Ausgabe 
16.2.1918
 
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(Nsnefte Nachrichten)

(Sieftener Tageblatt)

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Verlag derSiefteuer Zeitung", Gießen.

Druck der Gieftener Berlagsdrnckcrei, Albin Klei«.

Nr. 14. Erstes Blatt. Santstaq. du 16. Februar 1918. Telephon Nr.31. Jahrg.

na

Die Entscheidung mit R?Zmänien steht vkvor.

Im Januar 151 feindliche Flugzeuge und 20 Fesselballone abgeschossen. Schneidiger erfolgricher Borstotz deutscher Torpedoboote im englischen Kanal.

In Flandern erfolgreiche deutsche Leilangriffe.

WHIrnann nach BuRareft.

Berlin, 15. Febr. Der Reichskanzler Graf Hcrt- ling, stellvertretender Kanzler v. Payer und Staatssekre­tär v. Kühlmann sind heute vormittag der Zug hatte mehr als 3 Stunden Verspätung aus dem .Großen Hauptquartier nach Berlin zurückgekehrt. Wie man erfahrt, beabsichtigt der Staatssekretär v. Kühlmann sich morgen nach Bukarest zur Teilnahme an den Ver­handlungen zu begeben. Daraus kann gefolgert wer­den, daß die Entscheidung über Rumänien nicht mehr lange auf sich warten lassen werde.

JTmtlicbe deutsche Cagesbericbie.

20000 Connen verrenkt.

Berlin, 12. Febr Reue U-Bootserfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 20000 Bruttoregister' tonnen. Die versenkten Schiffe waren meist tief be- laden. Darunter befanden sich 2 große Dampfer von etwa 5000 Brt., deren einer der BUy-Linie angehöct.

Der Chef des Admiralstobes der Marine.

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wtb. Großes Hauptquartier, 13. Febr. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppen Kronprinz Ruppcecht und Deutscher Kronprinz.

Stärkere Eckundungsabteilungen, die der Feind nördlich von Lens und nördlich vom Omignon Bach ansetzte, wurden im Nahkampf abgewieseu. Im übri­gen blieb die Gefechtstätigkeit auf kleinere Erkundungen und Artilleriefcuec in einzelnen Abschnitten beschränkt.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nach heftiger Feuersteigerung zwischen Flirty und Mosel stießen nuhcere französische Kompagnien bet Remcnauville und im Weltteil des Priester waldes gegen unsere Linie vor. Nach kurzem Kampfe wurde der Feind unter schweren Verlusten zurückgcworfcn. Gefangene blieben in unserer Hand. Am Sudelkopf und am Hart- mannsweileckops Artillerie- und Mincnkampf. In Vergeltung feindlichlr Bombenwürfe auf Saarbrücken am 5. Februar griffen unsere Flieger gestern abend die Festung Nancy mit Erfolg an.

Mazedonische Front:

Bei Monastir und am Wacdac Artillerie- und Fliegertätigkeit.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 13. Febr, abends. Von den Kriegsschau Plätzen nichts Neues.

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33000 rönnen verftnkt.

Berlin, 13. Febr. Durch Versenkung von 33 OOO Bruttoregistertonncn erlitt der TranSportverk.hr unserer Feinde im östlichen Mtttelmeer eine empfindliche Ein­buße. Es handelt sich hauptsächlich uni nach dem Orient bestimmte Transporte. Den Hauptanteil an dem stärk ster Gegenwehr zum Trotz erzielten Erfolge hat Kapt- tänleutnant Sieß. 5 Dampfer wurden aus Geleit- zügcn herausgeschossen, 2 davon unmittelbar vor dem Hafen von Alexandria.

Der Chef des Admiralstabes der Marine

wtb Grußes Hauptquartier, 14 Febr. 1918.

' Westlicher Kriegs schauplatz:

Engländer und Franzosen setzten an vielen Stellen der Front ihre Erkundungen fort. Nördlich von Leus und in der Champagne kam es dabei zu heftigen Kämp­fen. In einem vorspringenden Teil unserer Stellung südöstlich von Tahurc haben sich die Franzosen festge­setzt. Eigene Infanterie brachte in Flandern und auf den Maashöhen Gefangene ein. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Genecalquartiermeister: Ludendorff.

Berlin, 14. Febr., abends. In der Champagne war die Feuertätigkeit in den Abschnitten nördlich von Pcunay und südöstlich von Tahure vielfach gesteigcri. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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3m mittleren Mittelmeer,

vescftlesrung einer savrllr bei Palermo.

Berlin, 14. Febr. 1. Außer den gestern ver­öffentlichten Erfolgen, unserer 1! Boote im östlichen Mittelmeer sind nach ncuetngeganqencn Meldungen auch solche im mittleren Teile des Mittelmceres erzielt worden, durch die besonders der Transportverkehr nach Italien betroffen wurde.

3 Dampfer und 3 Segler fielen hier unseren Unter« seebootcn zum Opfer. Die Dampfer, von denen 2 bewaffnet waren, wurden sämtlich aus stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Bon den versenkten Seg­lern hatten 2 Popiecmasse, einer Holz geladen.

Am 31. Januar hat eines unserer Unterseeboote die chemische Fabrik Arenclla bei Palermo auf nahe Entfernung erfolgreich beschossen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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wtb. Großes Hauptbuartier, 15. Febr. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Ruppcecht.

In einzelnen Abschnitten Artillerie- und Mienen­tätigkeit. Abteilungen eines Matrosen Regiments brach­ten von einem Elkundungsvorstoß gegen die belgischen Stellungen südwestlich von Mannekcnskere 2 Offiziere und 26 Mann gefangen zurück.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nordwestlich und südlich von Reims rege Eckundungs- tätigkeit des Feindes. In der Gegend von Prunay und südwestlich von Tahure entwickelten sich lebhafte Artilleciekämpfe.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Die Gefechtstätigkeit lebte im Obecelsaß zeitweilig auf.

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Im Januar betrug der Verlust der feindlichen Luft- streitkcäste an den deutschen Fronten ^20 Fesselballone und 151 Flugzeuge, von denen 67 hinter unseren Linien, die übrigen jcn.eits der gegnerischen Stellungen erkenn­bar abgestürzt sind. Wir haben im Kampf 68 Flug­zeuge und 4 Fesselballone verloren.

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Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermcistec: Ludendorff.

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Berlin, 15 Febr., abends. Von den Kriegsschau- Plätzen nichts Neues.

Schützengrabenruf von Flandern.

Nach einer alten Sage kann man mit Geld Die Meerbraut fesseln.

Um Wieviel leichter also Dem Meerbrikanten England!

Angriff deutfeber Torpedoboote im englischen Kanal.

Berlin, 15. Febr. In der Nacht vom 14. zum 15. griffen unsere Torpedoboote unter der Führung des Korvettenkapitäns Heinicke die starke Bewachung des englischen Kanals zwischen Calais-Dover und Gris- Nez Folkestone überraschend an. Ein großes Bewachungs­fahrzeug, zahlreiche bewaffnete Fischdampfer und mehrere Motorfahrzeuge wurden zum Kampf gestellt und größ­tenteils vernichtet. Unsere Torpedoboote erlitten dabei keine Verluste und Beschädigungen und sind vollzählig zurückgekehrt.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

j1u$ 5tM und Caad.

* * Das Gold muß der Reichsbank zugesübtt werden, weil eine Stärkung des Goldschatzes der Reichsbank im öffentlichen Interesse liegt. Die von der Reichsbank ausgegebenen Banknoten müssen in möglichst großem Umfange mit Gold gedeckt sein. Je stärker diese Deckung ist, desto größer ist unser Kredit im Jnlande und im Auslande. Das Reich braucht außerdem Gold zur Sicherung des Bezuges notwenigec Lebensmittel und Rohstoffe aus dem neutralen Auslande. Die Einfuhr muß, sofern nicht Guthaben im Ausland zur Verfügung stehen, in Gold bezahlt werden. Gleich wichtig ist die Ablieferung von Juwelen, weil durch deren Ver­wertung im Auslände Guthaben geschaffen werden, mit denen Einfuhren nach Deutschland beglichen werden können.

* Gberlahnsteirr Auf dem Viktoria-Brunnen kam der Arbeiter Hahn auf seltsame Weise zu Tode. Die Wclle der Maschine erfaßte den Zipfel seines Hals- tuches und riß den Mann mit in die Höhe. Beim Absturz fiel Hahn auf den Kopf und war nach kurzer Zeit eine Leiche.

Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.

Kircblicfte Unrelgen.

Sonntag den 17. Februar.

In der Stadtkirche. Vormittags 9'/» Uhr: Pfarrer Mahr. Vormittags 11 Uhr: Ktnderkirche für die Matthäusgemcinde. Pfarrer Mahr. Abends 6 Uhr: Pfarcassistent Lic. Reuning.

In der Johanneskirche. Vormittags 97* Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtols­heimer. Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld.