Ausgabe 
11.4.1918
 
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halbamtlich wird auch noch gemeldet, daß nach den japanischen auch englische Truppen in Wladinwftok

r. landet sind.

Möglich, daß diese Auseinandersetzung mix Japan der Bolschewiki-Regierung die erwünschte Veranlassung zu neuer Auspeitschung der Krlegsleidenschast, dieses Rial gegen Japan, gibt Tann kannte das Ganze sich sehr gegen die Entente entwickeln.

Tic Ursache des Eingreifens.

Aus Wladiwostok wird gemeldet, daß vier Ban­diten in ein japanisches Bureau ein brachen, den Eigen­tümer töteten und zwei Angestellte tödlich verletzten.

llm dieser 4 vier Banditen willen landet Japan Truppen!! Elende Heuchelei!

Ter japanischen Heuchelei setzt man die Krone aus durch einen Ausruf:

Japanische Truppen, die in Wladiwostok landeten, stehen unter dem Befehl des Admirals Cato. In einem Aufrufe an die Bevölkerung gibt Cato be­sannt. das; die japanischen Truppen gekommen seien, uni die Ordnung aufrecht (?) zu erhalten.

Japan tut nnschuldig.

Die japanische diplomatische Mission in Rußlands jetziger Hauptstadt Moskau versicherte, daß die Lan­dung in Wladiwostok nur ein vorübergehender Zwischenfall sei, der bald behoben sein werde.

Vom U-BooLkrieg.

Die tägliche U-Boot-Bente.

Unsere U-Boote haben an der Ostküste Englands, im Aermelkanal und in der Irischen See neuerdings 5 Dampfer und 4 englische Fischersahrzenge mit zu­sammen 2O0CÖ Brnttoregistcrtonncn versenkt. Die Dampfer waren ohne Ausnahme bewaffnet und tief- beladen, darunter ein besonders wertvoller Fracht­dampfer von 0000 Tonnen. Ein Dampfer wurde ans stark gesichertem Geleitzug herausgeschossen. Den Haupt- anteil an den Erfolgen hat Kapitänleutnant Hundrus.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Tic Speisekammern der Berbarrdögcnossen sind verzweifelt leer", heißt es in dem Weihnachts- r.wgramm, das der englische LebenSmittel-Minister Lord Rhondda au Den amerikanischen LebenSinittelkontrollenr Hoover gerichtet har.

Lloyd George erklärt in einer Rede, die er am 14. ^ ezemder vorigen Jahres in Gray's Inn gehalten X)at,wir müssen im nächsten Jahre weitere 3 Mil­lionen Tonnen an unserer Lebensmitteleinfuhr sparen".

Roch deutlicher sind die Klagen, die aus der eng­lischen Presse herüber dringen. So schreibt der Lon­doner Nnwerfttätsprosessor Hearnshaw am 8. Januar unDaily Telegraph":Wir stehen vor einer Hun­gersnot, wie sie selbst im Mittelalter nicht bekannt war".

Horatio Bottvmleh, der bekannte Kriegshetzer und Herausgeber des John Bull schreibt:Das Grollen der Revolution liegt iu der Luft", neben der Hungers­not drohtder Bolschewismus im eigenen Lande". Tenn der Arbeiterwill seine Frau und Kinder nicht ih u n g r i g sehen".

Immer stärker mehren sich in letzter Zeit die Stimmen, die betonen, daß die Zeit nicht mehr wie bis­her für England, sondern für Deutschland und die Reit lelmächte' arbeitet.Tie mächtige Waffe der See­blockade hat sich gegen uns gewandt", klagt Truth VOM 2. Januar.

Und ani 11. Januar klagte Churchill:Um hun­derttausende von Tonnen habe icy den Grauatstahl vermindern müs,rn, für den die Fabrikanlagen bereit stehen, für den die Zünder bereit liegen, auf den die Geschütze und das Geschützpersonal warten, alles nur aus Mangel an Schiffen".

Allgemeine KrisgsnschrichLen.

8906 Gefangene beim Kampf um DammerforS.

Tie Weißen Garden haben in Tammerfors 8000 Gefangene geniacht. Tie Roten Garden verloren 2000 Tote, von denen 1800 Russen waren. Sie verteidigten sich verzweifelt und sollen nach Angaben mehrerer Korrespondenten auch ein weibliches Todesbataillon eingesetzt haben. Nach einem Telegramn: anStock­holms Dagblad" steht auch die Eroberung von Bjoerne- borg durch Weiße Garden bevor. Nach anderen Mel­dungen wurde an der Karelischen Front eine aus über 1000 Manu bestehende Abteilung Truppen ge­fangen genommen und hierbei 11 Kanonen erbeutet.

Amerikaner hinter die Front.

Was haben sie sich alles von der amerikanischen Hilfe versprochen! Und heute? Von den vielen Mil­lionen versprochener Soldaten sind bis heute vielleicht 200 000800 000 zur Stelle, und wieviele davon ge­schlossene Truppenkörper für den Kamps an der Front sind, steht dahin. Die Berichte darüber sprechen zum Teil recht drastisch. So z. B.:

Für den Amerikaner als Soldaten hat der Fran­zose nur ein A ch s e l z u ck e n. Höchstens an ruhigen Frontstellen zwischen zuverlässigen französischen Ver­bünden sei er zu gebrauchen. Es sei zwar eine sehr- große Zahl von Amerikanern in Frankreich, die als Bautruppen und dergleichen hinter der Front dan­kenswerte Arbeit leisteten, wo es aber ans Blutver­gießen gehe, da müßten die Franzosen den Kopf Hin­halten.

Das vorläufige Ergebnis des amerikanischen Krie­ges ist jedenfalls für beinahe alle Beteiligten und Zuschauer eine Kette von trostlosen Enttäuschungen und wird es so wohl auch bleiben

Neber die KriegsbrauchbaAeit derSammies" schreibt der Offizier-Kriegsberichterstatter Lentnant von Holländer u. a.:Irgendwelches Interesse für den Krieg selbst zeigen die Amerikaner nicht. Sie sind militärisch ganz von den Franzosen abhängig und noch völlig unselbständig. Stumpfsinnig ordnen sie sich den Franzosen unter. Von Franzosen wird ihre mangelhafte Ausbildung verbessert, von Fran­zosen werden sie in Stellung geführt, unter dem Kom­mando von Franzosen arbeiten sie, und zwischen Fran­zosen gemischt kämpfen sie.

Wann ihre Selbständigkeit erwachen wird, ist schwer zu sagen. Dort, wo der Soldat kein Ziel

erkennt, für das zu kämpfen lohnt, dort, iuo statt des vorwärtsdrängenden Willens das Gefühl des Getrie­benseins steht, dort kann schwer der Glaube und der Fanatismus entstehen, der den rechten Soldat macht."

Franzosen vernichten Franzosen.

Tie englische Beschießung der französischen Stadt Laon dauert au. Vom 28. März bis 6. April sind

0000 Granaten in die Stadt gefallen. Täglich wedren einige Zivilisten von den Granaten ihrer Land s-

1 e n t e getötet. Nachdem am Ostermontag 11 Personen eines Leichenbegängnisses zerrissen wurden, können die Opfer nur noch nachts eilig und ohne Geleit zum Kirch­hof geschafft und begraben werden. Die Stadt zerfällt immer mehr, wähl- und sinnlos sucht der Franzose seine Ziele. In der Stacht vom 5. zum 6. April trafen mehrere Schüsse das Hospiz, in dem 80 alte Weiblein einen friedlichen Lebensabend erhoffen. An­dere sielen in das Krankenhaus, in dem 200 Kranke meist Kinder und Frauen liegen. Man ist « gezwungen, die Kranken nunmehr in feuchten Kellern j zu bergen. Tie einzige Hoffnung der Laoner ist, daß j ein deutscher Sieg die Kampflinie wieder weiter von der Stadt entfernen möge. Von der Einsicht und dem Mitleid der französischen Heeresleitung erhoffen sie nichts mehr.

Eine neue Friedeuspartei in Frankreich.

Elcn.enccauS Stellung erscheint durch die Grün­dung einer neuen ParteiEvalition Republicaine" auße» ordentlich erschwert. Das Parteiprogramm hat un nZen-ua^'n den vier, von den Mittelmächten an­genommenen Punkten den ^ujonschen Programms zu- gestimnlt Besonders auffallend ist es, daß die Annexion (s 1 1 - Lothringe ns k-:ne Erwähnung findet. \

Das Programm greift die Regierungr,.^.^ heftig an und verurteilt die Verhaftung der französischen Frie­dens freunde. VvZH: der der Partei ist Talbier.

Heimsuchung von Luxemburg.

Tie Ausschreitungen gegen die Neutralen dau­ern an. Stadt und Bahnhof Luxemburg wurden am 5. April von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Dem Bombenabwurf fielen bisher 6 Personen zum Opfer von denen 4 tot und 2 schwer verletzt sind. Der an­gerichtete Sachschaden ist gering.

* * *

Der türkische Sieg am Jordan.

Das türkische Hauptquartier teilt jetzt Einzelhei­ten über die Bedeutung der Kämpfe am Jordan mit:

Gewisse Anzeichen ließen voraussehen, daß die Engländer den Jordan in Richtung auf Aman über­schreiten würden, um die Eisenbahnlinie abzuschnei- den, die mit Rücksicht auf die Verbindung mit den Truppen im Hedschas sehr wichtig ist. Durch diese Operation wollten die Engländer wahrscheinlich end­gültig die Gefahr beseitigen, die ihrem rechten Flügel droht, und die Beduinenstämme politisch beeinflussen. ; Am 83. März erzwang der Feind mit überlegenen Kraf- ! Len den Uebergang über den Jordan und rückte rasch in z breiter Front in Richtung auf die Eisenbahnlinie vor. Rur an einem einzigen Punkte konnte er jedoch die Eisen­bahnlinie unterbrechen. Aman wurde durch eine kleine Schar Truppen tagelang heldenmütig verteidigt. Wäh­renddessen kamen infolge des ans das Fünffache der gewöhnlichen Leistung erhöhten Eisenbahnverkehrs von Nord und Süd herbeigeführte türkische und deutsche Truppen ihren Kameraden zu Hilfe, die sich in ziem­lich bedrängter Lage befanden. Oberst Essad Bey griff nördlich Salt an, und infolge Gefährdung der rück­wärtigen Verbindungen sahen sich die Engländer ge­zwungen, am 1. April den Rückzug auf steilen Ge- birgSpfaden anzutreten. Am 2. April wurde Salt wiedererobert und die Verbindung mit den aus Aman kommenden Truppen hergestellt. Am selben Tage wurde auf der Verfolgung die Straße El Salt Jericho erreicht, obwohl der Feind Verstärkungen her­angeführt hatte. Letztere wurden gezwungen, dre Flucht zu ergreifen. Der Feind zog sich in voller Auflösung gegen den Jordan zurück. Diese Niederlage der Eng­länder wird sicher auf die Stämme Eindruck machen.

P-litische NrmdschaR.

Der Bolschewist Joffe, der Führer der letzten Delegation in Brest-Litowsk, ist zum Botschafter in Berlin, Kamenew zum Botschafter in Wien ernannt

worden

*

:: Keine Neve des Reichskanzlers. Die Meldung einiger Blätter, daß der Reichskanzler Dr. Graf von Hertung die Reichstagsverhandlungen mit einer gro­ßen politischen Rede eröffnen werde, wird uns als un­richtig bezeichnet. In der gegenwärtigen Lage liegt für den Reichskanzler kein Anlaß vor, zu weitgreifenden Ausführungen das Wort zu nehmen.

:: Ein Streit zwischen Bayern und dem Reichs­schahamt ist ausgebrochen und wird von bayerischer Seite in der Presse mit einiger Erbitterung geführt. Es handelt sich um den Ersatz der von Bayern veraus­lagten Frühdruschprämie durch das Reich. Die beiden streitenden Parteien einigten sich jetzt dahin, das RechtSguLachten einer aus drei vollkommen un­beteiligten Herren bestehenden Kommission einzuholen. Das Gutachten wird sodann dem Reichskanzler zur Vorlage gebracht werden, der aus Grund desselben entscheiden wird.

:: Zu der Verhaftung des HanpLmamrs v. Bcer- sclde meldet derVorwärts":DerTag" meldete

kürzlich, daß der Hauptmann v. Beerfelde ans dem stellvertretenden Generalstad wegen Verbreitung der Lichnowsky-Denkschrift verhaftet worden sei. Das ist nach unseren Informationen in dieser Fornr nicht zu­treffend. Hauptmann v. Beerfelde war aus dem Kriege mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse, aber als leidenschaft­licher Friedensfreund zurückgerehrt. Im Hause des GeheimratS Witting erhielt er im Herbst v. IS. von der Tenkschrtst Lichnowskys Kenntnis, deren Inhalt ihn tief erschütterte. In der Meinung, seinem Lande durch Verbreitung der Wahrheit dienen zu müssen, ließ er die Denkschrift ohne Vorwissen WittingS in mehreren Exemplaren vervielfältigen, die er dem Kron­prinzen, Ludendorff und einer Reihe bekannter Po­litiker übersandte. Daraufhin wurd v verhaftet und wegen Ungehorsams gegen einen militärischen Befehl vor Gericht gestellt. Ein höherer Offizier behauptete nämlich, er habe Herrn v. Beerfelde jede politische

Betätigung verboten und durch die Üebertretung dieses Verbots sollte sich der Hauptmann schuldig gemacht haben. In der Verhandlung bestritt Herr v. Beer- felde, jemals einen solchen Befehl erhalten zu haben, und sein Vorgesetzter blieb als Zeuge bei seiner ersten Aussage nicht stehen. Der Angeklagte wurde insolge- dessen in zwei Instanzen rechtskräftig freigesprochen. Er beruhigte sich jedoch nicht dabei, sondern verfaßte eine Beschwerde gegen seinen Vorgesetzten, in der er schwere Beschuldigungen gegen diesen erhob. Infolge­dessen wurde er abermals verhaftet. Mit der Ver­breitung der L i ch n o iv s k y - Denkschrift hat diese Ver­haftung also nur mittelbar etwas zu tun."

Geheimrat Witting, geb. Witkowsky, Direktor der Nationalbank, ist ein Bruder desZukunft"-Heraus- gebersMaximilian Harden", gleichfalls geborenen Wit- kowsry.

Wie Witting in den Besitz der Lichnowsky-Schrift kam, wird nicht angegeben.

:: Tie Zwangsabgabc eines Anzugs soll nach einer Zeitungsmeldung allen s. Zt. zum Wehrbeitrag veran­lagten Personen auferlegt werden, um auf diese Weise 750 000 Anzüge heranzuschaffen für die Hilfsdienst- pslichttgen in der Etappe. Eine b t n dende Entschlie­ßung will die Reichsbekieidungsstelle aber noch nicht gefaßt haben. Sie steht aberauf dem Stand­punkt, die benötigte Anzahl von Bekleidungsstücken für die Rüstungsindustrie und Landwirtschaft durch eine gleichmäßige und geregelte Umlage bei allen Kommunalverbänden im Reiche durch eine freiwillige Abgabe von der wohlhabenden Bevölkern c, gegen E nt- gelt zu erwerben. Hierbei sollen die bestehenden Richtpreise für die Altkleiderabgabe bis zu 30 Prozent erhöht werden. Ten Schlüssel für die von den ein­zelnen Kommunalverbänden aufzuöringende Anzahl von Bekleidungsst....en bildet eine.s.nts die Einroohner- zahl und andererseits der in den Konttn.uv.aloer-iänden aufgebrachte Weyrbeitrag."

:: DieZEG", die Zentraleinkaufsgenossenschaft, gibt bekannt, daß sie 1915 bei einem Umsätze von 100 Millionen 330 000 Mark Gewinn erzielte, 1916 keinen Gewinn. Für das Reich seien bisher Ueberschüsse nicht erzielt worden.

Oesterreich: Kaiserreise nach Istrien.

% Kaiser Karl nahm kürzlich eine Vereisung Istriens vor. Er fuhr zunächst nach Albona, wo er sich über die Produktionsverhältnisse des nahen Kohlenberg­werkes Carpano und über die Lage der Arbeiterschaft berichten ließ, liebet* Fianona ging die Fahrt längs der istrischen Ostküste nach Abbazia, wobei der Monarch sich mit den Vertretern der verschiedeeun Behörden und der Aerzteschast unterhielt und Feldspitäler be­suchte, wo er eine große Zahl kranker Offiziere und Mannschaften ansprach.

Polen: Tic Buße der Stadt Warschau.

% Da der Warschauer Magistrat die Buße von 25 000 Mark, welche der Stadt Warschau wegen der Vorfälle nach Bekanntwerden des Friedensvertrages mit der Ukraine am 14. Februar auferlegt war, bis­her trotz Mahnung nicht zahlte, benachrichtigte der deutsche Polizeipräsident den Magistrat, daß die aus­erlegte Strafe von den der Stadt gebührenden Ein­gängen in Abzug gebracht werben würde, welche sich in den Händen der Okkupationsmächte befinden.

Schweiz: Delegierte nach Berlin.

; Wie dieGazette de Lausanne" mitteilt reisten Zwei schweizerische Delegierte nach Berlin, um die Frage der G e l e i t s ch e i n e der Schiffe mit schweizerischer Ladung zu erörtern. Dieser Schritt ist auf Anregung des deutschen Gesandten in Bern unternommen.

Ans aller Welt.

** Dampfer-Katastrophe 26 Passagiere tot. In­folge eines Zusammenstoßes auf der Donau in der Nähe von Tas werden nach den bisherigen Meldungen 26 Passagiere des DampfersDrina", der 366 Reisende an Bord hatte, vermißt. 14 sind verletzt.

** Wunderbare Wandlung. Ein Bürger einer nordschleswigschen Stabt schickte kürzlich eine Kiste mit Speo. an einen Verwandten in der Großstadt. Sicher­heitshalber bezeichnte er den Inhalt der Kiste auf dem Frachtvermerk mitRüben". Tie Sendung ging auch glatt durch, aber als der Empfänger am Bestim­mungsort sie öffnete, zeigte es sich, daß sie wirklich Rüben enthielt, und gar nichts anderes. Unterwegs hatte der Speck, der Angabe auf dem Frachtbrief e n t i p r e che n d, eine Verwandlung durchgemacht.

** Ein Rauchverbot für Jugendliche im Kreise Riederbarnim, dem industriellsten Riesenkreise nord­östlich-nördlich von Berlin, ist vom kommissarischen Landrat v. Bcedow erlassen worden, um ans gesund­heitliche.: Gründen dem ui neuerer Zeit unter der Her­anwachsenden Jugend immer mehr ^ and nehmen­den Tabakrauchen und seinen schädlichen Folgen zu steuern. Tas Kaufen von Tabak usw. und das Rauchen auf öffentlichen Wegen ist danach Personen unter 16 Jahren verboten. Es ist auch verboten, an solche Ju­gendliche 'die zum Tabakrauchen erforderlichen Gegen­stände zu verkaufen oder im Gewerbebetriebe abzu- geben.

** Der Revolver im Kramkorb. In Waltersdorf (Laus.) suchte die Frau des Gutsbesitzers Stopp in einem Korbe nach einem Papier. Dabei griff sie einen unter einem Kleidungsstück liegenden geladen:.: Revol­ver. Dieser ging los, und der Schuß traf sie tödlich.

** Kindertod im Schützengraben. Bei Augsburg hatten Kinder dortSchützengräben" ansgehoben, die fast Mannestiefe erreicht haben. Plötzlich gab das Erd­reich nach und begrub 4 Knaben. 2 konnten sich noch herausarbeiten; der 3. wurde in bedenklichem Zu­stande nach dem Krankenhause gebracht und der 4. konnte nur mehr als Leiche geborgen werden.

* Das Kriegsgericht zu Tilsit verurteilte den Kauf­mann Georg Magus aus Mädewald wegen Pferde­schmuggels aus Rußland zu 24 000 Mark Geldstrafe.

* Wegen Diebstähle im Krefelder Stahlwerk waren vor der Krefelder Strafkammer 35 Personen angeklagt, die Werte in Höhe von rund 300 000 Mark verun­treuten. Es gab bis zu drei Jahren Gefängnis.