halbamtlich wird auch noch gemeldet, daß nach den japanischen auch englische Truppen in Wladinwftok
r. landet sind.
Möglich, daß diese Auseinandersetzung mix Japan der Bolschewiki-Regierung die erwünschte Veranlassung zu neuer Auspeitschung der Krlegsleidenschast, dieses Rial gegen Japan, gibt Tann kannte das Ganze sich sehr gegen die Entente entwickeln.
Tic Ursache des Eingreifens.
Aus Wladiwostok wird gemeldet, daß vier Banditen in ein japanisches Bureau ein brachen, den Eigentümer töteten und zwei Angestellte tödlich verletzten.
llm dieser 4 — vier — Banditen willen landet Japan Truppen!! Elende Heuchelei!
Ter japanischen Heuchelei setzt man die Krone aus durch einen Ausruf:
Japanische Truppen, die in Wladiwostok landeten, stehen unter dem Befehl des Admirals Cato. In einem Aufrufe an die Bevölkerung gibt Cato besannt. das; die japanischen Truppen gekommen seien, uni die Ordnung aufrecht (?) zu erhalten.
Japan tut nnschuldig.
Die japanische diplomatische Mission in Rußlands jetziger Hauptstadt Moskau versicherte, daß die Landung in Wladiwostok nur ein vorübergehender Zwischenfall sei, der bald behoben sein werde.
Vom U-BooLkrieg.
Die tägliche U-Boot-Bente.
Unsere U-Boote haben an der Ostküste Englands, im Aermelkanal und in der Irischen See neuerdings 5 Dampfer und 4 englische Fischersahrzenge mit zusammen 2O0CÖ Brnttoregistcrtonncn versenkt. Die Dampfer waren ohne Ausnahme bewaffnet und tief- beladen, darunter ein besonders wertvoller Frachtdampfer von 0000 Tonnen. Ein Dampfer wurde ans stark gesichertem Geleitzug herausgeschossen. Den Haupt- anteil an den Erfolgen hat Kapitänleutnant Hundrus.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
„Tic Speisekammern der Berbarrdögcnossen sind verzweifelt leer", heißt es in dem Weihnachts- r.wgramm, das der englische LebenSmittel-Minister Lord Rhondda au Den amerikanischen LebenSinittelkontrollenr Hoover gerichtet har.
Lloyd George erklärt in einer Rede, die er am 14. ^ ezemder vorigen Jahres in Gray's Inn gehalten X)at, „wir müssen im nächsten Jahre weitere 3 Millionen Tonnen an unserer Lebensmitteleinfuhr sparen".
Roch deutlicher sind die Klagen, die aus der englischen Presse herüber dringen. So schreibt der Londoner Nnwerfttätsprosessor Hearnshaw am 8. Januar un „Daily Telegraph": „Wir stehen vor einer Hungersnot, wie sie selbst im Mittelalter nicht bekannt war".
Horatio Bottvmleh, der bekannte Kriegshetzer und Herausgeber des John Bull schreibt: „Das Grollen der Revolution liegt iu der Luft", neben der Hungersnot droht „der Bolschewismus im eigenen Lande". Tenn der Arbeiter „will seine Frau und Kinder nicht ih u n g r i g sehen".
Immer stärker mehren sich in letzter Zeit die Stimmen, die betonen, daß die Zeit nicht mehr wie bisher für England, sondern für Deutschland und die Reit lelmächte' arbeitet. „Tie mächtige Waffe der Seeblockade hat sich gegen uns gewandt", klagt Truth VOM 2. Januar.
Und ani 11. Januar klagte Churchill: „Um hunderttausende von Tonnen habe icy den Grauatstahl vermindern müs,rn, für den die Fabrikanlagen bereit stehen, für den die Zünder bereit liegen, auf den die Geschütze und das Geschützpersonal warten, alles nur aus Mangel an Schiffen".
Allgemeine KrisgsnschrichLen.
8906 Gefangene beim Kampf um DammerforS.
Tie Weißen Garden haben in Tammerfors 8000 Gefangene geniacht. Tie Roten Garden verloren 2000 Tote, von denen 1800 Russen waren. Sie verteidigten sich verzweifelt und sollen nach Angaben mehrerer Korrespondenten auch ein weibliches Todesbataillon eingesetzt haben. Nach einem Telegramn: an „Stockholms Dagblad" steht auch die Eroberung von Bjoerne- borg durch Weiße Garden bevor. — Nach anderen Meldungen wurde an der Karelischen Front eine aus über 1000 Manu bestehende Abteilung Truppen gefangen genommen und hierbei 11 Kanonen erbeutet.
Amerikaner — hinter die Front.
Was haben sie sich alles von der amerikanischen Hilfe versprochen! Und heute? Von den vielen Millionen versprochener Soldaten sind bis heute vielleicht 200 000—800 000 zur Stelle, und wieviele davon geschlossene Truppenkörper für den Kamps an der Front sind, steht dahin. Die Berichte darüber sprechen zum Teil recht drastisch. So z. B.:
Für den Amerikaner als Soldaten hat der Franzose nur ein A ch s e l z u ck e n. Höchstens an ruhigen Frontstellen zwischen zuverlässigen französischen Verbünden sei er zu gebrauchen. Es sei zwar eine sehr- große Zahl von Amerikanern in Frankreich, die als Bautruppen und dergleichen hinter der Front dankenswerte Arbeit leisteten, wo es aber ans Blutvergießen gehe, da müßten die Franzosen den Kopf Hinhalten.
Das vorläufige Ergebnis des amerikanischen Krieges ist jedenfalls für beinahe alle Beteiligten und Zuschauer eine Kette von trostlosen Enttäuschungen und wird es so wohl auch bleiben
Neber die KriegsbrauchbaAeit der „Sammies" schreibt der Offizier-Kriegsberichterstatter Lentnant von Holländer u. a.: „Irgendwelches Interesse für den Krieg selbst zeigen die Amerikaner nicht. Sie sind militärisch ganz von den Franzosen abhängig und noch völlig unselbständig. Stumpfsinnig ordnen sie sich den Franzosen unter. Von Franzosen wird ihre mangelhafte Ausbildung verbessert, von Franzosen werden sie in Stellung geführt, unter dem Kommando von Franzosen arbeiten sie, und zwischen Franzosen gemischt kämpfen sie.
Wann ihre Selbständigkeit erwachen wird, ist schwer zu sagen. Dort, wo der Soldat kein Ziel
erkennt, für das zu kämpfen lohnt, dort, iuo statt des vorwärtsdrängenden Willens das Gefühl des Getriebenseins steht, dort kann schwer der Glaube und der Fanatismus entstehen, der den rechten Soldat macht."
Franzosen vernichten Franzosen.
Tie englische Beschießung der französischen Stadt Laon dauert au. Vom 28. März bis 6. April sind
0000 Granaten in die Stadt gefallen. Täglich wedren einige Zivilisten von den Granaten ihrer Land s-
1 e n t e getötet. Nachdem am Ostermontag 11 Personen eines Leichenbegängnisses zerrissen wurden, können die Opfer nur noch nachts eilig und ohne Geleit zum Kirchhof geschafft und begraben werden. Die Stadt zerfällt immer mehr, wähl- und sinnlos sucht der Franzose seine Ziele. In der Stacht vom 5. zum 6. April trafen mehrere Schüsse das Hospiz, in dem 80 alte Weiblein einen friedlichen Lebensabend erhoffen. Andere sielen in das Krankenhaus, in dem 200 Kranke — meist Kinder und Frauen liegen. Man ist « gezwungen, die Kranken nunmehr in feuchten Kellern j zu bergen. Tie einzige Hoffnung der Laoner ist, daß j ein deutscher Sieg die Kampflinie wieder weiter von der Stadt entfernen möge. Von der Einsicht und dem Mitleid der französischen Heeresleitung erhoffen sie nichts mehr.
Eine neue Friedeuspartei in Frankreich.
Elcn.enccauS Stellung erscheint durch die Gründung einer neuen Partei „Evalition Republicaine" auße» ordentlich erschwert. Das Parteiprogramm hat un nZen-ua^'n den vier, von den Mittelmächten angenommenen Punkten den ^ujonschen Programms zu- gestimnlt Besonders auffallend ist es, daß die Annexion (s 1 1 - Lothringe ns k-:ne Erwähnung findet. \
Das Programm greift die Regierungr,.^.^ heftig an und verurteilt die Verhaftung der französischen Friedens freunde. VvZH: der der Partei ist Talbier.
Heimsuchung von Luxemburg.
Tie Ausschreitungen gegen die Neutralen dauern an. Stadt und Bahnhof Luxemburg wurden am 5. April von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Dem Bombenabwurf fielen bisher 6 Personen zum Opfer von denen 4 tot und 2 schwer verletzt sind. Der angerichtete Sachschaden ist gering.
* * *
Der türkische Sieg am Jordan.
Das türkische Hauptquartier teilt jetzt Einzelheiten über die Bedeutung der Kämpfe am Jordan mit:
Gewisse Anzeichen ließen voraussehen, daß die Engländer den Jordan in Richtung auf Aman überschreiten würden, um die Eisenbahnlinie abzuschnei- den, die mit Rücksicht auf die Verbindung mit den Truppen im Hedschas sehr wichtig ist. Durch diese Operation wollten die Engländer wahrscheinlich endgültig die Gefahr beseitigen, die ihrem rechten Flügel droht, und die Beduinenstämme politisch beeinflussen. ; Am 83. März erzwang der Feind mit überlegenen Kraf- ! Len den Uebergang über den Jordan und rückte rasch in z breiter Front in Richtung auf die Eisenbahnlinie vor. Rur an einem einzigen Punkte konnte er jedoch die Eisenbahnlinie unterbrechen. Aman wurde durch eine kleine Schar Truppen tagelang heldenmütig verteidigt. Währenddessen kamen infolge des ans das Fünffache der gewöhnlichen Leistung erhöhten Eisenbahnverkehrs von Nord und Süd herbeigeführte türkische und deutsche Truppen ihren Kameraden zu Hilfe, die sich in ziemlich bedrängter Lage befanden. Oberst Essad Bey griff nördlich Salt an, und infolge Gefährdung der rückwärtigen Verbindungen sahen sich die Engländer gezwungen, am 1. April den Rückzug auf steilen Ge- birgSpfaden anzutreten. Am 2. April wurde Salt wiedererobert und die Verbindung mit den aus Aman kommenden Truppen hergestellt. Am selben Tage wurde auf der Verfolgung die Straße El Salt— Jericho erreicht, obwohl der Feind Verstärkungen herangeführt hatte. Letztere wurden gezwungen, dre Flucht zu ergreifen. Der Feind zog sich in voller Auflösung gegen den Jordan zurück. Diese Niederlage der Engländer wird sicher auf die Stämme Eindruck machen.
P-litische NrmdschaR.
— Der Bolschewist Joffe, der Führer der letzten Delegation in Brest-Litowsk, ist zum Botschafter in Berlin, Kamenew zum Botschafter in Wien ernannt
worden
*
:: Keine Neve des Reichskanzlers. Die Meldung einiger Blätter, daß der Reichskanzler Dr. Graf von Hertung die Reichstagsverhandlungen mit einer großen politischen Rede eröffnen werde, wird uns als unrichtig bezeichnet. In der gegenwärtigen Lage liegt für den Reichskanzler kein Anlaß vor, zu weitgreifenden Ausführungen das Wort zu nehmen.
:: Ein Streit zwischen Bayern und dem Reichsschahamt ist ausgebrochen und wird von bayerischer Seite in der Presse mit einiger Erbitterung geführt. Es handelt sich um den Ersatz der von Bayern verauslagten Frühdruschprämie durch das Reich. Die beiden streitenden Parteien einigten sich jetzt dahin, das RechtSguLachten einer aus drei vollkommen unbeteiligten Herren bestehenden Kommission einzuholen. Das Gutachten wird sodann dem Reichskanzler zur Vorlage gebracht werden, der aus Grund desselben entscheiden wird.
:: Zu der Verhaftung des HanpLmamrs v. Bcer- sclde meldet der „Vorwärts": „Der „Tag" meldete
kürzlich, daß der Hauptmann v. Beerfelde ans dem stellvertretenden Generalstad wegen Verbreitung der Lichnowsky-Denkschrift verhaftet worden sei. Das ist nach unseren Informationen in dieser Fornr nicht zutreffend. Hauptmann v. Beerfelde war aus dem Kriege mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, aber als leidenschaftlicher Friedensfreund zurückgerehrt. Im Hause des GeheimratS Witting erhielt er im Herbst v. IS. von der Tenkschrtst Lichnowskys Kenntnis, deren Inhalt ihn tief erschütterte. In der Meinung, seinem Lande durch Verbreitung der Wahrheit dienen zu müssen, ließ er die Denkschrift ohne Vorwissen WittingS in mehreren Exemplaren vervielfältigen, die er dem Kronprinzen, Ludendorff und einer Reihe bekannter Politiker übersandte. Daraufhin wurd v verhaftet und wegen Ungehorsams gegen einen militärischen Befehl vor Gericht gestellt. Ein höherer Offizier behauptete nämlich, er habe Herrn v. Beerfelde jede politische
Betätigung verboten und durch die Üebertretung dieses Verbots sollte sich der Hauptmann schuldig gemacht haben. In der Verhandlung bestritt Herr v. Beer- felde, jemals einen solchen Befehl erhalten zu haben, und sein Vorgesetzter blieb als Zeuge bei seiner ersten Aussage nicht stehen. Der Angeklagte wurde insolge- dessen in zwei Instanzen rechtskräftig freigesprochen. Er beruhigte sich jedoch nicht dabei, sondern verfaßte eine Beschwerde gegen seinen Vorgesetzten, in der er schwere Beschuldigungen gegen diesen erhob. Infolgedessen wurde er abermals verhaftet. Mit der Verbreitung der L i ch n o iv s k y - Denkschrift hat diese Verhaftung also nur mittelbar etwas zu tun."
Geheimrat Witting, geb. Witkowsky, Direktor der Nationalbank, ist ein Bruder des „Zukunft"-Heraus- gebers „Maximilian Harden", gleichfalls geborenen Wit- kowsry.
Wie Witting in den Besitz der Lichnowsky-Schrift kam, wird nicht angegeben.
:: Tie Zwangsabgabc eines Anzugs soll nach einer Zeitungsmeldung allen s. Zt. zum Wehrbeitrag veranlagten Personen auferlegt werden, um auf diese Weise 750 000 Anzüge heranzuschaffen für die Hilfsdienst- pslichttgen in der Etappe. Eine b t n dende Entschließung will die Reichsbekieidungsstelle aber noch nicht gefaßt haben. Sie steht aber „auf dem Standpunkt, die benötigte Anzahl von Bekleidungsstücken für die Rüstungsindustrie und Landwirtschaft durch eine gleichmäßige und geregelte Umlage bei allen Kommunalverbänden im Reiche durch eine freiwillige Abgabe von der wohlhabenden Bevölkern c, gegen E nt- gelt zu erwerben. Hierbei sollen die bestehenden Richtpreise für die Altkleiderabgabe bis zu 30 Prozent erhöht werden. Ten Schlüssel für die von den einzelnen Kommunalverbänden aufzuöringende Anzahl von Bekleidungsst....en bildet eine.s.nts die Einroohner- zahl und andererseits der in den Konttn.uv.aloer-iänden aufgebrachte Weyrbeitrag."
:: Die „ZEG", die Zentraleinkaufsgenossenschaft, gibt bekannt, daß sie 1915 bei einem Umsätze von 100 Millionen 330 000 Mark Gewinn erzielte, 1916 keinen Gewinn. Für das Reich seien bisher Ueberschüsse nicht erzielt worden.
Oesterreich: Kaiserreise nach Istrien.
% Kaiser Karl nahm kürzlich eine Vereisung Istriens vor. Er fuhr zunächst nach Albona, wo er sich über die Produktionsverhältnisse des nahen Kohlenbergwerkes Carpano und über die Lage der Arbeiterschaft berichten ließ, liebet* Fianona ging die Fahrt längs der istrischen Ostküste nach Abbazia, wobei der Monarch sich mit den Vertretern der verschiedeeun Behörden und der Aerzteschast unterhielt und Feldspitäler besuchte, wo er eine große Zahl kranker Offiziere und Mannschaften ansprach.
Polen: Tic Buße der Stadt Warschau.
% Da der Warschauer Magistrat die Buße von 25 000 Mark, welche der Stadt Warschau wegen der Vorfälle nach Bekanntwerden des Friedensvertrages mit der Ukraine am 14. Februar auferlegt war, bisher trotz Mahnung nicht zahlte, benachrichtigte der deutsche Polizeipräsident den Magistrat, daß die auserlegte Strafe von den der Stadt gebührenden Eingängen in Abzug gebracht werben würde, welche sich in den Händen der Okkupationsmächte befinden.
Schweiz: Delegierte nach Berlin.
; Wie die „Gazette de Lausanne" mitteilt reisten Zwei schweizerische Delegierte nach Berlin, um die Frage der G e l e i t s ch e i n e der Schiffe mit schweizerischer Ladung zu erörtern. Dieser Schritt ist auf Anregung des deutschen Gesandten in Bern unternommen.
Ans aller Welt.
** Dampfer-Katastrophe — 26 Passagiere tot. Infolge eines Zusammenstoßes auf der Donau in der Nähe von Tas werden nach den bisherigen Meldungen 26 Passagiere des Dampfers „Drina", der 366 Reisende an Bord hatte, vermißt. 14 sind verletzt.
** Wunderbare Wandlung. Ein Bürger einer nordschleswigschen Stabt schickte kürzlich eine Kiste mit Speo. an einen Verwandten in der Großstadt. Sicherheitshalber bezeichnte er den Inhalt der Kiste auf dem Frachtvermerk mit „Rüben". Tie Sendung ging auch glatt durch, aber als der Empfänger am Bestimmungsort sie öffnete, zeigte es sich, daß sie wirklich — Rüben enthielt, und gar nichts anderes. Unterwegs hatte der Speck, der Angabe auf dem Frachtbrief e n t i p r e che n d, eine Verwandlung durchgemacht.
** Ein Rauchverbot für Jugendliche im Kreise Riederbarnim, dem industriellsten Riesenkreise nordöstlich-nördlich von Berlin, ist vom kommissarischen Landrat v. Bcedow erlassen worden, um ans gesundheitliche.: Gründen dem ui neuerer Zeit unter der Heranwachsenden Jugend immer mehr ^ and nehmenden Tabakrauchen und seinen schädlichen Folgen zu steuern. Tas Kaufen von Tabak usw. und das Rauchen auf öffentlichen Wegen ist danach Personen unter 16 Jahren verboten. Es ist auch verboten, an solche Jugendliche 'die zum Tabakrauchen erforderlichen Gegenstände zu verkaufen oder im Gewerbebetriebe abzu- geben.
** Der Revolver im Kramkorb. In Waltersdorf (Laus.) suchte die Frau des Gutsbesitzers Stopp in einem Korbe nach einem Papier. Dabei griff sie einen unter einem Kleidungsstück liegenden geladen:.: Revolver. Dieser ging los, und der Schuß traf sie tödlich.
** Kindertod im Schützengraben. Bei Augsburg hatten Kinder dort „Schützengräben" ansgehoben, die fast Mannestiefe erreicht haben. Plötzlich gab das Erdreich nach und begrub 4 Knaben. 2 konnten sich noch herausarbeiten; der 3. wurde in bedenklichem Zustande nach dem Krankenhause gebracht und der 4. konnte nur mehr als Leiche geborgen werden.
* Das Kriegsgericht zu Tilsit verurteilte den Kaufmann Georg Magus aus Mädewald wegen Pferdeschmuggels aus Rußland zu 24 000 Mark Geldstrafe.
* Wegen Diebstähle im Krefelder Stahlwerk waren vor der Krefelder Strafkammer 35 Personen angeklagt, die Werte in Höhe von rund 300 000 Mark veruntreuten. Es gab bis zu drei Jahren Gefängnis.


