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geknüpft. Neben persönlichen Eigenschaften! ben so viele, daß die Toten auf den Ochsen

und praktischer Vorbildung erscheint ein ge­wisses Maß von theoretischen Kenntnissen dringend ^erwünscht, das die sozialen Frauen­schulen in besonderen Unterrichtskursen ver­mitteln können. Das Christlich-soziale Frauenseminar des Deutsch-Evangelischen Frauenbundes, Hannover, will bei genügen­der Beteiligung im Herbst mit einem solchen Kursus, der 5 Monate dauern soll, beginnen. Als Hauptunterrichtsfächer sind Rechts- und Verwaltungskunde, Volkswirtschafts-, Erzie- hungs- Und Gesundheitslehre, Einführung in verschiedene Gebiete sozialer Arbeit und Wohlfahrtspflege und religiöse Unterweisung in Aussicht genommen. Bedingungen für die Aufnahme sind : Höhere Schulbildung, zu­rückgelegtes 30. Lebensjahr, möglichst srü

wagen geladen und in den Ganges geworfen wurden, da nicht genug Männer vorhanden waren, die Toten der Hindusitte gemäß nach dem Ganges zu tragen und dort zu ver­brennen. Ter junge Missionar Heinrich Lor­beer waltete, wie dieBiene auf dem Missi­onsfelde" in ihrer neuesten Juli-August- Numnier berichtet, als heilender Missionar vom 12. Dezember v. Js. bis 6. März d. Js. im Zeltlager bei Karimuddinpur seines schweren Amtes. Er schreibt u. a.:S'eht Wunder, daiß die Pest so viel Opfer forderl, denn erstens künimert sich kein Mensch um sie, und zweitens spotten die gesundheitlichen Verhältnisse jeder Beschreibung. In manchen Dörfern besuchte ich an einem Tage gegen 50 Pestkranke, und es gelang mir durch Got-

here Betätigung in charitativer oder sozialer! tes Hilfe, mit Vaters Pestpillen und honiöo

Arbeit, gute Empfehlungen und Zeugnisse Nähere Auskunft erteilt die Geschäftsstelle des Seminars, Hannover, Wedekindstrahe.

Es ist zweifellos ein sehr guter Gedanke, der hier verwirklicht werden soll, aber eins macht stutzig, das ist die kurze Zeit der theo­retischen Ausbildung. In fünf ganzen Mo­naten sollen die Bewerberinnen sich das an­eignen, was sie für ihreir schweren Beruf nö­tig haben. Jedem Manne, der in Staat oder Gemeinde auch nur das bescheidenste Amt

pathischen Arzneien manch schweren Pestfall zu heilen. Fälle, wo der Patient im Deli­rium lag, und die Zunge schon angeschwollen war. das Leben nur noch an einem zarten Faden hing, sind gerettet worden." Wie segensreich das Licht der Mission auch über den rein religiösen Rahmen hinaus selbst in alten Kulturländern wie Jndieir zu wirken vermag, geht aus den weiteren Angaben her­vor:Tie Mohammedaner verzichten auf meine ärztliche Hilfe. Sie hielten es in ihrem

übernimmt, wird eine viel längere Ausbil- Fatalismus für genügend, sich abends und

dnngszeit vorgeschrieben. Das Wichtigste bei dieser erstrebten Fürsorge wird sein, die ge- | eigneten Persönlichkeiten zu finden. Jemand, der nach einem Vierteljahre diese Tätigkeit wieder aufgibt, weil zu Hause die Mutter krank ist oder die Tante zu Besuch kommt, wird kaum geeignet sein. Bevor man solche Polizeiassistentinnen anstellt, müßte man von ihnen einen längeren Vorbereitungs­dienst verlangen. Auf alle Fälle aber ver­dient der der Sache zugrunde liegende Ge­danke sehr die Beachtung weiter Kreise. Zur Fürsorge für solche Frauen, die mit der Po- lizer zu tun bekommen, ist niemand so geeig­net wie eine crnstgesinnte Frau, die an diese Arbeit herantritt mit dem ernstlicheir Willen, sie sich zur Lebensaufgabe zu machen. Wir teilen die Absicht des Christlich-sozialen Frauenseminars zu Hannover hier mit, weil vielleicht auch in unserem Leserkreise sich Frauen finden, die für die Tätigkeit der ge­schilderten Art berufen sind.

morgens stundenlang mit Fäusten ihre Brust zu schlagen, daß es weithin dröhnte,und ihren Nationalhelden Hassau-Husain anzurufen. Tie Hindus opfern der Göttin Kali Ziegen- böcke, um sie milder zu stimmen." Wo bleibt da die englische Kultur-Mission?

Ich bin vom 12. August bis 8. September verreist: meine Amtsgeschäfte übernimmt in dieser Zeit Herr Pfarrassistent Liz. Reuning, Wetzsteinstraße 38. Bechtolsheimer.

kirchliche Anzeigen.

Sonntag den 11. August (11. n. Trinitatis). Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier­ten aus der Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Wahr. Kinderkirche fällt aus. Mitt­woch den 14. August, abends 8 Uhr: Kriegs­betstunde. Pfarrer Schwabe.

In der Zohaniieskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehr e für die Neu konfirmier­ten aus der Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Vormittags 9 Vs Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und Feier des heili­gen Abendmahls für die Lukas- und Jo- hannesgcmeinde. Kinderkirche fällt aus.

Verantwortlich: Pfarrer Bechtolsheimer Druch lind Verlag der Vrnh''sch,kl Üiuverittäts-Duch- lind Steindruckerei

'JS. Lauere. Gieren.

Einem Bericht der von der Goßnerfchen Misfionsgesellschaft (Sitz Berlin-Friedenau) unterhaltenen Ganges-Missiou entnehmen wir folgende Mitteilungen: Infolge der in diefeui Frühjahr ausnahmsweise kühlen Wit­terung hat die Pest in Karimuddinpur und in allen nahen und fernen Dörfern furcht­bar gewütet. Ganze Straßen und Dörfer sindausgestorben. In manchen Dörfern ster-