- erhebung betreffend Einrichtungsgegenstände^ sind u. a. die Türklinken und Fenstergriffe aus Sparmetall auf den Reichs-Militärfiskus übereignet. Infolgedessen hat eine empfindliche Preissteigerung der im Verkehr befindlichen Ersatz-Türklinken und Fenstergriffe eingesetzt. Diese ist in keiner Weise begründet. Das Kriegsministerium hat dafür Sorge getragen, daß jedem einzelnen Hausbesitzer die ihm enteigneten Türklinken und Fenstergriffe ein aus­

reichender Ersah zur Verfügung steht. Dieser wird dem­nächst in den Handel gebracht werden und in allen ein­schlägigen Geschäften käuflich sein. Sein Preis ist so nied­rig gehalten, daß er durch den Erlös aus dem abgelie­ferten Messing hinreichend gedeckt wird. Sollten Herstel­ler oder Händler Preise fordern, die einen übermäßigen Gewinn enthalten, so machen sie sich nach 8 5 der Be­kanntmachung gegen übermäßige Preissteigerung vvm 23. Juli 1915 strafbar, denn diese Ersatzgegenstände sind als Ge­genstände des täglichen Bedarfs im Sinne dieses Gesetzes anzusehen. Auch eine Zurückhaltung dieser Gegenstände zum Zwecke der Preissteigerung, wie überhaupt jede Machenschaft, die hierauf abzielt, stellt eine strafbare Handlung dar. Nötigenfalls wir zur Beschlagnahme die­ser Ersatzgegenstände geschritten werden.

ver letzte 6rus$ dem Iflüturkin.

Auf blutgetränkter Erde Im weiten Schlachtenfeld,

Da lag ein toter Krieger Ein junger, tapfrer Held.

An einem Waldessaume Hielt er die letzte Wacht,

Wo ringsum ringsum Trommelfeuer Erhellt die dunkle Nacht.

Hier fiel im nahen Kampfe Manch lieber Kamerad Der lang an seiner Seite ihm gestritten hat.

Es drückt die müden Augen Kein Freund und Liebchen zu,

So einsam und verlassen Fand er die ew'ge Ruh.

Wie mag im Todeskampfe Nach langer Seelengual Er noch gedacht der Lieben Im fernen Heimattal.

Als später man den Helden Am Waldesrande fand,

Da hielt er noch ein Briefchen In seiner starren Hand.

Und wie er lag am Sterben Schrieb zitternd er hinein:

Mein letzter Gr uff auf Erden Dem treuen Mütterlein.

Gießen 1918. L. Roloff.

Hircblicbe Hurtigen.

Sonntag den 26. Mai (Trinitatis).

In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zu» gleich Christenlehre für die Neukonficmierten aus der Matthausgemetnde. Pfarrer Mahr. Vormittags 9 1 / 2 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Militäc- gottesdieust. Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Kinder- kiccbe für die Markusgcmcinde. Pfarrer Schwabe.

In der Johannesktcche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Pfarrer; Bechtolsheimec. Vormittags 9V 2 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld.

Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.

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P. S. Die noch rückständigen «Nordländers-Bestellung, kommen dieser Tage zur Erledigung.

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