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,eigentlich sin's ja Quetscheboim, awer der T-euwel schreib das große Que."

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Ter zu dieser Zeit regierende Großherzog hielt sich zuweilen -ans seinem in der Nähe ge­legenen Jagdschloß auf und lieft eines Tages dem Bürgermeister sagen, er würde ihn dem­nächst besuchen, Um das wegen ferner archi­tektonischen Schönheit berühmte Rathaus, so­wie die darin aufbewahrten Mtertümer zu besichtigen. Besonders interessiere ihn ein Rolandsschwert, von dem er gehört habe, daß es sich dort befände.

Der Bürgermeister, sehr erfreut über den ihm angekündigten hohen Besuch des Landes- sürsten, unterwarf alle Gegenstände irochnials einer eingehenden Prüfung, fand aber das alte Schwert durch den Zahn der Zeit so zer­fressen, daß er glaubte, es nicht mcmtwotten. hi können, es dem Großherzog in diesem Zustande zu zeigen. Er ließ es daher gründ-: sich reinigen, den Rost abschaben und die Klinge, die viele Scharten aufwies, fern - säuberlich schleifen. . , ,

Nachdem der Großherzog alles andere be-- sichtigt und seine volle Zufriedenheit über das Gesehene ausgesprochen hatte, frag er nach dem alten Schwert. Mit heiterem Lächeln zeigte der Bürgermeister auf die ge­säuberte Waffe, erschrak aber nicht wenig, als der Großherzog ganz bestürzt ausrief: Na, welcher Esel hat denn die Dummheit begangen und hat das Ding da schleifen lassen?" worauf der Bürgermeister prompt zur Antwort gab:Ei, ich, Königliche Ho­heit".

ver Tanz um das goldene Ualb.

Die Gier nach Geld hat unser Volk in erschreckender Weise ergriffen, der Tanz um das goldene Kalb versetzt weite Kreise in allen Schichten unseres Volkes in einen Tau­mel, der sie nur das eine, die Macht des Geldes sehen läßt. Wie weit der Mammons- teufel unser Volk schon beherrscht, zeigt fol­gender Bericht, der demBerliner Tage­blatt" entnommen ist: !

Jedenfalls ist die Spekulation rn Bör­senpapieren heute in so weite Volkskreile ge­drungen, wie dies vielleicht nur noch in der Gründerperiode der 70er Jahre und in Zei­ten der wildesten Kalispekulalion, allerdings hier nur in lokal begrenzten Gebieten Deutschlands, der Fall gewesen ist. Heute spekulieren nicht nur Waufleute, Rentner, Aerzte, Juristen, Beamte usw., sondern auch tm wahrsten Sinne des WortesGevatter Schneider und Handschuhmacher". Zur Aus­breitung der Spekulation hat auch der Um­stand beigetragen, daß die Angestellten rn den Banken, die jaan der Quelle sitzen und die Gewinninöglichkeiten des Börsen­spiels lange, genug aus nächster Nähe ver­folgen konnten, in großenr Umfange für eigene Rechnung zu spielen begannen. Aus

denElektrischen", die die Friedrichsbrücke kreuzen, kann man ganz jungen Bürschchen begegnen, die sich- prahlend -erzählen. Was sie bei ihren letzten Geschäften inBemberch undRhein. Metall" verdient Hätten. In manchen Bankburoaus bilden sich, förmliche Spielkonsortien von Angestellten, die ihren Partnern (so lange es gut geht) fette Pro­zente abwerfen. Tie Partnerschaft bei sol­chen Konsortien erstreckt sich bis -auf die Kon­toristinnen, die auf diese Weise allmonatlich weit über ihre Gehälter hinausgehende Ge­winne einstreichen. Ueberhaupt hat sich ge­rade das weibliche Element in gewissen Be­völkerungsschichten in besonders großem Um­fange dem Börsenspiel zugewandt."

Bei England verurteilen wir die Profrt- gier und Mammonssucht, die es in den Krieg trieb, und wir? Sind wir nicht auch- schon verseucht von derenglischen Krankheit"?

Uleine Mitteilungen.

Ter tausendjährige Rosenstock im Dom- hos zu Hildesheim steht jetzt wieder in voller I Blüte. Sein Alter ist freilich- nicht genau zu bestimmen. Geschichtlich läßt sich- das Vor­handensein des alten Stammes nrch-t über das Jahr 1650 hinaus verfolgen. Damals veröffentlichte ein Jesuit Georg Elbers eme . Geschichte Hildesheims, in der er ber Erwah- nung des Rosenstockes betonte, daß dieser ! schon viele Jahrhunderte lang bestehe. Für diese Behauptung sprechen aber nur Legende und Sage. Jinm-erhin ist der Rosenstamm sehr alten Ursprungs. Mit seinen Aesten und Zweigen bedeckt er die Chorwand des Domes in einer Höhe und Breite von 10 Metern. Tie Triebe sterben nach Jahrzehnten immer wieder ab. Von den jetzt vorhandenen stammt der älteste von 1863. In diesem Jahre smd ihm orer krästig-c Ausläufer erwachsen, von denen der eine unmittelbar aus der Wurzel in der Erde entsprossen ist.

zzn dem von uns in der vorigen Nummer erwähnten Jahrgang 1777 der Zeitschrift Ephemerid-en der Menschheit" findet sich auch folgende Notiz: ,

Herr Pfarrer Arnolds zu Großlmden tm Hessendarmstädtischen begnügt sich nicht dar­an, seiner Gemeinde durch- seinen Unterricht nützlich zu sehn und die übrige Zeit in geist­licher Ruhe h-inznlegen. Er fühlte Talente und M ath genug außer den Pflichten ernes Pfarrers noch größere eines Menschenfreun­des (Anmerkung des Herausgebers: sollte man wohl durch etw-as mehr Menschenfreund sehn können als durch die Ausübung der Pflichten -eines Pfarrers? Warum spielt man doch so sehr mit dem Worte Menschen­freund?) ausüben zu können. Er versam­melte um sich -eine kleine Schule von unglück­lichen taub- und stummgebohrenen Personen, und durch seinen unermüdeten Fleiß und Ge­schicklichkeit wußte er nicht nur ihnen Be-