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ind groben ; hat der geivütet, i Volke. )undert- ror dem len und d. Auch fcn sehr r unsere len neu

entstandenen Gräberreihen das amdeslerd dreier bewegten Zeit zu ermessen. Unter sol­chen Umständen denkt man an einen Zeit­abschnitt aus der Vergangenheit, in der der Tod gleichfalls mit seiner Riesensichel blu- liendes Leben in grober Zahl hiuweggemaht bat Es ist dies die Zeit!des Dreißigjährigen Etieges. Stuf Grund unserer Kirchenbücher soll im folgenden der Zug des Todes durch bie Stadt Gießen in dieser jammervollen, tränenreichen Zeit geschildert werden.

Vorausgeschickt sei, daß für dre Krrchen- bucheinträge in der alten Zeit kerne be­stimmte, in allen Fällen genau beachtete Form vvrgeschrieben war. Heute haben dre Kirchenbucheintr äge .große Aehnlichkeit mrt den Einträgen der Standesämter, sre ent­halten in streng sachlicher Form nur Namen und Daten. Tie alte Zeit hat das etwas persönlicher gestaltet und oft so geschrieben, wie man im Volksmunde gesprochen hat Während des Dreißigjährigen Kriegs und auch zu anderen Zeiten haben zumeist dre Opfermänner lKircheudrmrer! rn Gießen dre Kirchenbücher geführt. Das waren Männer von einer Schulbildung, die für die damalige Zeit als gut zu bezeichnen war. Einer unter ihnen, Kaspar Coblentzer (auch Eonfluentrus genannt) war, bevor er Opfermann wurde, hier dritter Schullehrer und Organrst. Opfer­mann war er von 1593 bis 1600. Ms er 1593 zum erstenmal einen Eintrag in das Tausregister machte, stellte er dre Bemer­kung voran:Uff den herlrgen Pjrngft- dienstagk Ist dieß Buch ufsgerichtet worden vor die Kinder So zur heiligen Taust ge­bracht werden und Sollen die Gevattern und des Kindes Battcr mit Jngeschrieben wer­den durch mich Casparum ConfluenUum ge­schrieben werden. Im Jahr 1593 den 14. Juni angcfangeu.

Wann Gott will So ist mein Zihl."

Wir beginnen unsere Mitteilungen aus dem Sterbebuche mit dem Jahre 1614 Von diesem Jahre an hat der Opfermann Id Hann Georg Victor die Einträge in dem Verzercls- uisfe der Beerdigten gemacht. Nach der from­men Weise der alten Zeit hat auch er ein kurzes Wort seinen Einträgen vorangc,teilt. Auf der ersten Seite schreibt er: anuo

1614 bin Ich, Johannes Georgius Victor rn vpfermanns Dienste kommen, und der Herr Jesus Christus will mir und den meinen ein seliges Ende Verleien. Amen

daß Heist werde wahr unser Glauben Immerdar."

Tie bemerkenswerten Einträge werden rm nachfolgenden, nach, den .einzelnen Jahren ge­ordnet, wiedergegeben; wo es erforderlich ist, sollen kurze Erläuterungen hinzugefügt wer­den. Wir machen darauf aufmerksam, daß die wiedergegebenen Notizen besonders für die Gießener Familiengeschichte Interesse ha­ben. Tie alten Kirchenbücher verzeichnen nur den Tag des Begräbnisses, nicht den Todes

tag. Taten sollen hier nur in außerordent­lichen Fällen' mitgeteilt werden. Wie unsere Leser bald merken werden, so hat man sich vor 300 Jahren keine sonderliche Mühe ge­geben, die Namen der Verstorbenen festzu­stellen, oft sind die Aufzeichnungen recht na­iver Art.

1614.

Asmus aibel dem Zimmermann

ein

Megtlein an platern Balsart Stro, bur- ger allhier Pestis (an der Pest) gestorben Caspar Rinn ein Kindt Verbrannt mrt Was­ser Ist dem Schwartzen Jeger ein Kint gestorben ein frimbter Drompmeder (Trompeter) gestorben Ist Johanns Al- lendörfer ein Kint gestorben Ist Meister Hans dem Dornmann (Turmwächter) ein junges Kind gestorben eine srau heißt Emmel in der .Hintergasse (Wetzsteingasse) Agel, dem mölarz (Mühlarzt) ein Kmd ge­storben Reinhard Noll seliger Bäcker­meister ein Kint Michel der Kangisser ein Kindt von 3 Jahr Elisabeth die alte Galt Schmittin (Goldschmiedin) Henrich Kerl ein Kindt Jeremias Seip ein Krnd Hans Kreiling der Schneider rn der Schloß­gassen ein Studiosus aus Liefflaud Caspar Burck, der alte Kelber Hirt ein stellen, oft sind die Aufzeichnungen recht nai­ver Art.

1615.

Georg Ebert Weidig ein jung Kind Mölcher (Melchior) Ebels tocCitex Smbt dem Kvpperschmit (Kupferschmied) ein Krnd

dem Pulvermacher seine Hanssrau "-.der alt spitalmeister ein frembder Bott (Bote)

ein frembder Viehtreiber Ottmar Pr- storius ein Kind Johannes Seip der wa- gencr ein Tot Kind uff die Welt kommen.

1616 .

Ter schel (scheele) schleiffer Volpert Löber ein jung Kindt Meister Nicolaus der Mauerer Dem Becker vor der wall- psorren eine Tochter dem appodehger ein Kneblein Möchler Sacken ein Sohn Conradt Fetzberger ein Sohn Hermann dem eanzleibot seine H.ausfrau ein krmib- der Studiosus von Augspurch bey dem Bal­bier Hanns Adam erschossen worden, hatl ein studiosus von Hillesheim gethan.

1617.

Stoffel Stro ein Kind der Wacht­meister Christoffel Hermann Apodecker seine Hausfrau _ ein Studiosus, welcher erstocken (erstochen) ist.

1618.

Tie Flicken Schneiderin Henrich dem Hutkremer ein Kind ein frembder Herr von Wel mit Namen Fräß, ist. von öer nachtwacht erschlagen worden mn studio­sus, welcher sich erstochen hat ein Schnei­der Knecht (Schneidergeselle) auß des Fran- ! zosen Schneider Haust gestorben. (Einen