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Aufruf.
Heimatdank
an heimgekehrte deutsche Kriegsgefangene:
Zufolge der durch die Siege des deutschen Schwertes erkämpften Friedensschlüsse mit der ukrainischen Volksrepublik, mit Großrußland und mit Rumänien werden
zahlreiche deutsche Kriegs- und Zivilgefangene ans der Gefangenschaft zurnckkehren n. der langersehnten
Freiheit wiedergeschenkt
werden. Unsere siegreichen Waffen bürgen dafür, daß auch den deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen in den anderen feindlichen Ländern die baldige Rückkehr in die Heimat erkämpft werden wird.
Es gilt
alle diese Heimkehrenden
im Angenblick der Heimkehr auf den Uebernahmestellen und demnächst in den ärztlichen Beobachtungsstellen in einer würdigen Weise zu empfangen und namentlich durch
Ueberreichen von Liebesgaben einen Willkomm und einen bescheidenen Dank
darzubringen für alles unsäglich Schwere, das sie in heißen Kämpfen und später in der Gefangenschaft für unser Vaterland gelitten haben. Hierfür sind reiche Geldmittel erforderlich. Seine Majestät der Kaiser haben bereits für den gedachten Zweck aus eigenen Mitteln 250000 Mark überwiesen? außerdem haben das Königlich Preußische Kriegsministerium und die Verwästungs- ausschüsse der Volksspende und der Hindenburggabe bereits 200000 Mark bewilligt. Der hiernach noch zu beschaffende Rest von den für die Beschaffung der Liebesgaben nötigen und im^ganzen auf etva 3 *,'2 Millionen Mark zu veranschlagenden Geldmitteln oll durch eine _
ZW" Sammlung "DU
aufgebracht werden. Denn die Ueberreichung von Liebesgaben an die heimkehrenden Gefangenen soll ein bescheidener Ausdruck des Dankes der Gesamtheit des deutschen Volkes, nicht nur einzelner Behörden und Stellen, sein. Ein solches unmittelbar von der Gesamtheit des deutschen Volkes ausgehendes Zeichen der Dankbarkeit wird besonders geeignet sein, die aus der Gefangenschaft Heimkehrenden wohltuend zu erfreuen, sie überstandenes Leid vergessen zu machen und ihnen die zum Wiederaufbau ihrer vielfach verlorenen oder erschütterte^ wirtschaftlichen Grundlagen nötige Zuversicht und Kraft zu verleihen. Der auf das Groß- herzogtmü Hessen entfallende und von ihm aufzubringende Anteil beträgt etwa 62000 Mark. Es ergeht daher an alle die herzliche, aber auch dringende Bitte, sich an der Sammlung, die schon Ende dieses Monats abgeschlossen werden soll, zu beteiligen. Jeder gebe nach Kräften. Keiner wclle sich an der Sammlung ansschließen. Auch die kleinste Gabe wird dankbar anerkannt werden. Und vor allem gebe ein jeder schnell und ohne Verzug. Denn soll das beabsichtigte Liebeswerk seinen Zweck erfüllen, so muß es rasch in die Tat umgesetzt werden. Die Ergebnisse früherer Sammlungen zu Gunsten deutscher Kriegsgefangener geben uns die Zuversicht, das auch der gegenwärtige Sammelaufruf nicht unerhört bleiben und reichen Erfolg haben wird. Die Gaben nehmen die bekannten Sammelstellen des Roten Kreuzes entgegen.
armstadt, den 4. April 1918.
Ernst Ludwig.
K 0 r w a n ,
Generalleutnant z. D.
Vorsitzender des Hessischen Landesvereins vom Roten Kreuz.
Dr. Kratz,
Staatsrat,
Hauptgeschäftsführer des Aliee-Frauenvereins und Vorsitzender der Abteilung des Roten Kreuzes für Kriegsgefangenensürsorge.
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Unter Hinweis auf vorstehenden Ausruf bitten wir rasch und reichlich zu geben.
pv den Kreis Gietzen
wird die Sammlung wie folgt durchgesührt:
in der Stadt Gießen durch den Zweigverein Gießen vom Roten Kreuz gemeinsam mit dem Zwe!gverein Gießen des Alice- Franenvereins;
es werden Spenden angenommen von der Bezirke sgarkasse, Gewerbebank, Niederlassung der Bank für Handel und Industrie, Filiale der Mitteldeutschen Kreditbank, sowie von den Geschäftsstellen des Gießetier Anzeigers, der Gießener Zeitung und der Oberhessi- schetl Volszeitung. Eine allgemeine Sammlwtg, verbunden mit Straßerverkaus, erfolgt an noch zu bestimmenden Tagen;
in den Städten Grünberg, Hungen und Lich von den dortigen Zweigvereinen vom Roten Kreuz im Benehmen mit den Zweigvereinen des Aliee-Frauenvereins;
in den übrigen Landgemeinden von den Ortsausschüssen für Rotes Kreuz und Kriegshilfe, ebenfalls im Benehmen mit am Ort ansässigen Zweigvereinen des Aliee-Frauenvereins.
Emma, Mstin zu 5oIms-yohensoIms-Lich.
Vorsitzende des Kreisverbands Gießen des Aliee-Franenvereins für Krankenpflege.
Geheimrat Dr. Usinger,
Vorsitzender des Kreiskomitees für Rotes Kreuz und Kriegshilfe.
Reiter, Oberbürgermeister.
Lehrer Daab, Vorsitzender des Bezirks Gießen der Kriegerkameradschast Haffia zu Gießen, Frau Geheime Justizrat Gebhardt, Vorsitzende des Zweigvereins Gießen des Aliee-Frauenvereins zu Gießen, Kirchenrat Hainer, Vorsitzender des Zweigvereins Hungen vom Roten Kreuz, Professor Dr. Heuser, Vorsitzender des Deutschen Flottenvereins, Ortsgruppe Gießen, Hebstreit, Vor- itzender des Mariitevereins Gießen, Lehrer Metz, Vorsitzender des Bezirks Hungell der Kriegerkameradschuft Hassia, Bürgermeister Raust, Vorsitzeiider des Ztveigvereins Grünberg vom Ro en Kreuz, Oberamtsrichter Rausch, Vorsitzender des Zweigvereins Lich vom Roten Kreuz, Reger, Vorsitzender des Bezirks Lich der Kriegerkameradschast, Landgerichtsrat Wiener, Vorsitzender des Zweigvereins Gießen vom Roten Kreuz.
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