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Franzosenschneider erwähnen hie Kirchenbücher -dieser Zeit öfter, näheres ist über ihn nicht bekannt, wahrscheinlich war er französischer Wkunft.) — > Mölcher deß Hntt- macher seliger Sohn.
(Fortsetzung folgt.)
Der Weihnachtsfeier entgegen.
Wie anders haben wir uns das erste Weihnachtssest nach beendetem Kriege gedacht, als dasjenige sein wird, dem wir nun entgegengehen! Kann uns denn eine festliche Stimmung kommen, jetzt, wo die Wogen der Beunruhigung uns beherrschen, wo wir an jedem neuen Tage neue Schrecken erwarten können und die Zukunft so trübe vor uns liegt wie nie zuvor? Können, ja, dürfen wir da überhaupt unsere Herzen der Freude öffnen? — Nun, ich meine, gerade jetzt bedürfen wir mehr als jeder Heilandsmission auf dieser armen Erde, der Versenkung in das Friedensreich, das, unabhängig von allen weltlichen Reichten, allein uns einen Schatz von innerer Ruhe, Trost und Kraft geben kann, einen Schatz, der uns all das tragen hilft, das die Not der Zeit mit nn- barmherziger Schwere uns auferlegt. Darum lasset uns nach dem Stern von Bethlehem ausschauen und im Geiste zu der Krippe des Gotteskindes gehen und anbetend davor knieen, es kain auch für uirs, uns zu erlösen von Sünde und Elend. Dazu müssen unsere Herzen mit Freude erfüllt sein, mit stiller, heiliger Freude. Tie laute, lärmende Lust wollen wir uns fernhalten: aber wir werden einen großen Segen davon haben, wenn wir in Stille und Sammlung das schönste Fest der Christenheit begehen.
Und mag er auch verziehen,
Ter allen gönnt die Gnadenfrist:
Im Geiste laßt uns knieen Vor ihm, der unsre Hoffnung ist!
Tie Lichter lasset brennen,
Tie Herzen haltet Tein!
Tann wird er einst uns kennen,
- Dann sind wir ewig sein!
Baronin R.
Kleine Mitteilungen.
In der „Täglichen Rundschau" macht eine deutsche Frau folgende bemerkenswerten Ausführungen:
In dieser furchtbaren Zeit, die unser geliebtes deutsches Vaterland erleben muß, fällt mir immer wieder das Wort Jesu un: „Wer seine Hand an den Pflug leget und sieher zurück, der ist nicht geschickt zum Reiche Gottes." Wohl können wir Deutschen nicht umhin, unserer großen Vergangenheit, unserer stolzen Siege zu gedenken; wohl zre- hen sich unsere Herzen schmerzlich zusammen in Erinnerung an diese letzten bitteren Wochen. Aber in dem Sinne, wie es das Evangelium meint, sollen und dürfen wir nicht „zurücksehen". Wir alle, Männer und.
Frauen, wollen vorwärts schauen, wolle»! aufbauen! Tie Hände müssen wir uns «U chen, um uns gegenseitig nnd unser Bol! zu stützen, arbeiten müssen wir und stai! werden.' Wie oft sagt man sich: die Not B mich nicht kleinmütig finden, aber wie viele von uns lassen jetzt den Kopf hängen, klag«,j und jammern. Nein, das ist eines Deutsche« unwürdig, das darf nicht sein. Mag mair sich zu der Neuordnung der Tinge stelle»,' wie man will, wir müssen Mitwirken an bet Volksarbeit, * nicht zum mindesten >vir< Frauen.
Wenn wir in der Vergangenheit wühle», können wir nicht auf den: Platz stehen, aus den uns Gott gestellt hat. Und frohen M»- tes sollen wir sein, so schwer es auch j»! dieser Zeit sein mag, sonst ist unser Wirke» zwecklos. Bedrückte, mißmutige Menschenkinder richten ja nichts aus. Jeder neue Tag, der uns geschenkt wird, muß uns dankbar finden für die Kräjtc, die wir besitzen, nuijj uns zurufen: Vorwärts, ihr Deutschen! A»>! zur Arbeit an eueren! Volke! Tann sich) wir geschickt zum Reiche Gottes, dann könne»' wir den Pflug führen zuni Heil auch des, neuen Vaterlandes.
Lassen wir die Vergangenheit ruhen, (ie; bleibt uns ja doch, denn ihre Kräfte und Er-! sahrungen sind in uns lebendig, auch ivm» wir sie nicht künstlich herausbeschwören. Wir! schreiten über das Vergangene himveg und mit tiefer Dankbarkeit für alles Große, das wir einst hatten, schauen tvir der Zukunft mutig in das Gesicht. So lasset uns mit dem Dichter trachten:
Ten neuen Tag mit klaren Sinnen
Als Held und Sieger zu beginnen.
Mrchliche Anzeigen.
Sonntag den 15. Dezember (3. Advent).
Gottesdien st.
2n der Stadtkirche. Vormittags 9hs Uhr: Pfarrer Mahr. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markusgemeinde gemeinsam. Pfarrer Mahr. — Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Liz. Reuning. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für die Markusgemeinde, ivozu besonders die konfirmierte Jugend eingeladen ivird. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrei dieser Gemeinde erbeten. — Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde.
ün der Iohannerkirche. Vormittags % Uhr: Professor D. Schian. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. — Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls für die Johannesgemeinde, wozu besonders die konfirmierte Jugend eingeladen Ivird. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer dieser Gemeinde erbeten. — Abends Va8 Uhr: Vereinigung der konsumierten männlichen Jugend der Johannes-' gemeinde.
Verantwortlich : Pfarrer Bechtolsheimer. Druck unl-Verlag der Drühl'fchen UniversitSts-Buch-und Steindruckerri
R. Lange. Gieren.
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Nr. 51
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