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griffe beizubringen sondern er lehrte sic auch ihre Begriffe auszudrücken. So daß sie mit ihm nach ihrer Art alles reden können, daß sie sogleich niedcrschreiben, was er ihnen vorsagt, ja sich selbst überlassen einige Aufsätze machen, die zwar nicht immer so genau zu- sammenhängen, die aber meistens ihre Gedanken genau ausdrücken. —
Um diese Notiz nach ihrer ganzen Bedeutung würdigen zu können, muß man bedenken, daß man um die Mitte des 18. Jahrhunderts Überhaupt erst anfing, die Taubstummen reden z!u lehren. Der Deutsche Hei- nicke (1729—1790) und der Franzose de l'Epee (1712—1788) sind auf diesem Gebiete bahnbrechend gewesen. Neben ihnen gebührt auch dem Großen-Lindener Pfarrer, auch wenn er in der großen Welt weniger bekannt ist, eine Ehrenstelle.
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In Darmstädter Blättern findet sich folgender Notschrei: Seit längerer Zeit befindet sich Einjender auf der Suche nach einer Wohnung, aber alle Bemühungen sind umsonst. Und warum? Weil er das Glück — oder in diesem Falle das Unglück! — hat, drei Kinder zu besitzen. Erst gestern wurde seiner Frau in einem Hause gesagt: „Leute mit Kindern nehmen wir nicht!" Ein solches Verhalten von Hausbesitzern ist bocfj traurig, in dieser Zeit tieftraurig. Da draußen verbluten im Kampfe um Deutschlands Existenz Millionen von Männern, unsere besten Volkswirtschaftler schreiben ganze Bände über den Bevölkerungsrückgang, !und wie ihm abzuhelfen sei, überall bestehen Vereine Und Genossenschaften und werden deren neue ge- gegründct, um das Problem zu lösen und Deutschland das Schicksal Frankreichs zu ersparen. Und demgegenüber ein derartiges Verhalten eines großen Teiles der Hausbesitzer !!
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uarberuf haben, schon jetzt als Bewerber in den Bildungsanstalten airmelden. Es köirnen jauch Jünglinge sein, die gegenwärtig iwch ihrer Pflicht als Vaterlandsverteidiger genügen. Tie Sorge für guten und passenden Nachwuchs lastet schwer aus den Misiions- häusern und den übrigen verantwortlichen Stellen.
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Seit Wochen hing das Damoklesschwert der Ausweisung über den in China lebenden Deutschen. Man wollte ihnen in Australien Unterkunft geben. Wie diese beschaffen lein würde, darüber verlautete nichts Gewisses, doch ließ die feindselige Stimmung der Australier und Engländer fürchten, daß der Wohnsitzwechsel für unsere Landsleute im fernen Osten völlige Verarmung und Verelendung nach sich ziehen würde. Diese Gefahr ist nun glücklich abgewandt. Es ist, wie schon im Reichstage mitgeteilt wurde, den deutschen Vorstellungen auf der gegenwärtig im Haag tagenden Gefangenenaustausch- Konferenz gelungen, den englischen Plan zu vereiteln. Die britische Regierung hat sich darauf beeilt, in Peking die Zurückziehung der von China bereits erlassenen Auswei- sungs- und Versendungsbesehle zu erwirken. So ist also noch in zwölfter Stunde die von England betriebene Deportation der Deutschen laus China verhindert worden. Hoffent- lich kann nun auch das Liebeswerk der Baseler Mission ungehindert weiter betrieben werden, das trotz mancherlei Schwierigkeiten während des Jahres 1917 fortgeführt worden ist. Nach den beim Baseler Mutterhaus eingegangenen Arbeitsberichten haben 1917 seine Missionare 1028 .Hcidcntaufen vollzogen, davon 905 an erwachsenen Täuflingen.
kirchliche Anzeigen.
Sonntag den 11. Juli (7. nach Trinitatis).
Tie Verödung der deutschen Missionsseminare durch den Krieg wird am besten ail dem Verspiel der Berliner Mission erkannt und gewürdrgt. Während in ihrem j Seurrnar bis 1914 in der Regel 50 Zöglinge herangebildet wurden, gibt es irach erner im „Reichsbotcn" veröffentlichten Mitteilung zurzeit dort nur einen einzigen. | Und das ist ein im Zivildienst tätiger Kriegsbeschädigter. Alle übrigen ehemaligen Se-' minaristen stehen entweder im Felde oder sind bereits gefallen. Jni günstigsten Falle dürfte kaum die Hälfte der früheren Zöglinge in die Anstalt zurückkehren. Ihnen eröffnet sich beim Friedensschlüsse vermutlich ein so großes Maß von Arbeit, daß sie es allein nicht bewältigen können. Es ist deshalb dringend erwünscht, wenn sich junge Leute, die Lust und Befähigung zum Missio- j
Kollekte für den Bau einer evangel. Kirche in Gaualgesheim.
G o t t e s d i e n st.
In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. — Vormittags 9 1/2 Uhr: Pfarr- assistenr Liz. Reuning. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus-
gemeiude. Pfarrassistent Liz. Reuning. — Mittwoch den 17. Juli, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Schwabe.
Zn der Zobannerkircho. Vormittags 8 Uhr: fällt aus, siehe Stadtkirche! — Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirchc für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer.
Verantwortlich : Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Drühl'schen Universitäts-Buch, und Steindruckerei
N. Lange. Giehen.


