Ausgabe 
18.5.1918
 
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Hm Stadl nnd Cand.

* Das Feldheev braucht zur Aufrechterhaltung feiner vollen Kampfkraft noch g r o ß e M e n g e n Ua fe c undGerste, deren schleunigste Beschaffung im dringen­den vaterländischen Interesse liegt. Bon der.VaterlandZ- liebe und der Opferwilltgk'it der Landwirte wird er­wartet, daß dieselben nicht allein ihrer gesetzlichen Ab» lteferungspflicht genügen, sondern auch noch darüber hinaus all? entbehrlichen Mengen an Hafer und Gerste zur Ablieferung bringen. Ausnutzung des jetzt schon in reichem Maße zur Verfügung stehen den Grünfutters und Weidegangs werden hierfür die Möglichkeit schaffen Je schneller und ausgiebiger die Lieferungen erfolgen, desto wertvoller werden sie für die Versorgung des Heercs sein. Die Geschäftsstelle oder der Komissionck des Kommunalverbandes nehmen Anmeldungen zur sofortigen Ablieferung von Hafer und Gerste entgegen.

* Schützt Saat and Ernte 1918. Wer bei der Landung eines Freiballons oder Flugzmges auf oder in der Nähe von bestellten Feldern durch deren Betreten Flurschaden anrichtet, gefährdet die für die C'.nährlffig erforderliche Bereitstellung von Brotgetreide und schädigt damit das Vaterland Die Betreffenden machen sich nach 8 368 Ziffer 9 des R. Stc. G. B. strafbar. Die Besitzer der Felder, denen gegen die Zuwiderhandelnden ein Schadenersatz-Anspruch zusteht, wollen tunlichst zur Fest, stcllung der Beteiligten beitragen.

Verstaatlichung der hessischen Uolksschnle.

Dem diesjährigen Dertretertag der hessischen Dolksschullehrer werden aus Oberhessen Anträge auf Verstaatlichung der Volksschule vorgelegt. Die Kosten der Schulen sollen ganz vom Staate übernommen und die Gehaltsunterschiede der Lehrer in Stadt und Land aufgehoben werden.

* Gewerbescheine für 1918. Die diesjährigen Gewerbescheine Patente können jetzt bei Großh. Bezirkskasse Senkcnbergstr. 7 gegen Bezahlung einer St<mpclgebühc von einer Mark in Empfang genommen werden.

* Keine Reifen zu Pfingsten Wegen der hohen Anforderungen des kriegswichtigen Verkehrs ist es auch in diesem Jahre geboten, die Reisen zu Pfingsten nach Möglichkeit einzuschränken. Der Minister der öffent lichen Arbeiten hat die Zentralbehörden ersucht, darauf hinzuweisen, daß cs vaterländische Pflicht eines jeden ist, die Eisenbahnen besonders während der Festtage, nur in den allerdringlichstcn Fällen zu benutzen.

Bklanimchuilg.

Dir Zwische»fchei«e für dir 5°|, Schuliwe-lchr-ibun-e» m,d 4VL «chatzanw«is»gek Ser VII. Ki-Iegsa»,leihe lömicit vom

_27. fflai ds, 3$. ab

'n die endgültigen Stücke mit Zinsscheinen umgetauscht werden.

Der Umtausch findet bei derUmiauschstette für die Kriegsanleihen", Berlin W 8

Behren,traße 22, statt. Außerdem übernehmen sämtliche Reichsbankanstalten mit Kasseneinrichtuna bis zum 2. Dezrmber 1918 die kostenfreie Vermittlung des Umtausches. Nach diesem Zeitpunkt können die Zwischenscheine nur noch unmittelbar bei derUmtauschstelle für die Kriegsanleihen" in Berlin umqe-

$ie Zw,scheuscheine sind mit Verzeichnissen, in die sie nach den Beträgen und innerhalb dieser nach der Nummernfolge geordnet einzutragen sind, während der Vormittagsdienststunden bei den genannten Stellen einzureichen. Für die 5°/ 0 Reichsanleihe nnd für die 4V/. Reichsschatzanweisnngen sind besondere Nummerverze,chmsse auszufertigen; Formulare zu den Verzeichnissen sind bei allen Reichsbankanstalten erhältlüh

Firmen und Kassen haben die von ihnen eingereichten Zwischenscheine rechts oberhalb der Stücknummer mit ihrem Firmenstempel zu versehen.

Von den Zwischenscheinen für die I., III., IV. V. u. VI. Kriegsanleihe ist eine größere Anzahl noch immer nicht in die endgültigen Stücke mit den bereits seit 1. April 1915, 1. Oktober 1916 2. Ja- nuar 1. Juli und 1. Oktober 1917 und 2. Januar d. Js. fällig gewesenen Zinsscheinen um'getauscht worden. Die Inhaber werden aufgefordert, diese Zwischenscheine Ju ihrem eigenen Interesse möglichst bald

einzur-iche.7 ^ fÖV ^ Kriegsanleihen", Berlins8, Behrenstratze 22. zum Umtausch

Berlin, im Mai 1918.

lleichsbank-Direktorium.

Havenstein. v. Grimm.

Oberdessischer Prwjnzfaliag.

* Gieße», 14. Mai. Für die Gießener Hochschul­gesellschaft wird ein Jahresbeitrag von 6000 Mark geneh­migt. Die Voranschläge des Chemischen Untersuchungs­amtes für die Provinz Oberhessen für 1918, sowie der Provinzialsiechenanstalt für 1918 finden einstimmig Annah­me, ebenso der Voranschlag des Wasserwerks Inheiden, der mit 829100 Mark in Einnahme und Ausgabe für den Betrieb und mit 623 821 Mark in Einnahme und Ausgabe für das Vermögen abschließt. Der Voranschlag der Elektrischen Ueberlandanlage sieht für 1918 in Ein­nahme und Ausgabe die Summe von 980000 Mark vor Hierzu ist zu bemerken, daß bereits am 1. August 1917 der Lichtstrompreis für die Privatbeleuchtung von 45 auf 50 Pf. für die Kilowattstunde mit Wirkung vom 1. Oktober 1917 ab hinaufgesetzt wurde. Ueber die Errichtung eines Denkmals för die obcrhrssischcn Gefallenen gab Geh. Oberbaurat Hoffmann in einem längeren Refe­rate Klarheit. Danach ist geplant, für die gefallenen Söhne Oberhessens auf dem Wartberge bei Schotten eine größere Anlage zu errichten, in deren Inneren die Namen aller gefallenen oberhessischen Krieger verewigt werden sollen. Der unbedachte Ehrenhof ist 21 Meter breit und »ach dem Ehrenhof geöffnete, nach außen ge­flossene Hallenanlage hat 6 Meter Tiefe und 4,5 Meter Hohe. Um die Aussicht genießen zu können, läuft um das ganze Gebäude herum eine etwa 1,5 Meter breite Plattform mit steinerner Brüstung. Die Kosten des Bau­werks ohne das dabei aufzuführende figürliche Ehaiten- denkmal werden sich nach oberflächlicher Berechnung auf 230000 bis 255000 Mark belaüfen. '

Die Provinz beabsichtigt, wenn die Ausführung zu­stande kommt, sich an dem Unternehmen bis zum Höchst­betrag von 100000 Mark zu beteiligen. Die erste zu bewilligende Rate betrage 25000 Mark. Rach eingehen­der Beratung wurde dieser Betrag bewilligt.

Einstimmige Annahme fand auch der gesamte Pro- vinzialkassevoranschlag für 1918 mit 808 414 Mark in llunnahme und Ausgabe.

£id) Hier fand am 7. Mai unter reger Teilncck me die feierliche Beisetzung des in der Ukraine gefallene Erbprinzen zu Solms-Hohensolms-Lich statt Im Anschlu an den Trauergottesdienst wurde die Leiche nachmittag nach dem fürstlichen Friedhof überführt Unter den Leit tragenden sah man außer dem Fürstenpaar zu Solm° Hohensolms-Lich den Großherzog Ernst Ludwig, Landgro Klodwig von Hessen, Graf Dohna-Schlobitten, Vro E' Solms-Laubach, Fürst Ysenburg-Büdinger

Fürst Menburg-Wächtersbach, Graf Kuno zu Stolberg Roßla, Graf Bernhard zu Solms-Laubach, Graf Friedric Bodo zu Solms-Laubach, Graf Friedrich zu Stolbero Wernigerode usw. Hohe hessische Beamte, Vertreter be Regierungen, der Wissenschaft, des Handels und der In dustrie waren zahlreich erschienen. Auch die gesamte evan ge ische Geistlichkeit der Standesherrschaft Solms-Hohe» folms-Lich war vollzählig vertreten.

Verantwortlich: Albin Klei» in.Gieß'm,

Pftugftverkehr 1918 .

Während der Kriegszeit müssen alle Betriebs­mittel verfügbar bleiben für die Zwecke der Heeres­verwaltung und des kriegswichtigen Verkehrs. Für den Personenverkehr zu Pfingsten können daher auch in diesem Jahre besondere Vorkehrungen nicht getroffen werden. Mit Unzuträglichkelten aller Art, Zurück­bleiben beim Reiseantritt oder unterwegs muß ge­rechnet werden. Daher benutze die Eisenbahn nur, wer notgedrungen reisen muß.

Um Schwierigkeiten bei der Abfertigung soweit als möglich vorzubengen, wird folgendes bestimmt:

1. An den beiden Pfingstfeiertagen sowie am Tage vor- und nachher werden zur Benutzung von Schnell- (D-) Zügen Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs nur für solche Reisenden ausgegeben, bei denen die im Schnellzug zurückzulegende Strecke 75 km übersteigt.

2. In der Zeit vom 16. bis 21. Mai d. Js. muß die Fahrt am ersten Geltungstage der Fahrkarte angetreten werden.

3. Doppelkarten und Karten zur Rückfahrt kommen an diesen Tagen nicht zur Ausgabe.

4. Bahnsteigkarten werden an diesen Tagen nicht verausgabt.

5. Die Ausgabe von Fahrkarten für Eil- und sonenzüge kann nur iw. beschränkten! Umfange er­folgen. Der Fahrkartenverkaus für die einzelnen Eil- und Personenzüge wird eingestellt, sobald nach der Zahl der verabfolgten Fahrkarten eine Ueber- lastung der Züge oder eine Gefährdung der pünkt­lichen Zugabfertigung zu befürchten ist.

Frankfurt (Main), den 8. Mai 1918.

_ Kgl. Eisenbahttdirektion.

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Nachstehende im Sommerfahrplan vorgesehene Füge werden bis auf weiteres noch nicht befördert:

Muz. 123 Metz-Loblenz (Abf. 8°')-Gießen-Marburg

(Ank. 12"° - Berlin.

N 125 Gießen (Abf. 112ch -Berlin.

Muz. 99 Metz - Loblenz (Abf. 1012) - Gießen - Marburg

(Ank. 12:) - Berlin.

Muz.lOOVerlm - Marburg (Abf.E) - Gießen - Eoblenz

(Ank. 7") - Metz.

D 126 , t (Abf. 4-)- Gießen - Loblenz

(Ank. -Metz.

Muz. 124 (Abf. 6lü) - Gießen - Loblenz

(Ank. 9A) Metz.

Frankfurt (Main), den 13. Mai 1918.

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