Ausgabe 
16.3.1918
 
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neid bcn Werkverelnen ihre Eigenschaft als Arbeiter Organisation abstreitcn, ist doch ein Beweis für die geistige Veisassung dicsir Wetkvreinsgcgner. Natürlich ist ein Wcrkverein so gut eine Arbeileroiganisation wie ein so ia-demok^atischec Verband, mit dem einzigen Unterschied, daß an der Spitze des Werkvereins ein Ar- heiter des Werks steht, während die Gewerkschaft von ein?m 0ifntcir geleitet wird, der d e öicklichcn Verhält­nisse in dcm Werk nur vom Hörensagen kennt und meistens auch noch von Mitteilungen solcher Werksan- gehöriger, dcmn nie etwas recht zu machen ist. Eitl Werkverein vertritt die Jr-tercssen der ihm angcslckossenen Arbeiterschaft deshalb wirkungsvoller als der Gewerk- schattsstkretär, weil er die Betriebst) rhältniffe btffcc kennt als dieser und tveil er nicht mck Arbeitsstörung und Aufhetzung arbeitet. Der W^kverlin sucht schied.ich- srtedlich durchzusctzen, was nrckLbac ist. Aus lang­jährigen Erfahrungen weiß der besonnene Arbeiter, doß jedesmal gegenseitiges, vertrauensvolles Herantreten an den Arbeitgeber werter geführt hat, als die Hetze Außenstehender. Nur wo ein solches Vertrauensverhält­nis von der einen oder anderen Seite mißbraucht wird, in der Lohnfrage z. B. zu Lohndrückeret seitens des Arbeitgebers oder zu Lohntreibereienen seitens der Ar­beiterschaft, ist der wirtschaftsfciedliche Gedanke auf steinigen Boden grfallen Auf dem sozialen Empfinden der Arbeitgeber ist die Werkv rcinsbewegung aufgcbaut worden und hat jetzt schon ihre Früchte getragen und wird sie auch weiterhin tragen zum Segen der deut­schen Arbeit! Wenn die freien Gewerkschaften mit den wirtschaftsfciedlichen Organisationen ein Zusammen­arbeiten ablehncn, so mögen sie wegbleiben, wenn über Arbeiterfragen gesprochen wird. Die Weckvereine wer­den darüber nicht unglücklich sein. Die Interessen ihrer Mitglieder richtig zu vertreten, dafür soll man sie selbst sorgen lassen. Den Kampf fürchten sie nicht!

* Berücksichtigung der Gemüse- Vorverträge in gesperrten Kreisen. Die Neichsstelle für Gemüse und Obst h)t bekanntlich einige Verwaltungsbezirke für den Abschluß von Lieferungsverträgen über Gemüse rm Jnterrsse der Versorgung von Heer und Macine gesperrt. Kommunalverbäade, die sich in solchen Be­zirken schon vor der Sperrung, also vor dem 1 Fcbruar schriftlich den späteren Abschluß von Lieferungsverträgen gesichert haben, muss n dlese Vorverträge bis zum | 20. März der Neichsstelle in Urschrift einsenden. Die Neichsstelle will alsdann prüfen, ob und inwieweit die ! durch dergleichen Vorverträge gesicherten Rechte zu- I

g u n st e n der beteiligten K o m m u u a l v e r - bände weiter verfolgt werden können.

** Nach dem soeben erschienenen Geschäftsbericht der Kesstschcn Landes Hypothekenbank in Darm­stadt für 1917 betrugen die Tstgongs-Hypothikdallehen om Ende des Berichtsjahres rd. 17! i/r Millionen Mmk. Von diesem Bestand sind ,d 62V 2 Millionen Mark zu etwa 9 s / i °l ü und ib. 109 Millionen Mark zu etwa 4 V 4 %. verzinslich. Solche Ttkgungsdarl Heu sind seitens des Gläubigers unkündbar, sodaß die Schuldner gegen die Gefahren einer .Kapitolkündigung oder Zii.Ssteige- rung dauernd geschützt sind. Dieser Vorteil kommt namentlich in so bcw.gten Zelten, wie sie der Krieg mit sich gebracht Hot. voll zur Geltung. Zum Erwerb von Kriegsanleihen hat die Bank gegen erpstrllige Ver­pfändung von Grundbesitz Gelder zu besonderui, gün­stigen Bedingungen zur Verfügung g.stellt. Ein Gleiches wird auch tvie wir hören- bei der kommenden 8 Kriegsanleihe der Fall sein.

* Die Kexugscheinpsticht für Hchntzwaren. Durch die Presse wurde in den letzten Tagen oie 9la richt verbreitet, wonach aus Veranlossung der neuen Neichsstelle für Schuhversorgnng in >ürze eine wesent­lich Erleichterung der Bizugs'cheinpflicht süc Schuhwaren erfolgen soll. Diese Behauptung in z. Zt. verfrüht; die Neichsstelle für Schuhversorgung w:rd die Frage der BtZugsscheiupflicht für Schuhwaren in der ersten Sitzung des Beirats zur Erörterung stellen.

** Kürgervercin Kaufmännischer Uerein u. Grtsgcwerkevercin Gießen laden für nächttcn Mon­tag, den 18. März, zu dem Lichtbilder-Bortrag dcö Geh. Hofcat Professor Dr. König nach dcr neuen Universilätsaula ein, auf den hiermst besonders hin- gewiesen wird.

* Die Arbeitskleidung für Frauen und Männer

soweit sie Im freien Handel lnfindltch ist, soll, wie mtl- geteilt ist, im Interesse der Arbeiterschaft d c Rüstungs­industrie beschlagnahmt werden. Die Reichsbe- kleidungsstclle wird die Notwendigkeit für diese Maß­nahmen erkannt haben. Aber es wird natürlich auch Fürsorge für die andern Arbeiter getroffen werden müssen, damit keine Betriebsstockung erfolgt. Denn da­durch lverden nicht nur. die Prinzipale und ihr Per­sonal geschädigt, sondern auch die Allgemeinheck und

-die Steuerküsse.

* Kompanie nicht mehr Kompagnie! Ge­

mäß einer jüngst ergangenen Beifügung hat im hand­

schriftlichen Verkehr der militärischen Dienststellen das aus dem Worte Kompanie in Wegfall zu kommen. £0 es sich hierbei um eine durchaus angebrachte Ver^ deutschung dieses Wortes handelt, empfiehlt es sich, von der neuen Schreibweise auch in der Allgemeinheit Ge­brauch Zu machen. ^

y ge«reo iiuuj wie vor Ote

betonten Fmeds-nSpreife. Dos Fordern höherer Preise ist unzulässig. Auch ist es strafbar, in Maggiflaschen andere Suppenwürz n ffilzuhalten.

Metzlar Ein Mäuslein, das sich in die

elekttnwe ^chalt-Leitung der optischen Werke von Hem sold L^ohne v.rirrt hatte, bewirkte dort Kurzschluß und dadurch eine längere Störung des ganzen Betriebes.

* Mainx Ans einer G markung in der Umgebung von Mainz, w der 1917 mindestens 1500 Zw. Avri. fi))en geerntet wo.den sind, sind sage und schreibe 9 Zentner an die Landesobststelle abgeliesert worden U-ber den Berblech der übrigen Aprikosen ist von der ^taatsanwaltschast Mairz eine Untersuchung eingeleitet worden.

* £***.??*;.. Landwirt aus Jmmcnhausen, .der sich in Kusiei für ein 80 Pfund schweres ausgcschlachteteS Schwein 250 Mark harte zahlen lassen, wurde von der Markipol'zet angtZckgt und vom Schöffengericht zu 400 Mark Geldstrafe und zur Tragung der Kosten des Ber- fahrens bei urteilt.

Wrcbiicbe Anzeigen.

Sonntag den 17. März Judtka Gottesdienst.

In der/Dtadikirche. Samstag den 16. März, nachmittags 2 Uhr: Beichte für die Konfirmanden aus der Matthäusgemeinde und deren Angehörige. Sonn- dcn 17. März, vmmiftags 9 l / s Uhr: Konfirmation der Kinder aus der MatlhäuSgen etnde. Frier des heiligen Abendmahls. Pfarrer Mahr. Kinderkirche für die Matthäusgemeinde fällt aus.

In der Johanneskirche. Voimittags 9 l / 2 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinder, krrche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolöheimer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld.

Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.

Llchtbiiöervortra-

Montag, den 18. März, abends 8 Uhr in der neuen Univerfitätsaula

Vortrag

von Herrn Geh. hofrat Pros. Dr. König

meine Amtemise an die älefifronr

(Mit zahlreichen, größtenteils selbstangefertiglen Lichtbildern.)

Zu recht zahlreichem Besuch laden die Unterzeichneten Vereine sreundlichst ein.

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