Ausgabe 
16.2.1918
 
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Eine Ansprache des Kaiser-

Ter Kaiser hat aus Anlaß des ukrainischen Friedensschlusses in Homburg v. d. Höhe eine Ansprache an die Bürgerschaft gehalten, worin er u. a. sagte:

Es sind schwere Zeiten über uns hinweggegangen, ein jeder hat seine Last zu tragen gehabt, Sorgen und Trauer. Kummer und Trübsal. Nicht zum mindesten der der jetzt vor euch steht. In ihm vereinigte sich Sorge und Schmerz um ein ganzes Bock und sein Leid. ES hat unser Herrgott entschieden mit unserem Volke noch etwas vor, deswegen hat er es in die Schule genommen. Zu gleicher Zeit ist die Welt aber nicht auf dem richtigen Wege gewesen. . . Nun hat er uns Aufgaben gestellt. Wir Deutschen, die wir noch Ideale haben, sollen für die Herbeiführung besserer Zeiten wirken, wir sollen kämpfen für Recht, T r c u e u n d S i t t l i ch k e i t. Unser Herrgott will den Frieden haben, aber einen solchen, in dem die Welt sich anstrengt, das Rechte und Gute zu tun. Wir sol­len der Welt den Frieden bringen, wir werden e- tun auf jede Art. Gestern ist's im Gütlichen ge­lungen. Ter Feind, der, von unseren Heeren geschla­gen, erkennt, daß es nichts mehr nützt, zu fechten, und der uns die Hand entgegenhält, der erhalt auch unsere Hand. Wir schlagen ein. Aber der, welcher den Frieden nicht annehmen will, sondern im Gegenteil seines eigenen und unseres Volkes Blut ver­gießend. den Frieden nicht haben will, der muß dazu gezwungen werden. Tas ist jetzt unsere Ausgabe, dafür müssen jetzt alle wirken, Männer und Frauen. Mit den Nachbarvölkern wollen wir in Freundschaft leben, aber vorher muß der Sieg der deutschen Waf­fen anerkannt werden. Unsere Truppen werden ihn weiter unter unserem großen Hindenburg erfechten. Tann wird der Frieden kommen. Ein Frieden, wie er notwendig ist, für eine starke Zukunft de- Deut­schen Reiches und der den Gang der Weltgeschichte beeinflussen wird. (Bravo und Hurra!) Dazu müssen unS die gewaltigen Mächte de- Himmels beistehen, dazu muß ein jeder von euch, vom Schulkind- bis zum Greise hinauf, immer nur dem einen Gedanken leben: Sieg und ein deutscher Frieden. Da- deutsche Vaterland soll leben, hurra!"

Ter Kaiser an Herltini.

Le'.- Kaiser beglückwünschte den ReichSkanzl.'v in

einem Telegramm zu seinem Erfolge in Brest-Litmo-k nn- s-hrt dann fort:

Rach Jahren härtester Kämpfe mit einer Welt vsu Feinden ist der un» umklammernde Ring bank der Siege unseres unvergleichlichen Heere- gesprengt und dar Wort von Frieden Wirklichkeit ge­worden. Zum ersten Male erscheint dar Ende de- gi­gantischen Ringens in greifbare Nahe gerückt. La- deutsche Volk aber wird, de- bin Ich gewiß, freudigen Geistes und mit jener unwiderstehlichen Kraft, die ihm sein gutes Gewissen, die Geschlossenheit im Innern und der Glaube au seine Zukunft verleihen, zusammen mit seinen treuen Verbündeten auch die weiteren Auf. gLden erfüllen, die ihm dieser Krieg noch stellen mag."

Der Krieg mitMußland beendet.

Dr-tzki streckt die Waffen.

Aus Brest-Litowsk wird berichtet:

Tie deutsch-österreichifch-ungarisch-rufsifche Kom­mission für die Behandlung der politischen und terri­torialen Fragen hielt Sonnabend und Sonntag Sitzun­gen ab.

In der Sonntagssitzung teilte der Vorsitzende der russischen Tetegatiou mit, daß Rußland unter Verzicht auf die Unterzeichnung eines formellen Früedensver- trageS den Kriegszustand mit Tcutschland, Oesterreich- Ungarn, der Türkei und Bulgarien für beendet er- Aärt und gleichzeitig Befehl zur völligen Temobi- kisierung der russischen Streitkräste an allen Fronten erteilt.

Für die auS dieser Lage sich ergebenden weiteren Besprechungen zwischen den Mächten des Vierbundes und Rußland über die Gestaltung der wechselseitigen diplomatischen, konsularischen, rechtlichen und wirt­schaftlichen Beziehungen verwies Herr Trotzki auf den Weg unmittelbaren Verkehrs zwischen den beteiligten Regierungen und auf die bereits in Petersburg befind­lichen Kommissionen des Vierbundes.

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Wenigstens etwas.

Tv' in Petersburg gepflogenen Beratungen über Gesc.ngcnenfragen haben nach längeren Verhandlungen zunächst zur Unterzeichnung eines Abkommens geführt, wonach die beiderseitigen sie tslrnUaugtichcn Kriegsge­fangenen möglichst bald in ihre .Heimat überführt wer­den sollen. ; j » j ; | j ' r *j

Bel 'den zurzeit in Rußland herrschenden Ber­te h r s c r h ä l t n i s s e n wird man freniuj mit nicht unerheblichen Verzögerungen in der Ausfüh­rung des Transportes rechnen müssen. Doch ist zu hoffen, daß es gelingen wird, die in dieser Richtung bestehendea Schwierigkeiteil in verhältnismäßig kur

zer'Zeit zu beheben.

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Wie steht's in Rußland?

Tic Zersetzung geht weiter,

im Herr und im Volk, und zwar mit sicherem Gange. In Petersburg und in Moskau herrscht völlige Anar­chie. Alle Fabrik?:: stehen nU, so daß von einer Wtederingangsehung der Fabriken nicht die Rede sein kann. Die Geistlichen sin) gegen das Treiben der Menge machtlos, die Kirchen sind zum Teil auSgeraubt.

Maschinengewehre gegen Hunger.

Die Regierung soll sich genötigt gesehen haben, über ganz Rußland den ver,^<ften BelagerungSzu- stano zu verhängen. Lenin verbietet durcb Funkfvruch, Gefangene oder Flüchtlinge nach Petersburg oder in die hungernden Gouvernements zu <.,.ngen. da sie da wie dorr dem Hungertod geweiht wären.

Die Bolschewiki -eiben ein BerzweislungHspict.

Sie wollen keinen Frieden, weil sie sich nicht binden wollen. Sie wollen ober aucb die ^rmee be­seitigen: denn diese könnte im Falle einer Gegenrevo­lution sich auf deren Seite schlagen. Daher TrotzkiS Bereitwilligkeit zur schleunigen Demobilisation des Heeres. Daneben sollen aber Bolschewiki-Freiwillige tm Heere gebildet werden, die einen Aufstand gegen Lemn und Trotzki Niederschlagen sollen.

Gegeure-olution ist zu erwarten.

Die Art und Weise, wie Lenin und Trotzki die Anhänger ;eder anderen Meinung peinigen, steht an Rücksichtslosigkeit und peinigender Wirkung dem schlimmsten Treiben des Zarentums in nichts nach; es erregt aber mehr böses Blut, lveil es in seiner Wirkung da- halbe Volk auf einmal trifft und sich tn vollster Oessentlichkeit abspielt. Da nun auch noch dte Abwendung der Hungersnot nicht gelingen will, wird man in nächster Zeit mit Verzweiflungsausbrüchen des geplagten Volkes rechnen müssen.

Trotzki-Lenui reden noch schnell zum Fenster hinan- um aus ihrer heutigen Machtvollkommenheit heraus noch möglichst viel revolutionärer Gedanken in die Welt zu schicken. Glücklicherweise wirkt das auf die Arbeiter rn England und Frantreick) noch beunruhigender als bei uns; auf jeden Fall aber sind die Tage der Gewalt­haber gezählt: uuo damit endet dann auch dieses ihr Spiel.

ttud Dann?

Man kann bestimmt annehmen, daß auch die An­hänger Englands die russische Armee nicht wieder mobil werden machen können, selbst wenn Kerenski, der offi­zielle Sozialist, oder Miljukow, der Freisinnsmann, oder Purischkewitz, oder ein anderer Englandsfreund ans Ruder kommen sollte.

Ein revolutionäres Heer.

Die LondonerMorning Post" meldet aus Pe­tersburg, die Regierung habe die Bildung eines revo­lutionären Heeres verfügt.

Vssenbgr soll diswL Heer die Regierung der Bol schewikr verteidigen. Das heutige Heer soll aber schnell demobilisiert werden, damit es nicht zum Werkzeuge der Gegenrevolution werde.

Wie es in Rußland aussieht.

Ein Deutscher, der Anfang Januar in Petersburg geweilt hat, erzählt über seine russischen Eindrücke u. a.': Ueberall find die Depositenkassen vernagelt. Kleingeld glbt es gar nicht. Rur Briefmarken, die noch das Zarenbild tragen, sonst P a p i e r s ch e i n e, die in Massen von Kerenski hergestellt worden sind. Die russische Intelligenz wünscht selpisüchtig die Wieder­herstellung der Ordnung und ist überzeugt, daß eine deutsche Brigade dazu genügen würde. 'Das Volk

denkt in seiner großen Masse allerdings anders," ist aber auch der Meinung, daß die Dinge so nicht weiter-

gehen können.

Der Friede mit der Ukraine.

Der formelle Frieden-Vertrag

bringt nichts, was nicht schon bekannt gewesen wäre. In der üblichen juristisch-diplomatischen Sprache bringt er in den einzelnenArtikeln" die Beteuerung, daß beide Teilefortan in Frieden und Freundschaft leben" wollen, und führt dann im einzelnen noch folgendes von Belang auS:

Nach Oesterreich-Ungarn zu sollenjene Grenzen bestehen, welche vor Ausbruch des ge­genwärtigen Krieges zwischen der österreichisch-unga­rischen Monarchie und Rußland bestanden haben".

Die Räumung der besetzten Gebiete wird un­verzüglich nach der Ratifikation des gegenwärtigen Friedensvertrages beginnen.

Tie vertragschließenden Teile verzichten gegen­seitig aus den Ersatz ihrer Kriegs kosten, das heißt der staatlichen Aufwendungen sür die Kriegführung, sowie auf den Ersatz der Kriegsschäden.

Dte beiderseitigen K r i e g S g e s a n g e u t n werden tn ihre Heimat entlassen werden.

Da- wirtschaftliche Abkommen.

Bis zum 31. Juli ist der gegenseitige Austausch der Ueberschüsse der wichtigsten landwirt­schaftlichen und industriellen Produkte zur Deckung der lausenden Bedürfnisse durchzuführen.

Im einzelnen soN darüber binnen sechs Monaten ein Handelsvertrag abgeschlossen werden.

Die Getreitzevsrräte der Ukraine.

Das ungarische BlattKeleti Ertesitö" meldet:

Die neue Republik Ukraine, die mit den Zentral- müchten den Frieden abgeschlossen hat, verfügt zur­zeit noch über große Mengen Getreide. Als Wyrubow, der Sekretär des ukrainischen Verpflegungs­ministers, im vorigen Monat in Petersburg weilte und wegen Bestätigung der Unabhängigkeit UkrainaS mit Lenin verhandelte, hat er dort mitgeteilt, daß tzie Ukraina der russischen Regierung für einen gewissen Preis 8B Mittisuen Pud Getreide überlassen kann. Wyrubow führte auch an, daß die Ukraine noch Ueber­schüsse an Getreide vom Jahre 1915 und 1916 hat."

Auf diese 80 Millionen Pud (je 16,3 Kilo) wird Trotzki nun lange warten können.

Allgemeine Kriegsnachrichten.

Ea-orna- Abberufung

Cadorna, der alte italienische Oberbefehlshaber, wurde aus dem Entente-Kriegsrat abberusen und durch G i a r d i u o . dem bisherigen militärischen UnterstabS- chef und früheren Kriegsminister, ersetzt. Tie Gründe für diesen Wechsel im jetzigen Augenblick sind noch unbekannt.

Englands Hungersorgen.

Ter englische Nahrungsmittelkontrolleur Lord Rhvndda sagte Anfang Januar in einem in England nicht veröffentlichten Telegramm an den amerika­nischen Nahrungsmittelkontrolleur folgendes:Tat-

Scherz und Ernst.

ti. Die Heimsuchung der RaucherMelt wird nun­mehr vollständig werden. Sie soll jetzt 95 Prozent möflMen Zutaten rauchen müssen, die mit Tabak ü« Haben. Die meisten Raucher haben ja

schon seit Monaten den Beweis geliefert, daß sie in ihrer yerzerquickeliden Dummheit vom Rauchen keinen Genuß Haben, sondern bloß aus Gewohnheit rauchen; denn der werrauS größte Teil von ihnen hat seit langem schon ein Kraut geraucht, von dem mau mit dem fioelen Kupferschmied seligen Angedenkens variierend u ?? ^nnte:Auf Schlesiens Bergen wächst ein Kraut, verflucht und zugenäht!" Es war wirklich nicht mehr schön, was einem da auf der Straßenbahn und in Wirts- haufern zugemutet wurde. Selbstbessere" Herren baß man auf Kilometerweite ihre vollständige Urteilslosigkeit auf dem Gebiete des Rauch- E/kennen konnte. Aber geraucht mußte werden, . GensseS wegen, sondern weil man eS sich an

E^^ohnt hatte. Und das wird auch jetzt so bleiben, «5., 05 Prozent. Kirschblätter spielen die erste Nolle. In Dresden konnte man schon vor einem ^ahre große Züge von Frauen aus den Vororten mit Handwagen in die Stadt ziehen sehen mit großen Lieferungen von Ktr,chbiättern. Tie Kirschbäume brach- itt 2.^ den Zentner zu 35 Mark, viel mehr ein, Krrschen. Das Verarbclten von Kirjchblättetn *,npm fl», Rosenblättern ist übrigen! selt

rte l ü Deutschland gesetzlich erlaubt. LLE aber wird er dabei. nicht bleiben. Buchen- und 5?.. m?.*. 818* r Runkelrüben- und Kartofselluub, Lin- oenblütter und Birkenlaub werden jetzt angepriesen

bMbrnHrf,? tei i J°ji a £ Torfmoor als Tabakersatz ??* Tabakfachgewerbe versteht man sich auf die Behandlung aller dieser Ersatzmittel mit Chemi­kalien, wie Salpeter, ausgezeichnet. Eine Rhabarber- zlgarre soll sogar anEchtheit" überhaupt nicht z» Pbertreffen sein. - Aul jeden Fall geht für die """'"ehr eine seltsame Zeit an, und wer sich ""^^^'^enheit,ehnt, sich znm Nichtraucher empor. zueutM<skn, für den Ist jetzt dk «elegen^oti

tf. Gegen Cleo de Merode, die weltberühmte spanische Tänzerin, ist gegenwärtig in der franzö­sischen Hauptstadt eine mit der Bolo-Caillaux-Affäre tm Zusammenhang stehende Untersuchung eingeleitet worden. Cleo de Merode kam Ende Dezember aus London nach Paris und erregte durch ihren prunk­vollen Toilettenaufwand ungewöhnliches Aufsehen. Das hatte sie allerdings tn ihrer Glanzzeit auch schon getan, ohne sich damit politisch verdächtig zu machen, und nach Gerüchten, die in Bariteekreisen seit Jahren umgehen, soll die Cleo sich als Besitzerin eines sehr rentablen Landgutes in Südsrankreich, ganz abgesehen von den unerhörtenHonoraren", die die Theater- Unternehmer ihr nachwerfen, das auch leisten können, ohne sich bei einigermaßen vernünftigen Leuten der Spionage für Deutschland sollte eS natürlich fein! verdächtig zu machen.

tf. Tie Braunkohle der Ukraine. Ter Sonder­ausschuß für Heizmaterial bei der ukrainischen Re­gierung. dessen Aufgabe es ist, Nachforschungen nach neuen Abbaumöglichkeiten fiir Kohle usw. ausfindig zu machen, hat in der Näye der Stadt Elisabetgrad (Ukraine) ein?, Schicht Braunkohle von etwa acht Meter- Stärke entdeckt. Die Förderungsarbeiten sind ausge­nommen worden; es konnten bereits etwa 100 000 Pud gefördert werden. Sofern die Kredite für die Arbeiten vergrößert werden, hofft man bis 500 000 Pud monatlich abzubauen. Hauptabnehmer der Kohle sind die Miihlen und Zuckerfabriken Südrußlands, die bisher Heizmaterial aus dem Donezbecken bezogen hoben, aber infolge der Berkehrsschwierigkeiten nur unzureichend von dort versorgt werden konnten. Der Sonderausschuß ist inzwischen dabei, Nachforschungen über weitere Vorkommen von Braunkohle in den Gou­vernements Therfon, Kijew und in Wolhynien anzu­stellen.

tf. Rauche« macht früh alt. Die Frage, ob Frauen rauchen sollen, ist während des Krieges womöglich noch aktueller geworden als vorher, da nach allge­meinen Beobachtungen die Zahl der Frauen, die dem Tabakgenutz huldigen, starkzu genommen hat. Der KurkeVuVvr Vadeap^t Nr dmmnd hock den

Einfluß des Tabaks auf das vorzeitige Altern der Frauen untersucht und ist dabei zu folgenden Erfah­rungen gekommen:Tie schlaffen und welken GesichtS- züge und Muskeln von Frauen in oft ganz jugendlichem Alter, die aus Rußland, Griechenland und dem Orient mich in den Jahren vor dem Kriege aufsnchten, find mir oft ausgefallen, und als ich nach der Ursache dieser auffälligen Erscheinung forschte, stellte es sich heraus, daß fast alle btcjc Frauen Raucherinnen waren und diesem Genuß schon seit Jahren sröhnten. Daß eS sich hierbei nicht um andere, z. B. klimatische Einflüsse handelte, wurde dadurch bewiesen, daß ich Aehnliches auch bei Frauen auS westlichen Ländern, die stark rauch­ten, beobachten konnte. So behandelte ich eine junge Dame aus Newyork, die früher eine gefeierte Schön­heit, nun trotz ihrer 28 Jahre mit ihrem gelblichen Teint und schlaffen welken Zügen etwa wie vierzig auSsah. Sie rauchte Zigaretten von früh bis abends und litt auch an einem quälenden Husten, wohl als Folge ihrer Leidenschaft, welche sie auch nicht schlafen ließ. Nun kamen tn den letzten Jahren auch junge Patientinnen auS dem Inland in meine Beobachtung, die auch dem Rauchen huldigten und ähnliche, srüh- zeitrge schlasfe und welke GesichtSzüge, etwas einge­fallene Wangen und Augen, aus denen nicht mehr das Feuer der Jugend sprühte, darboten. Neben den schlaffen und hängenden Gesichtsmuskeln zeigten alle diese Frauen und Mädchen eine ähnliche Beschaffenheit der anderen MuSteln des Körpers. Sie waren nicht so drall, prall und elastisch, wie man sie bei gesunden jungen Frauen und Mädchen findet. Das Fettpolster war geschwunden, die Muskeln abgemagert und schlaff, dte Hautbedeckung darüber von krankhafter Blässe. TieS darf uns nicht wundernehmen, wenn wir bedenken, daß der Tabak nach neueren Untersuchungen sehr schäd­lich aus ein Organ wirkt, von welchem der Tonus aller Muskeln und Gewebe, also ihr volles und frisches Aussehen abhängt: auf die S ch i l d d r ü s e." Tr. Lo- rand verlangt schließlich ein Gesetz, welches jungen Mädchen das Rauchen direkt untersagt; Frauen will er das Rauchen wenigen und leichten Tabaks unter be­stimmten Uorauckfetzungen gestatten.