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nau so und im gleichen Maße zu unserem Ungunsten, wie damals sie zu Ungunsten Preußens war. Auch außereuropäische Mächte sind in die Reihen unserer Gegner getreten: Amerika, Japan, China und wie sie alle Heeßen. Man hat ausgerechnet, daß die Zahl der Menschen, die gegen uns streiten, über 1200 Millionen beträgt. Diesen 1200 Mil. lionen können wir und unsere Bundesge Inossen nur etwa 150 Millionen entgegen, stellen. Tie Zahl der Menschen auf der gan- zen Erde wird mit etwa 1500 bis 1600 Millionen angesetzt. Es ist wie ein Wunder, daß wir uns einer solchen Uebermacht gegenüber, einer gegen acht, so erfolgreich! gewehrt haben.
Aber auch, was den schließlichen Ausgang dieses Krieges betrifft, so läßt der Siebenjährige Krieg eine lehrreiche Betrachtung 3 iu._ Im Winter 1761 auf 62 war die Lage Friedrichs des Großen eine sehr üble, »der König war sehr niedergedrückt und manchmal der Verzweiflung nahe. Neuerdings aufgefundene Briefe haben sogar erwiesen, daß er damals Selbstmordgedanken hegte, weil er, wie einst der römische Staatsmann Cato, den Untergang seines Staates nicht überleben wollte. Seine Lage war damals auch wirklich zum Verzweifeln. Zu fernem Heere gehörten keine vollwertigen «oldaten mehr, sie bestanden zum guten ^eite au3 Ausländern, Abenteurern und jun- gen, halbwüchsigen Burschen. Tie Offiziere fehlten fast ganz, fünfzehnjährige Kadetten wurden aus den Anstalten herausgeholt und rn die Regimenter eingestellt. Dazu fehlte es an Geld und Nahrungsmitteln noch mehr als heute bei uns. Der König hatte ge Herme Verhandlungen mit den Türken ange, knüpft, um sie zu einem Krieg gegen Oesterreich und Rußland zu bewegen, 120 000 Mann sollten in Ungarn und 80 000 Mann rn Rußland einfallen. Würde aus dieser Hrlse der Türken nichts, so war der König entzchlossen, dem nahenden Verhängnis durch ernen selbstgewählten Akt zuvorzukommcn.
Ta trat unvermutet durch! Gottes Fügung ein Ereignis ein, das den König mit einem Schlage aus aller Not befreite. Am 5 Januar 1762 starb unvermutet der ichlrnimste Feind Friedrichs, die Kaiserin Elrsabeth von Rußland, und ihr Nachfolger der Zar Peter III., schloß, weil er den Preu- tzenkömg bewunderte, ein Bündnis mit ihm, das allerdings nur ein halbes Jahr w!ährte bann .aber durch einen ehrlichen Friedensschluß ersetzt wurde. Dadurch bekam Fried- rrch Luft, daß er seinen noch übrigen Gegnern, besonders der Reichsarmee einige empfindliche Schläge versetzen konnte.' Diese Schläge und die allgemeine Friedensschn!- sucht und Kriegsmüdigkeit waren es auch, Sallte 1763 den Frieden brachten Bekam Preußen in diesem Frieden auch kei.
neu Gebietszuwachs und keine Kriegsentschädigung, .so wurde ihm doch sein Bestand als Großmacht ausdrücklich bestätigt.
Tie Nutzanwendung hieraus ist leicht, Rußland ist jetzt aus der Reihe unserer Gegner ausgeschieden. Es kann über Nacht ein unvermutetes Ereignis leintreten, das uns noch weiter Luft schafft und den Ring unserer Feinde noch weiter lockert oder ganz sprengt. Gott helfe weiter, wie er seither geholfen hat! G. G.
Abend.
Der Abend kommt, die Härrde sinken müd', Nur die Gedanken wandern weite Wege, Und suchen nach dem einen Wiegenlied, Ber dem sich alles Leid zur Ruhe lege.
Der Abend konrmt, die Schatten werden lang, Und frostig weht's vom kahlen Wald herüber, Kein Weggenosse mehr, kein trauter Klang, rCs ‘ zog das Glück der armen Welt vorüber. —
Der Abend kommt, o du, der uns gezeigt, Wie uns're ew'ge Seele darbt auf Erden,
Du Licht vom Licht, der Tag hat sich geneigt, O bleibe du, denn es will Abend werden! — Gräfin Helene Waldersec f.
kirchliche Anzeigen.
-onntag den 18. August ( 12 . n. Trinitatis). Kollekte für die Innere Mission.
G o t t e s d i e n st.
2n der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. — Vormittags 9tzz Uhr: Pfarrer Schwabe. — Kinderkirche fällt aus.
In der Zohanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche! — Vormittags 9y 2 Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Kinderkirche fällt aus. — Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. — Mittwoch, den 21. August, abends 8 Uhr: Ktiegsbetstunde. Pfarrassi- stent Lic. Reuning.
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Wartburg, evgl. Jünglings» und Männer»
Verein, Tiezstr. 15. Sonntag den 18. August: Tagesausflug. Treffpunkt: Lahnbrücke, 7 Uhr vormittags. Donnerstag den 22 . Aug., abends 81/4 Uhr: Leseabend. Gäste stets willkommen.
vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Jeden Mittwoch von 6—7 Uhr für die jüngere Abteilung. Jeden Samstag von 6—7 Uhr für die ältere Abteilung im Johannessaal.
vibelkränzchen für Mädchen aus der Zo>
I|ann«sgentein&t. Jeden Dienstag von 8—7 Uhr nn Johannessaal.
V»rantw örtlich - Pfarrer Bechtolsheims r. Druck und Verlag der BriihI>!chsKuntv-rftt!lt».«i-ch. mit. StsindritckH
R. Lange. (Bteficti


