Ausgabe 
19.3.1918
 
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Verlag derGieste«er Zeitung", Gießen.

Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klein.

Nr. 23. Telephon Nr. ML. Dienstag den 19. März 1918,

teie»»0«Ht. m->. 31. Jahrg.

Im Westen stärkere ErkuudungSgefechte.

138 Flugzeuge mr0 18 Fesselbisüo^e im Februar herabgeschssssn.

Mllicde deuUcbe cagesbericbir.

27000 Connon

DU Beute des Rriegerprobten ..U. r§".

Berlin, 15. z. Im westlüNn Hlittelmeer wurden durch unsere Unterseeboote 8 Dumpfer und 1 Segler: von zusammen mindestens 27OOO Bru-'tore gistertonnen versenkt. Im b sonderen bftdlißt ist an diesen ErfolgenU. 35". Kommandant Kopitänlcutnanr Arnauld de'ka Pertyee. Dieser bewährte Kommandant hat in zwcieinhaibjähriger Tätigkeit im Mittelmeer mit srinem kciegeiprobtcn Boot an Schiffsraum rund eine halbe Million Bruttoregistectonnen versenkt.

Der Chef des Admiralstabcs der Marine.

wtb. Großes Hauptquartier, 16. März. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Nuppcecht.

Am Abend und während der Nacht wor^die cng- ltsche Artillerie namentlich zwischen Acras und St. Quen­tin sehr tätig. Durch feindliches Feuer und Bomben- abwurf auf rückwärtige Ortschaften rntstanden in Menen und Halluin größere Verluste unter der Bevölkerung.

Heeresgruppen Deutscher Kronprinz.

von Gallwitz und Herzog Albrecht.

Oestlich von Reims, aus beiden Maasufern, sowie an der lothringischen Front bei Mulzach und Blamont war der Feuerkampf tagsüber gesteigert. BkidnsiitS von Ocncs bli.b er auch öle Nacht hindurch lebhafl Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquarttccmeister: Ludendorss.

Berlin, 16. März, abends. Von den Kriegsschau­plätzen nichts Neues.

15 000 tonnen versenkt.

Berlin, 16. z Auf dem nördlichen K-iegs- schaupiatz haben unsere Unterseeboote neuerdings 15000 Br.'Neg. To seindlichen HandelsschiffsraumcS versenkt.

Der Chef dcS Admiralstabes der Marine.

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Wtb Großes Hauptquartier, 17. März. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern war von mittag an die Arüllerictätig- keit gesteigert. An der übrigen Front beschränkte sie sich auf Störungsfeuer. Es lebte am Abend vielfach auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz und Gallwitz.

An der Aillette, südwestlich von Berry au Bac so­wie in Verbindung mit einer erfolgreich dmchgksührten Unternehmung bei Tahure zeitweilig erhöhte Gefechts- tätigtest Nach zehnstündiger Fcuervorbcreitung stießen französische Abteilungen westlich von Avorourt auf brei­ter Front vor. Teils hielt unser Feuer sie nieder, teils warf unsere Infanterie sie im Nahkampf zurück. -- Starker Artilleciekampf hielt tagsüber und vi lfach auch während der Nacht auf dem Ostufer der Maas an. Unsere Infanterie brach an mehreren Stellen zu Erkun­dungen vor. Kurhlssrsche und waldccktsche Stoßtrupps drangen bei Samogn^ux, badische Kompagnien bst Beaumont, sächsische Sturmtcnppen bei Bezonvaur tief in die feindlichen Stellungen ein und brachten mehr

als 200 Franzosen, darunter einen Bataillonsstab, ge­fangen zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Im Parioymalde sowie in der Gegend von Bla­mont und Badonvilleis rege Tätigkeit des Feindes.

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Im Lustkawps und von der Erde aus wurden gestern 17 f° indische Flugzeuge und 2 Fesselballone ab geschossen.

Von dcn anderen Kriegsschauplätzen n chts Ncucs.

Ter E sie Generalquortie meister: Ludendorss.

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Berlin, 17 März, abends. Von den Kriegs' schauplätzen nichts Neues

25000 tonnen.

Berlin, 17 März. Im mittleren Mtttelmeec versenkten unsere Unter fee boote 6 Dampfer und einen Segler von zusammen 25(00 Br. Reg. To. Die Damp- sir wurdcn teilweise bei sckwnem Wetter aus stark gesichelten Geleitzügen herausgeschossen.

Ter Chef dis Admiralstabes der Marine.

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wtb. Großes Hauptquartier, 18 März. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern, nördlich von Anmntieres, sowie in Verbindung mit englischen Vorstößen zu beiden Seiten des La Lassec-Kanals war die Artillcrietätigkeit viel­fach gesteigert. An der übrigen Front blieb sie in mäßigen Grenzen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz und Gallwitz.

Zwischen Oise und Aistte, nördlich von Reims und i r einzelnen Abschnitten in dnr Champagne lebte * das Artillensttmr auf In glöhenr Stärke histt cs tagsüber auf beiden Maasuser an.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

An der lothringischen Front und in d n mittleren Vogesen zeitweilige Tätigkeit der Artillerien.

»

An der ganzen Front sehr rege Tätigkeit. Fran­zösische Flieger warfen Bomben ouf die als solche deut­lich erkennbaren Lazarettanlagen von Le Theur. Wir schossen gestern 22 feindliche Flugzeuge und 2 Fes­selballone ab. Leutnant^Kräll errang seinen 2l. Lus'- sieg-

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Im Februar betrug '.er Verlust der seindlichen Luftstreitk. äste an den deutschen Fronten: 18 Fessel­

ballone und 138 Flugzeuge, von denen 59 hinter unseren ßinien, die übrigen jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar abgestürzt sind. Wir haben im Kampf 61 Flugzeuge und 3 Fesselballone verloren.

Osten:

In der Südukraine tuuib? Nikolajew besitzt. Von d>n anderen Kriegsschauplätzen nichts N^ucs.

Der Erste Generalquariiermeister: Ludendorss.

tu

Berlin, 18. März, bends. Von dun Kriegs- schiup'ätzen nichts Neues.

Annahme von Hriegsanleibe an Zahlungen.

Bn den Vcckäuf'N und Versteigerungen aus Be­ständen der Heeres- und Marineve, waltung, die für Kriegszwecke nicht mehr benötigt werden, kann die Zah­lung vorzugsweise durch Hingabe von Kriegsanleihe gcleistct werden. Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei der Demobilisierung zur Abgabe an die Be- nölkriung frei wird, also insbesondere auf Pferd.'Fahr­zeuge und Geschirre; Feldbahngerät, Motorlokomotiven und K.astfahczeuge nebst deren Zubehör; Futtermittel und sonstige Vorräte; landwirtschaftliche Maschinen so­wie Werkz-ug; Fabrikeincichtungen mit den zugehörigkN Rluschinen und Geräten; Eisen, Stahl und andere Me­talle; Holz und- sonstiges Baumaterial; Webstoffe u?d Rohstoffe aller Art. Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe anbieten, werden bei sonst glei­chen Geboten in erster Linie berücksichtigt. Die Kriegsanleihe wird Zum vollen Nennbeträge angerechnet und bis zur Höhe des Kauf- oder Zuschlagspreises in Zahlung genommen.

Als Kriegsanleihe gelten die öprozentigcn Schuld­verschreibungen aller Kriegsanleihen ohne Unter­schied sowie die erstmalig bei der 6. Kriegsanleihe ! ausgegebcmn 4 1 /2pro]entißen auslösbaren Schatzan - ; Weisungen.

Forderungen der EandwirtfcbaTr

Eine aus Hissen und auch aus Nassau außer­ordentlich stark besuchte Versammlung derVereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgebung" und des Bundes der Landwitte", in Friedberg, an der auch verschiedene hessische Landtagsobgeordncte und Land- wirtschastökammer Mitglieder teilnahmen, nahm folgende Entschließung an:

Die Versammlung fordert alle Berufsgenossen aus, in der Erzeugung von Nahrungsmitteln alle Kräfte anzuspannen, und die E zen nifse, soweit es irgend möglich ist, abzugebrn; sie heischt ein besseres gegen- seit'gks Verstehen zwischen Stadt und Land und be. dauert, daß in den LebenSmittelerfassungsstellen fast nur Vertreter der städtischen Verbraucher kreise sitzen. Die Versammlung legt Verwahrung dagegen rin, daß die h ssischen Landwirte stets gegen die Nachbarstaaten bcnackt iligt sind, wie z. B. bei den Kactoffelpreisen. der Speckabgabe, den Schlachtvichpreiseu, den Milch- Preisen und in schroffster Weste bei der Eierabgabe. Die Landwirte erchb.n dagegen Einspruch unb sind über-' zlugt, daß dergleichen Maßnahmen das Gegenteil der Ei Höhung in der Ablieferung Zar Folge haben werden; zu fordern ihre Vertreter in Landtag und Landwirt- schastskammer auf, dabin zu wi-.k n, daß Rücksicht auf die praktischen Verhältnisse genommen wird und daß Erzeuger und Verbraucher n gle cher Weise gehört wer­den: si-' fordern die Gleichstellung der Landwirte Hissens ! mit denen der benachba ten Bundesstaaten. Sollte, so heißt es zum Schluß diesen Forderungen kein Gehör gegeben werden, so schieben die Landwirte denen, die sich der Stimme der Vernunft verschließen, die Ve» antwortung zu, wenn die Verhältnisse in der Volksec- nährung statt zu bcssirn, sich noch verschlechtern wurden.

Die Entschließung wurde nach einer ausgedehnten Aussprache einstimmig angenommen.

durch alle deutschen Lande? Von heute an gibt es nur

einen Willen, eine Pflicht:

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Kriegsanleihe *ei>' - o: