Ausgabe 
21.7.1918
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Reformierter von einem lutherischen Pfar­rer sich das heilige Abendmahl reichen ließ. Es ist der Segen der Union, hier Wandel geschaffen zu haben, wenn auch einige wenige Eigenbrödler diesen Segen nicht anerkennen wollen.

In dem genannten Jahre wurde am Abend des zweiten Pfingsttages eine Ticnst- magd, vor dem Hause sitzend, von einer an­deren Tienstmagd, die für den Bürgeraus

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samer Liebe zum Vaterland. Am Charakter liegt es, und diesen haben die braven Jungen bewiesen. (Lebhafter Beifall.)

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Da nun die Schulferien ihren Anfang nehmen und viele Kinder auf das Land ge­hen, auch die Helferinnen der Kinderkirche in vielen Fällen verreisen, so wird die Kinderkirche in allen Genreinden an den nächsten Sonntagen ausfallen. Sie beginnt

zug am nächsten Morgen für ihrm^ Herrn ! ^^fkdi^Mattbäws'^rndLnkasoemL ein Gewehr geholt hatte, tödlich verletzt, i ^İsgemernde

ein Gewehr geholt hatte, tödlich verletzt Zweierlei erfahren wir aus dieser Notiz, ein­mal, was uns schon aus der Mitteilung über den Tod des Zimmermeisters Herbert ent­gegengetreten war, daß die Gießener Bürger in dieser Zeit am dritten Pfingsttag zu einer Hebung der Bürgerwehr auszogm, und so­dann, daß man damals an Sommerabenden gern vor den Häusern lauf der Straße saß. Daß das geschah, haben- viele heute noch le­bende Gießener in ihrer Kindheit erlebt.

Am 24. Februar 1784 trug man den! außerordentlichen Professor der Theologie ; und ersten Stadtpsarrer Johann Christian ; Metz, der im vorausgehenden ecwaSitt ist,! zu 'Grabe. Es war in Gießen alter Brauch, haß die Ratsschöfsen die Stadtprediger zu! Grabe trugen. Diese waren jedoch damals i alte, kränkliche Männer, deshalb wurde der' Sarg von zwölf anderen angesehenen Bür­gern getragen. H. B.

Kleine Mittelungen.

lieber das Mädchenstudinm hat der bc- - rühmte Berliner Professor Ulrich v. Wila- j mowitz-Moell end o rf am 8. Juli im preußi- ! schen Herrenhanse beherzigenswerte Ausfüh­rungen gemacht, die wir nach dem Berichte derFrankfurter Zeitung" wiedergeben. 'Ter genannte Gelehrte hat folgendes gesagt:

Wer in die Berliner Universität hinein­kommt, überzeugt sich, daß sie eine Mädchen­schule geworden ist. (Heiterkeit.) Gewiß gibt es Studentinnen, die ebensoviel oder mehr leisten wie der Durchschnitt Unserer Studen­ten. Diese allein gehören in die Universität. Aber eine Menge Mädchen studiert nur, weil es Mode ist. (Sehr richtig!) Wir haben zehnmal soviel Studentinnen des Lehr­fachs, als Stellen für sie vorhanden sind. Es wird ein Scheinwissen für das Examen erreicht, das am nächsten Tag verflogen ist. Waruin erteilt man den Mädchen das Reife­zeugnis mit ebensolcher Liberalität wie un­seren Jungen, die an den Feind wollen 7

am 25. August, für die Markus- und Jo­hannesgemeinde am 1. September.

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Die preußisch-hessische Eisenbahn gern ein- schaft beschäftigte vor dein Krieg eitwt 1000 Frauen. Während des Krieges nahm die Zahl der im Eisenbahndienst verwendeten Frauen gewaltig zu. Gegenwärtig sind im Schreib- und Fahrdienste rund 100 OOO ! Frauen tätig.

Worte zum Nachdenken.

Er schaffte dies,

Er schasste das.

Der armen Seele er vergaß.

Alter Spruch.

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_ Es ist sehr gut, viele Lieder zu können. Lolch ein guter Vers ist wie ein alter guter Freund, der einen begleitet, bald warnt uni bald tröstet. Emil Frommel.

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Hier irren wir und fehlen.

Gehüllt in tiefe Nacht,

Durch wen wird unsren Seelen Ein wahres Licht gebracht?

Von oben kommt die Klarheit,

Tie alles uns erhellt;

Tenn Christus ist die Wahrheit,

Er ist das Licht der Welt.

K. I. Asschenfeldt.

kirchliche Anzeigen.

Sonntag den 21. Juli (8. nach Trinitatis).

Gottesdien st.

In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier­ten aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. Vormittags Op? Uhr: Pfarrer Lchwabe. Vormittags 11 Uhr: Militär­gottesdienst. Pfarrer Schwabe. Kinder­kirche fällt a u s.

In der Johennerkirchc. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier

Vor..,.

tianer-Lehrer herabsteigen. Unsere jungen Kommilitonen, die aus dem Krieg zurück­kommen, haben in ihrem Wollen und Kön­nen nicht gelitten. Bei ihnen ist der Krieg der Vater aller guten Dinge gewesen. Mit ihnen werden wir auskommen in gemeur-

V«rantwortl,ch : Pfarrer Bechtolsheim-r. Druck und Verlag der Brühl'schen UnIversllLtr-Duch. imd Steindruck»«!

R. Lange, Gießen.

oldjett ..Mädchen lehren, heißt zum Ter- ten aus her Lukasgemeinde. Pfarrer Bech-

WF.rw nr 0 . .. tolsheimer. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarr-

assistent Liz. Reuning. Kinderkirche fällt aus. Abends 8 Uhr: Bibelbesprechung un Johannessaal. Mittwoch den 24. Juli, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrassi- Itent Liz. Reuning.

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