Steuern und
Kriegsentschädigung.
Mit der Frage der Kriegsentschädigung beschäftigt sich die „Deutsche Tageszeitung" in einem längeren Aufsatze, der lehrreiches und interessantes Material zur Beurteilung der Reichslage zusammenstellt.
Ter Aufsatz führt aus:
„Nach der ausgezeichneten Denkschrift von Ger- . . . betrug im letzten Jahre vor dem Kriege.
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nugtuung fest, datz letzt Enalimd den junger am eigenen Leibe bitter zu spüren bekommt:
„Hier sängt es, Gott sei Dank, an, mit der Verpflegung mulmig zu werden. Butter und Zucker gibt es schon lange nicht mehr, Marmelade, Fett immer selten. . ebenso Rauchwaren, Streichhölzer. Alles rationiert und nur zu gleich abgemessenen kleinen Teilen durch unsere Nahrungsmittelkommissionen zu beziehen
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Milliarden bewegen, was zu 5 Proz. einen Zin- >on 6,5 bis 6,75 Milliarden jährlich ergibt.
senaufwand von o,^ wv v-. y ^«.
Hierzu treten die Aufwendungen für die Jnvaliden- und Hinterbliebenenrenten, die -Vervrsserun- gen der B e a m t e n b e s o l d u n g und der Arbeiter- löhne und die allgemeine Erhöhung der Generalunkosten, die von Dr. Paul Franz . . . auf insgesamt 5,3 Milliarden jährlich veranschlagt werden, so daß sich als Gesamtsumme des jährlichen Mehrbedarfs rund 12 Milliarden ergeben. Hierzu den Etatsbetrag des letzten Friedensjahres mit 2 Milliarden addiert, ergibt in Zukunft eine Summe von 14 Milliarden, d. h. mehr als den sechsfachen Betrag des Bedarfs von 1913.
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zu kaufen.
Die F l e i s ch l i e f e r u n g hat unser Fleischer, wie ich heute Hörte, gekündigt. Im Nachbarlager sollen sie schon seit einiger: Tagen (seit 1. Januar) kein frisches Fleisch mehr erhalten haben, aber noch Büch- seusleisch haben . . . Hier ist es ziemlich kalt, meist unter Null, öfter aber ist Kohle nicht zu kaufen, dann ist der Aufenthalt in dem ohnehin sehr luftigen Sommerschlößchen sehr unbehaglich."
_ Wie dieser tapfere deutsche Offizier, werden alle unsere Gefangenen in England denken, denn die Not iti England bedeutet den Weltfrieden.
Dazu kommt weiterhin die Steigerung der Ausgaben
in den Bundesstaaten und Gemeinden, eine Steigerung, die man angesichts der Verhältnisse im Reich und des Umstandes, daß, abgesehen von den Aufwen- dungen für Renten, auch für Bundesstaaten und Gemeinden dieselben verteuernden Momente in Frage kommen, mit 100 Proz. nicht zu hoch ansetzt. Namentlich wenn man das Tempo der Bedarfssteigerung bereits vor dem Kriege in Betracht zieht. Stiegen doch in der kurzen Zeitspanne von 1907 bis 1913 die Gesamtaufwendungen von 3,270 auf 5,078 Milliarden, d. h. auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet von 52,75 auf 75,83 Mark. An welcher Kopfquote die Besitzsteuern mit 30,02 bzw. 50,68 Mark beteiligt waren. Legt man die oben angeführten Ziffern für den staatlichen und kommunalen Steuerbedarf zugrunde, so kommt man bei einer 100prozentigen Erhöhung auf den Gesamtbetrag von 5,8 Milliarden, so daß den 5,078 Milliarden des Jahres 1913 für Reich, Bundesstaaten und Gemeinden nurtmehr 19,8 Milliarden gegenüberstehen.
Diese Summen müssen im Falle eines entschädigungslosen Friedens in voller Höhe in Gestalt von Steuern von dem deutschen Volke selbst aufgebracht werden.
Es ist kein Zweifel daran möglich, daß dabei ein erheblicher Betrag auf dem Wege der direkten Besteuerung von Einkommen und Vermögen eingetrieben werden müßte. Nehmen wir an, daß von den 12 Milliarden Mehrbedarf des Reiches auch nur ein Drittel auf Besitzsteuern entfiele, so ergäbe sich für Reich. Bundesstaaten und Kommunen zusammen ein Betrag von 6,9 Milliarden Mark neuer Besitzsteuern.
Nun ist hinlänglich bekannt, daß die direkte Sleuer- belastung bereits vor und in dem Kriege eine Höhe erreicht hat, die zu den schwersten Bedenken Anlaß gibt. Der Syndikus der Kölner Handelskammer Wiedemann hat durch eine Umfrage festgestellt, daß die direkte Besteuerung der Einkommen aus Hände! und Industrie sich auf 15-/4 bis 24 Proz., in Gemeinden mit höheren Kommunalzuschlägen auf 30 Proz. und höher beläuft. Was angesichts dieser Situation die Deckung des Nachkriegsbedarfs aus eigener Steuerkraft bedeuten würde, erhellt ohne weiteres, ergibt sich aber auch aus der Gegenüberstellung dieses Bedarfs von 19,8 Milliarden mit dem bisherigen Gesamteinkommen der Nation, das auf 30 bis höchstens 40 Milliarden jährlich veranschlagt wird.
Es ist der besondere Ehrgeiz der Bundesstaaten gewesen, im Wetteifer miteinander ihre Steuergesetzgebung tunlichst nach sozialen Gesichtspunkten zu orientieren, die untere Steuergrenze möglichst hoch zu legen, mit Steuererleichterungen, Kinderprivileg, Freilassung von einmaligen und Teuerungszulagen weitherzig zu sein: und noch unmittelbar vor dem Kriege bestanden bekanntlich Bestrebungen, die Grenze der Steuerfreiheit weiterhin zu erhöhen. Es unterliegt wohl keinem
Das letzte Aufgebot.
frei el daß diese Entwicklung bei einer Belastung des
eigenen Volkes mit den gesamten Kosten des Krieges sür alle absehbare Zeit abgeschlossen wäre. Wie England, das bekanntlich schon während des Krieges an die Schaffung ergiebiger neuer Steuerguellen gegangen ist, sich zur scharfen Erfassung auch der unteren Einkorn- menstufen, zur Herabsetzung der Grenze der Steuer- ^elheit und zur Beseitigung der Vergünstigungen für Minderbemittelte hat verstehen müssen, so würde man in Deutschland unweigerlich ebenfalls vorzugehen haben, ^as Bestreben der Verschiebung der Belastung zugunsten der Minderbemittelten aus die Wohlhabenden, wie es in der ganzen Steuerentwicklung der letzten Jahrzehnte im Reiche und auch in den Bundesstaaten zutage trat, die Verkümmerung weiter Gebiete der indirekten Steuern, wie sie das Zollgesetz von 1902 durch die Bestimmungen hinsichtlich des Abbaus der indirekten Steuern in Staat und Kommunen zur Folge hatte, ließe sich nicht weiter aufrechterhalten. Auch die Schichten müßten unter ganz erheblichen Steuerdruck aus direkten und indirekten Steuern gestellt werden."
Englands Brotkorb.
Die deutschen Gefangenen und -!e fUt irr VngLand.
,Die immer kritischer werdenden ErnährungSver- haltnifie in England, die auch von der englischen Presse kaum mehr verschleiert werden können, beleuchtet in anschaulicher Weise ein der englischen Zensur entgangener Brief eines gefangenen deutschen Offi- Siers an seine Verwandten in Deutschland. Trotz r>er nicht geringen Entbehrungen, die der stetig wachsende Mangel an Nahrungsmitteln auch für die Insassen dss Gefangenenlagers mit sich zu bringen vtoyl, stellt der Brtesfchreider mit freudiger Gv-
Eines der bedeutendsten Gemälde des Altmeisters Franz von Teftegger führt den Namen „Das letzte Aufgebot". Es ist geschaffen zur Jahrhundertfeier deS Heldenkampses der Tiroler im Jahre 1809 gegen die Truppen des ersten französischen Kaiserreichs.
Ta sehen wir nun die Tiroler Bevölkerung jeden Alters und Geschlechts, die auf den Ruf Andreas Hofers hin zu den Waffen gegriffen hat, um in dieser Schick- salsstuiide der Tiroler Freiheit, an der Abwehr der welschen Eindringlinge mitzuwirken. Ta schreitet, gebeugt schon von der Fülle der Jahre und hartem Kampf mit den Gewalten der Natur, der weißhaarige alte Tiroler Bauer, die schwere, von den Vätern ererbte Streitaxt geschultert, einher neben dem kaum dem Knabenalter entwachsenen, noch bartlosen jungen Burschen; der Schmied ist von seinem Amboß herbeigeeilt, um sich dem Befreiungszuge anzuschließen, gemeinsam mit den tapferen Frauen des Landes, die durch die Stunde der Gefahr gewachsen, auch ihre Kraft in der Zeit der Not dem geliebten Vaterlande zur Verfügung stellen wollen. Alle Stände und Berufe sieht man vertreten und todesmutig, den ruhigen Ernst der Stunde in den Zügen, aber voller Gottver- trauen schreitet der Zug einher.
In einer gleichen Schicksalsstunde befindet sich jetzt unser Vaterland. Auch an uns ergeht jetzt das letzte Aufgebot. Nicht mehr wir früher, als es geordnete, stehende Heere noch nicht gab, sollen wir Daheimgebliebenen dem Vaterlande unser Leben und Blut zur Verfügung stellen. So viel verlangt man von uns nicht. Wir sollen nur unser Gut darbringen und auch dies nicht, ohne daß uns das Reich dafür eine vollwertige Gegenleistung gibt, indem es unser Schuldner werden und unser Darlehen dazu noch hoch verzinsen will.
Im Osten ist der Ring gesprengt, mit dem häßlicher englischer Krämergeist uns zu ersticken und unsere Lebensader abzubinden unternahm. Diese Absicht ist elend mißlungen. Aber im Westen ist der Ansturm der Feinde noch nicht gebrochen. Durch Amerikas Beitritt und Hilfe ermutigt, wollen unsere Feinde dort nochmals mit allen Mitteln das versuchen, was Rußland mißlang, Deutschland zu demütigen und seine wirtschaftliche Kraft aus Jahrzehnte lahmzulegen. Sie wollen unbelehrbar durch die bisherige Kriegsgeschichte, an dieser Front nochmals alles auf die letzte Karte setzen, um wenigstens hier den Krieg zu ihren Gunsten zu entscheiden.
.Hierbei spekulieren unsere Feinde, auch dies zeigten die Ereignisse des letzten Winter» zur Genüge, darauf, daß die Einigkeit im Innern, die Deutschland drei Jahre lang befähigte, dem Ansturm von vier Fünfteln der Menschheit die Stirne zu bieten, in Trümmer gehe und unserem siegreichen tapferen Heere ein weiteres Ausharren durch inneren Zwist unmöglich gemacht werde.
Sie sollen sich täuschen: Wie einst beim Tiroler letzten Aufgebot ein Jeder, ob Mann oder grau, ob arm oder reich, ob jung oder alt. zu der ihm nächsten Waffe griff und dem allgemeinen Zuge zur Rettung des Vaterlandes sich anschloß, so wollen und müssen auch wir bei dem nunmehrigen letzten Aufgebot, das durch die 8. Kriegsanleihe an unS ergeht, alle unsere Ersparnisse, was eben verfügbar ist. dem Daterlande freudig zur Ermöglichung eines weiteren siegreichen Widerstandes anvertrauen.
Beteiligen wir uns alle bei diesem Aufgebot, bleibt keiner, der opsern könnte, zurück, so wird die von den verblendeten feindlichen Machthabern auch jetzt schon mühsam zurückgehaltene Friedenssehnsucht ihrer Völker sich nicht mehr unterdrücken lassen, sie werden einsehen, daß ein weiterer Kamps für sie aussichtslos ist und dieser Einsicht folgend wird dann auch bald tm Westen und aus den anderen Kriegsschauplätzen endlich das harte Ringen ein Ende nehmen und wieder Frieden einkehren in Deutschlands Gauen.
Darum auf zum letzten Aufgebot, zur 8. Kriegsanleihe! ?. 6.
E t nz e th a s t gehalten. Ber guter Fuhruua rückt der Gefangene nach vier Monaten in die zweite Klasse aus.. Er erhält zur AnstaltSkleiduna ein rotes Land arbeitet in gemeinschaftlicher Werkstätte, bekommt eine kleine Arbeitsbelohnung, eine Verpfle- gung.-Zillage und Bücher. Die e r st e .blasse trägt blaue AroertsNerbung, erhält erheblich höhere Arbei^beloh- nung, nimmt an jedem zweiten Sonntag an einer Vortragsstunde teil und hat wöchentlich eine Turnstunde. ^ lc ^ellenausstattung ist reicher und freundlicher. Nur Angehörige der ersten Klasse können zur bedingten Entlassung oder zur Begnadigung vorgeschlagen weroen. > ^ uptdrsz r p linär m i ttel ist die längere
Z rr r u ck h a l t n n g ln einer unteren Stufe oder die Zu- ruckversetzung in eine niedere Klasse. Wer in die dritte sV äuruckver etzt werden mutz, kommt in die Straf- Claffe 3 A und verliert dadurch alle Vergünstigungen.
. oeber Gefangene hat nicht nur das Recht, sich beim Wilden zu lassen., sondern es ist außerdem angebracht, in den die Gefanaen-nr fMistlicheMitteilungen sür den Direktor einwersen r$ n \-f*V.?A r 2lrbeitsbetrieb — Gartenbau. Feldwirt- tf htJ f SiV ei# Schneiderei, Schlosserei - hat das ^fangenen in einem Beruf so vollständig auszubrlden, dag fie darin später ohne weiteres ihr Unterkommen finden können. }
Das erste deutsche
Zugendgefäugnis.
Am 1. Juli 1912 ist in Deutschland das erste Jugendgefängnis eröffnet worden: in Wittlich an der Mosel. Zum Tage des fünfjährigen Bestehens dieses neuartigen Gefängnisses hat das Preußische Ministerium des Innern einen Bericht erstattet, aus dem der Vortragende Rat im Justizministerium Geheimer Juftizrat Dr. Friedrich Preiser in der „Zeitschrift sür die gesamte Strafrechtswissenschaft" bemerkenswerte Angaben mitteilt:
Das Jugendgefängnis in Wirtlich bietet Raum für 169 Gefangene. Es ist bestimmt für junge Leute im Alter von 18 bis 21 Jahren, die eine Strafe von einem Jahr und mehr zu verbüßen haben. In der Anstalt ist der progressive (stufenweise fortschreitend) Strafvollzug eingeführt. ES bestehen drei Klassen oder Slusen. Die Strasklasse 3A, die dritte Klasse, die jeder Neu aufgenommene zunächst auf vier
«inÄfr 300 f rü6 L rc fassen dieses Jugendgefäng- MsseS stehen tm Heere. Soweit von ihnen Nach- nchten vorliegen, haben vierzehn das Eiserne Kreuz ?.^lten, drei sind zu Unteroffizieren, zwei zu Ge- fterten befördert, 21 sind verwundet worden mehrere darunter zwei- und dreimal, und fünf sind' gefallen. En, abschließendes Urteil über den Wert der Anstalt kann heute noch nicht gefällt werden. Dazu ist 'der Zeitraum seit ihrer Einrichtung noch zu kurz. Doch zottt ,ht. Preiser den Leistungen dieses ersten deutickeu Jugendgefängnisses in Wittlich vollste Anerkennung Er erblickt in der Gründung dieser Anstalt einen verheißungsvollen Schritt vorwärts auf der Bahn einer gesunden, zukunftsreichen Fortentwickluns des Geiäna- nlSwesenS.
Vom A-BoOtkrie§.
3* 4M T.rmeir.
W,. ^ m c n -, (Amtlich.! Im «Sperrgebiet
de» MtttelmeereS versenkten unsere Unterseebrvte sieben. Dampfer von etwa 3 3 000 Br.-Reg.-To.
Immer wieder Ans Seleitziigen.
Berlin, 1. April 1918. Eines unserer Unterseeboote, Kommandant Kapitänleutnant Wenninger. hot ,m westlichen Teil des AermelkanalS 6 Dampfer und 1 Segler mtt zusammen über 22 444 Arttttsre-ifter- tsrmen vernichtet. Fünf der versenkten Dampfer wurden aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen.
Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische bewaffnete Dampfer „Lady Cory-«right" (2516 To.) mit Kohlenladung, ein englischer bewaffneter Dampfer vom Cinheitstyp von etwa 5500 To., ein mindestens 7000 To. großer bewaffneter Dampfer und ein Tankdampfer. Der Segler war der französische Raaschuner „Fileur". Der Ches des AdmirilstibeS der Marine.
Auf Mine -elAttfcn.
Am Sonnabend früh ist nördlich von Vlieland in Holland innerhalb der holländischen Hoheitsgewässer das holländische Torpedoboot „G. 11" aus eine Mine unbekannter Nationalität gelaufen. Die Besatzung, von der nur ein Mann vermißt wird, wurde von einem anderen holländischen Torpedoboot ausgenommen. Man versucht, das havarierte Torpedoboot zu bergen.
Allgemeine KriegsnachrichLen
,n
Monate etntrrtt, wird Dag und Nacht in strengster
Ssgar neutrale SLäVte.
Am 28. März haben feindliche Flieger die Stadt Luxemburg angegriffen. Außer starkem Häuserschaden sind bisher zehn Tote gemeldet. Unter ihnen J befindet sich ein deutscher Soldat.
Offenbar hat da wieder ein englischer Flieger- ossizier den unerreichten Hochstand der englischen Bildung zu erkennen gegeben, indem er Luxemburg sür deutsch hielt.
Tie West-emokraterr sür den Zarismus.
In Lausanne erscheint seit kurzem ein neues Wochenblatt in französischer Sprache, „L'Ukraine", das u. a. zu melden weiß, von London und von Paris aus bemühe man sich, den Zarismus wieder herzustellen.
Zu der dafür wirkenden Londoner Gruppe gehörten der bekannte englische Großindustrielle Bickers und Dakowitzki, der frühere Vertreter der Petersburger Preyagenlur, fetzt ber Reuter als Zensor für russische Berichte angestcllr. Ter Pariser Gruppe sollen der Eredit Lyonnais, Jswolskt. der frühere russische Botschafter in Paris, der russische Militärattachee Iguanen) und General Zanktewitsch angehöreu. Auch Gräfin Benckendorsf, die Witwe des früheren russischen Botschafters in London, General Gurko und Großfürst Michael spielten eine Rolle in dieser Bewegung.
Schwere Niederlage der „Roten" in Finnland.
Wie die Abendblätter melden, hat die finnische Rote Garde bei Tammerfors eine ernste Niederlage erlisten. Sie verlor beim Rückzuge 10 000 Gefangene,
31 Kanonen und 113 Maschinengewehre.
Der Friede mit Rußland.
Der Austausch der deutschen und der russischen Ratifikationsurkunden zu dem am 3. März in Brest Unterzeichneten Friedensvertrag und dem Zusatzvertrag ist am Freitag im Auswärtigen Amt zwischen dem stellvertr. Staatssekretär Freiherr von dem Bussche- tzaddenhausen und dem russischen Sondergesandten P. Petroff vollzogen worden. Herr Petrosf, den der Moskauer Kongreß als Berichterstatter über die auswärtigen Angelegenheiten mit der Uebermittlung der Ratifikationsurkunde betraut hatte, reiste gleich nach Moskau zurück.
Der Austausch der Ratifikationsurkunden zwischen Rußlarid und den mit Deutschlaiid verbündeten Mächten wird Nachfolgen, sobald die beiderseitigen Urkunden im Auswärtigen Amte vorllegen.
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