Ausgabe 
6.2.1918
 
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DerFaktor der Uebertreibung".

«re England sich selbst belügt.

Tie englischen amtlichen stellen haben da» Be­dürfnis, ihre Massen wieder einmal zu beruhigen. So bat in einer Unterredung mit einem Vertreter der Associated Preß" der Erste Lord der Admiralität Sir Er c Ged des seine Meinung über das Ergebnis

von ib> Monaten uneingeschränkt Unlerseebootkrie- -p- aeäukert-Das Unterseeboot ist in nchacy ge- Kalten " 'diesem Sinne säbelt er geheimnisvoll: ' " TieZerstörung von Schiffen der Alliierten nimm?stänöia ab, während der Bau von Hanöels- S 'ständig zünimmt. Tas, Dersenten deui,cher Unterseeboote nimmt stüudiq größeren il.nsang an. Es albt aber noch eine andere Statistik, über die ch verfüge, die uns allen Anlaß zur Bejmedlgun^ gibt. Tas ist die Statistik über das, was ich denFaktor der Uebertreibung" in den deutschen ouiziellen ^est-

ibre Berichte einige Schiffe mit ein, die torpediert wurden, die wir nachträglich jedoch noch retteten. Wrr funden aber, daß ein größerer Unter,chied bestand, als auf diesem Wege zu erklären war. Wir fanden vom ersten Monat ab, daß ein gewr,ser Spielraum der Uebertreibung" vorhanden war, dav heitzt, der deutsche Admiralstab fügte jedesmal einige tausend Ton­nen zur Abrundung hinzu. Tiefer Spielraum der Uebertreibung war noch ziemlich gering in den ersten Monaten des uneingeschränkten Unterseeboot- krieaes, als die Tinge mit einem gewi,sen Mag von (Lrfola für die U-Boote verliefen, er zeigte kern sonderliches Anwachsen im April, Mai und Hunt als die Bersenkungsziffern die höchsten waren. Aber' mit dem Nachlassen der deutschen Erfolge un ->uli August und September begann der Spielraum der Uebertreibung anzuwachsen. Ter deutsche Ad­miralstab sah sich genötigt, seine Angaben immer often- kundiger zu fälschen zu dem Zweck, dem deutschen Volk die Ueberzeugung berzubrrngen, daß der U-Boot- Krieg ein fortgesetzter Erfolg sei."

Welch ein Schwindel!

Daß die bis auf das Wort richtige Abstattung einer Meldung für den deutschen Offizier und damit dem Admiralstab Ehrensache und deshalb selbstver­ständlich ist, scheint man in England noch immer Nicht zu wissen. Tas ist bei der Art der englischen offi­ziellen Berichterstattung für jeden Deutschen begreif­lich Wir stellen dies gegenüber der dreisten Be­hauptung des Ersten Lords der englischen Admiralität fest daß der deutsche Admiralstab seine Berichte ckäisibt". Im Anschluß an diese Behauptung wird die Sache ganz dunkel: er, Geddes, hält den von ihm erfundenenSpielraum der Uebertreibung"für ein ziemlich genaues Spiegelbild der deutschen amtlichen Auffassung", das ist Ansichtssache, aber weiter:und zugleich für ein amtliches Zugeständnis, daß der U-Boot-Krieg von seinen eigenen Führern als ein Fehlschlag betrachtet wird". Also die dreiste Er­findung des Ersten Lords der englischen Admira­lität ist ein Zugeständnis der amtlichen deutschen Stelle. Zn diese Region der höheren Logik vermögen wir nicht zu folgen.

Das deutsche Erbübel.

Der Vernichtungskrieg unserer Feinde war in seinen von England geleiteten jahrelangen Vorberei­tungen auf eine scheinbar untrügliche Reihenaufgabe gestellt: Zahlenmäßlge Ueberlegenheit der verbündeten Feinde, Abschnürung Deutschlands von seiner Zufuhr über See, Zwang zum Zweifrontenkrieg in Folge seiner geographischen Lage. Trotz all dieser die Kriegsziele unserer Feinde begünstigenden Faktoren steht heute nach 8*/t Kriegsjahren Deutschland militärisch günstiger da, als beim Beginn: wirtschaftlich haben wir nicht nur durchgehalten, sondern konnten durch kriegerische und organisatorische Maßnahmen unsere Kriegswirt­schaft so stellen, daß sie für die uns von unseren Feinden

aufgezwungene weitere Dauer des Krieger gesichert ist: der Zweifrontenkrieg ist zusammengebrochen, die russische Tampswalze in Blut und Sumpf stecken geblie­ben. nur das deutsche Schwert bahnte uns den Weg nach Brest-Litowsk. Dieses weltpolitische Wunder ließ der unseren Feinden die Erkenntnis aufdänrnrern, daß der uns Kräfte wirksam sind, die sie nicht richtig ge­wertet haben.

Im deutschen Wesen, das sich in strengem und doch freudigem Pflichtgefühl offenbare, liegt das Ge­heimnis der deutschen militärischen Stärke. Zn keinem ^ande sind Heer und Volk so eins, wie in Deutschland. Zn der bewußten und wirksamen Hingabe an Volk und Staat steht der deutsche Soldat obenan. Jnr Mora­lischen liegt zum größten Teil seine Ueberlegenheit. Er will, was er will, während der persönliche Wille des englischen, französischen und russischen Soldaten zu dem, was er will, wesentlich geringere Beziehungen besitzt. Tie deutsche Art ist sichtlich stärker und wert- voller als dre. die mit ihr im Kampfe liegt. Ter deutsche Geist ist es, der sich arrch von einer Ueberzahl nicht töten, nicht unterdrücken läßt.

Zn dieser Richtung also haben unsere Feinde sich gründlich verrechnet, und mit schweren Opfern an Blut und Gut t>abeu sie Die bittere Lehre bezahlt. Nun aber, da sie sich mit der Kunst ihrer äußeren Mittel am Ende sehen, glauben sie in höchster Not, wie sie hoffen noch zur rechten Zeit, die Achillesferse des deut­schen Wesens entdeckt zu haben: das deutsche Erbübel der Nörgelsucht, der Prinziplenreiterer. des Partei- aeistes. Diesen inneren Erbfeind der Deutschen brauche man nur zu reizen, bis er überschämnt, bis die Volks­seele ins Kochen gerät, dann sei es mit der deutschen Einigkeit aus, die uns ^bisher unüberwindlich gemacht l)at, und die seit Beginn des Krieges das schönste und größte Erlebnis unserer gewaltigen Zeit war. Tie feindliche Presse hat uns durch ihre voreiligen Berichte die untrüglichsten Beweise dafür geliefert, daß der nach kurzer Tauer von wenigen Tagen ergebnis­los gescheiterte Arbeiterausstand in Groß-Berlin und einigen anderen Orten des Reiches ein Werk feindlicher geheimer Werbetätigkeit war. Umfaßte der Teilaus- stand, dem wirtschaftliche Arbeiterforderungen über­haupt nicht zu Grunde lagen, auch nur einen geringen Prozentsatz der in der Rüstungsindustrie tätigen und zwar zumeist der ungelernten, jugendlichen und weib­lichen Arbeiter, so haben die bedenklichen Folgeer­scheinungen doch gezeigt, wohin eine im Ziel verfehlte, in den Mitteln falsche und in den Folgen gefährliche Demonstration der Massen führen kann. Auch den durch eine falsch verstandene Solidarität zu Mitläufern der Demonstration gewordenen Arbeitern wird inzwi­schen zum Bewußtsein gekommen sein, daß sie das Opfer gewissenloser Volksverhetzer und letzten Endes gedungener feindlicher Agenten geworden sind. Der Jubel des feindlichen Auslands hat ihnen gezeigt, wo­hin der Weg führt, den zu gehen sie im Begriff waren.

Auch die geringste Störung unserer Kriegsarbeit schädigt die Kriegsührung, verlängert den Krieg, ge­fährdet das Leben und die Gesundheit unserer Kämpfer im Felde. Angesichts unserer militärischen und wirt­schaftlichen Lage ist uns der Endsieg unenireißbar, der uns den Frieden bringen will, von dem das Wohl der deutschen Arbeiterschaft in erster Linie abhängt. Wiederholt haben unsere Feinde einen für sie annehm­baren Frieden unter Beschimpfungen und Verhöhnun­gen abgelehnt; im Interesse des gesamten werktätigen Volkes, im Interesse des Daseins und der Sicherheit Deutschlands muß unser Schwert ihnen den Friedens­willen aufzwingen, wenn sie sich nicht eines Besseren besinnen:

Will unser Feind den Frieden? Nein!

Er will vom Schwert geschlagen sein.

Trum an den Amboß deutscher Schmied,

Tas Schwert nur singt dein Friedenslied!

Menschenwerte in Amerika.

Arbciterwohlfahrt Huben und drüben.

Präsident Wilson behauptet, des deutschen Vol­kes Freund zu sein und durch den Krieg sein Wohl­täter werden zu wollen. Turch die Teilnahme am

Rettung aus Seenot.

ts. Wo draußen in der Nordsee im Frieden Feuer­schiffe mahnend den fern der Küste stehenden Schissen mit Hellem Blink die Wege weisen, liegt jetzt in dunk­ler Nacht ein Vorpostenboot, Führer Steuermann d. R. Jaeger aus Haste, Kreis Rintelen, auf der Wacht gegen den Feind. Der Führer ist an Teck und auf seiner Brücke. Plötzlich ein Heulen! Warnend klingt's herüber. Nicht weit, da braust, zischt, tobt und brüllt etwas: Die Brandung! Und ganz dünn der dem Ohr der Wache bekannte Ton der Heultonne! Schnell herum mit dem Boote und wieder hinein in die Aee.

Kann! daß das Vorpostenboot auf dem neuen Westkurs liegt, sieht man au Backbord achteraus ein Fahr-eug. das scheinbar führerlos treibt. Auch ein zweites gleicher Bauart wird gesehen. Grün und rot, r«t und grün glühen die Seitenlaternen zwischen den Aren herüber. Sie scheinen zu rufen. Also drauf zu. Als das Vorpostenboot in die Nähe des einen als Fischlogger auszumachenden Schisses gekommen ist, ruft man mit Sprachrohr herüber, daß der andere hilflos sei und vor der tobenden Brandung seinem Untergang entgegen treibt. Es ist der Fischloggec ..Tankwart", aus einem Hafen der Weser, der mit Motorschaden Scurm und See preisgegeben ist. Hier sann nur schneller Entschluß helfen, und unbeküm­mert um Vee und die Nähe der Brandung, ver­trauend auf die erprobte Tüchtigkeit seiner Mann- Waft, manöveriert der Führer ohne viel Besinnen Hinan an den Logger. beschickte Hände werfen Wurf- leLnen herüber und an ihnen holen eilfertige, kräftige Arme die starke Stahllerne an Bord, um sie festzu- machen. Fast scheint es, als ob Schiff gegen Schiff v»n der See geworfen würde, doch rechtzeitig ist die Otzleppleine fest und unser Borpostenboot kann noch mit dampfender Maschine frei von seinem Schützling den die Brandung beinahe gepackt hatte WOdnKHRch verläuft sich die Brandung, und nach zwei-

S ü&igtm Schleppen hört man v»n der Heultonne nichts ffe. Sr, m 1 8§r jntrgcfiR, Me bessnde« Rwce

See. ein Klirren und der Ruf vorn Posten auf dem Achterdeck:Schleppleine gebrochen!" Jetzt kann nur eins helfen, sagt sich der Führer: Schleppen mit Anker- trosse! Alle Mann an Deck, und in schwerer Arbeit, während See über See an Deck schlägt, wird der starke Eisendraht fertiggemacht. Nochmals jetzt an den quer zur See torkelnden Logger heran. Auch dieses Wagnis gelingt, und die Ankertrosse wird von der um ihr Leben kämpfenden Besatzung des Fischers nach n/zstün- diger Arbeit festgemacht. Wieder spannt sich das - postenboot vor und sucht in langsamer Fahrt, eben steuerfähig, den Hilflosen an sich zu ziehen. Es ge­lingt. Bald liegen beide Schisse auf dem Kurs zur Heimat. Wohl zerrt Woge um Woge an dem Schlepp­zug. doch mit Ausdauer ziehend, verfolgt er seinen Weg. Seemännisches Geschick und braves Zusammen­arbeiten ermöglichen es, daß der Logger trotz unver­minderten Sturmwetters in der nächsten Nacht um 2 Uhr auf schützender Reede Anker werfen kann.

Schleppleine los! Ein kurzes Winken, und wie­der dampft das Vorpostenboot seewärts auf Posten.

Scherz und Ernst.

tf. Maschineschreiben als Lehrfach an Bürger­schulen. Tie Amsterdamer Stadtverwaltung geht mit dem Plan um, das Maschineschreiben als saknltatives (sreiwilliges) Lehrfach mit dreijährigem Kursus zuerst probeweise an der dortigen vierten höheren Bürger­schule und, falls sich die Einrichtung bewährt, auch an anderen städtischen Lehranstalten allgemein einzu­führen.

tf. Schneeglöckchen blühen tut* Lerchen singen! Bon

verschiedenen Stellen in Mitteldeutschland wird be­richtet: Tie Wärme der letzten Tage brachte bereits die Schneeglöckchen zum Blühen; auch trafen schon Stare ein. AiiS dem Münsterlande wird geschrieben, daß -vrt die Lerche bereits singend in die Lüste steigt eine Folge deS ungewöhnlich «armen Wet­ters nach längerer Feostperiode. Die Amsel hat man auch beraits vernommen. Der Äarrdwd.'t wUl von foW ch«y VmtarsaaM« rMt )»lw; « M *#§ Gpvich-

Vernichtungskriege gegen Deutschland will er dar deut­sche Voll von der Gewaltherrschaft seiner Fürsten erlösen", die sein Verderben, sein Verhängnis sein sollen. Tas von seinen angeblichen - Tyrannenbe­freite" deutsche Volt soll dann befähigt werden, der Wohlfahrt und des Segens der sogenannten Demo­kratie teilhaftig zu werden, für die vornehmlich die große Republik Wilsons das Vorbild darstellen soll.

Der weitaus größte Teil des deutschen Volkes besteht aus Arbeitern und ihren Familien. Ihnen müßte also hauptsächlich der vermeintliche Vorteil zu­gute kommen, wenn Wilson sein Befreiungs- und Be­glückungsverfahren durchsetzen und so den deutschen Arbeitern den Weg zu dem Heil erschließen könnte, das dem amerikanischen Arbeiterstande beschieden sein soll. Wie aber steht es in Wirklichkeit mit den Zu­ständen, deren sich drüben die Arbeiterschaft zuer­freuen" hat?

In Wahrheit verhält sich die Arbeiterwohlfahrt hüben und drüben zueinander wie Tag und Nacht, wie Fortschritt und Rückständigkeit, wie das Muster und sein Gegenteil. Haben doch vor dem Kriege die Feinde aus berufenem Munde zugestanden und ge­rühmt. daß Deutschland mit seiner Arbeitersürsorge allen Länder: weit voraus ist und voranleuchtet. Am weitesten vorgeschritten ist es aber gerade gegenüber dem Wilfonschen Amerika, das zum Beispiel auf dem Gebiete des staatlichen Arbeiterschutzes, insbe­sondere des Kinderschuhes, himmelschreiende Miß­stände ausweist. Ein italienischer Staatsmann hat die ausländischen Nachahmungen der mustergültigen deut­schen ArbeiterversicherungZwerge neben dem deut­schen Niesen" genannt. Lloyd George, der heutige Führer Englands, hat noch wenige Monate vor Kriegs­ausbruch gesagt:Ich habe oft Gelegenheit gefunden, anzuerkennen, wie sehr nicht nur mein eigenes Hei­matland, sondern die ganze gebildete Welt Deutsch­land zu Tank verbunden ist für den Mut, womit es schon vor einem Menschenalter ein damals neues und unbebautes Versuchsfeld (nämlich das der sozialen Gesetzgebung) betreten hat." Und Präsident Wilson selber, der heute das deutsche Volk mit den Ver­hältnissen seiner Republik beglücken möchte, hat beim Amtsantritt diese in bezug auf die Arbeitersürsorge also gekennzeichnet:

Wir sind stolz gewesen auf unsere industriellen Leistungen, aber wir haben bisher den Menschen- wert nicht hoch genug angeschlagen, den Wert der ausgelöschten Menschenleben, der überbürdeten und zusammengebrochenen Existenzen."

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Nun sollte man meinen, Wilson hätte es sich angelegen sein lassen, diese Zustände abzustellen. Aber nein; er hat Wichtigeres zu tun. Er muß denen, die in ihren Betrieben dieMenschenwerte nicht hoch genug veranschlagen", die mit Menschenleben Schindluder trei­ben, den amerikanischen Munitionsfabrikanten näm­lich, durch seinen frivolen Eintritt in den Krieg und durch Anwendung des Kriegsrechts auf widerstrebende Arbeiter die weitere Ausbeutung der menschlichen Kraft noch erleichtern.

Tas ist Wilsonsche Konsequenz!

Der Streik geht zu Ende.

Die in voriger Woche begonnene Berliner Streik­bewegung zeigte am Montag das Bild, das nach den Ereignissen der letzten Tage zu erwarten war. Tie Zahl der Arbeiter, die die Arbeit am Montag wieder nusgenommell haben, hat sich um 100 000 gesteigert. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Streikenden in den Betrieben, die nicht zur Kriegsindustrie gehören, bereits früher zur Arbeit zurückgekehrt waren. Im ganzen läßt sich also sagen, daß die Streikbewegung in Groß-Berlin als nahezu beendet angesehen wer­den kann. Im Reiche ergibt sich überall dasselbe Bild.

Ter Reichstagsabgeorvnete Dittmann, unabhängiger Sozialdemokrat und Mitglied des Streik- rates, ist bei einer Streikversammlung im Treptower Part verhaftet worden, weil er nach der Feststellung

»ort;So lange die Lerche vor Lichtmeß singt, so inge muß sie nach Lichtmeß schweigen", und mei- ens trifft das zu. Holunder und andere Frühsträucher hlagen bereits aus. Im vorigen Jahr setzte der Frost m 19. Januar ein und hielt bis zum 11. Februar; er 4. Februar brachte die stackste Kälte mit - Krad.

tf. Reicher Bernstcinsegen Mit sechs Zentnern Bernstein kam der Strandvogt Trude aus Polski nach Königsberg, um das kostbare Harz an die Bern­teinwerke abzuliefern. Diese Menge Bernstein ist von Mischern in Polski bei den letzten Stürmen aus der -stsee gefischt. Tie größeren Stücke werden mit 50 M. ür ein Pfund bezahlt. Tie Fischer schöpfen den Bern- :ein, angetan mit langen, bis an den Hals mojen* »en Lederanzügen, auf dem angeschwemmt kommen- en Seetang aus der See mit kleinen, an einer lan­gen Stange befindlichen Netzen.

tf. Brasiliens Kaffee-Rot. Erstens: Brasilien lebt om Kafseebau. Zweitens: Brasiliens Kaffee ging um größten Teile nach Deutschland, woher es unge- »eure Summen bezog. Trotzdem hat es uns den Krieg rklärt. Jetzt wird die Not noch größer; denn nach uverläsftger fachmännischer Schätzung wird Brasiliens kaffee-Ernte 1917 höchstwahrscheinlich alles ors- ,er Dagewesene übertresfen. Um jo wenr- er erbaut ist man über die durch die Kriegsverhalt- stsse aufs äußerste eingeschränkte Aufnahmefähigkeit »es Weltmarktes. Nach Deutschland kann man nichts enden, da soll Uncle Sam helfen. Man hofft m Brasilien, daß gegen Ende des Krieges die Bereinigten Staaten große Kaffeevorräte aufhäufen und aus diese Leise Brasilien die erhoffte Hilfe bringen werden. Aber ltordamerika hat anderes, wichtigeres zu tun. als jem Mb in Brasil-Kaffee festzulegen. Aus leben yall nrd er dar nur bei schamlosesten Erpresserpreisen un. Wir unsererseits aber werden uns in Zukunst mch dem Kriege mit türkischem Kaffee behelfen; denn .en BrasManern, die trotz angenehmster Beziehungen »vr dem Kriege auf Englands Kommando wie die Wege- agerer über vnS hergefallen sind, unser gutes Gew M senden. IaI wird selbst die dümmste genußsüchtigste tafTwNnik nicht «her- Hevz bringen.