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die Ewigkeitsfragen handelt. Denn die Zeit, die man dem Umgang mit dem Herrn wid­met, ist nie verloren.

Es wird nicht lang mehr währen,

Harrt, noch ein wenig aus:

Es wird nicht lang mehr währen,

So kommen wir nach Haus.

Baronin R.

Unsere Jugend während der Uriegszeit.

Man, muß fast schon von einer ständigen Rubrik in der Presse sprechen:Verwilde­rung der fügend". Und sie wird, in letzter Zeit durch Berichte über Mordprozesse be­denklichster Art vermehrt, ganz iabgesehen von dem gewaltig hinauf schwellenden Zahlen­material in den Statistiken über die Krimi­nalität der Jugendlichen. Tie Tatsache ist somit nicht zu leugnen und tiefbedauerlich, immerhin sollte man sich vor gewisser Ein­seitigkeit bei diesen Feststellungen bewahren. Wie steht es denn mit der Kriminalität im allgemeinen während des Krieges? Wir furchten: nicht sonderlich besser, als bei der der Jugendlichen im besonderen. Und wir fürchten obendrein, daß der Arm der Justiz gar manchen Erwachsenen jetzt nicht erreicht, der erreicht zu werden verdiente, während es bei den Jugendlichen leichter möglich zu seit: scheint. Bor allen! aber: Steht der wach­senden Kri'.ninalitätsziffer der Jugendlichen daheim nicht eine ums Vielfache wachsende Ziffer deutschen Heldeninuts, deutscher Cha­rakterstärke, deutscher Hingabe, deutscher sitt­licher Kraft gerade unter unseren jugend­lichen,, Feldgrauen mehr als ausgleichend gegenüber? Der Krieg offenbart eben die Gegensätze in viel schärferen Strichen! Aber noch Eines! Wer trägt denn an der wachsen- den Kriminalität der Jugendlichen einen j Hauptteil der Schuld? Sind es nicht Ein-1 fiüsse, denen die Erwachsenen zumeist mit verschränkten Armen zusehen, den Staat nicht ganz ausgeschlossen? Es ist zwar schon zum Ueberdruß oft hingewiesen Warden auf dre Auswüchse zahlloser Kinosensationen, den elenden Operettenkram, die noch elenderen) Tingeltangellieder, das vergiftende An- veißertnm einer gewissenJugendliteratur" a laHans Stark der Fliegerteufel",Der Mönch Rasputin" und wie die Groschenhefte alle heißen mögen! Aber leider: es gibt Tinge, die nicht oft genug wiederholt wer­den können! Und nun ziehe man in Be­tracht die zum Teil unsinnig hohen Löhne, die der Arbeiterjugend während des Krieges in den Schloß geworfen werben, und die nun, vollends unter der starken Herabminderung der * väterlichen Zucht, rettungslos jenen schnöden Versuchungen ausgesetzt ist! Also, ehe man Tag um Tag die Hände über den Kopf zusammenschlägt ob!unsererverwilder­ten Jugend", greise man erst einige jener

schlrmmsten Erbübel bei der Wurzel an! Ueberhaupt klage man weniger und helfe mehr!

Worte zum Nachdenken.

Ich will nicht, was mein Wille will, Rur deinen Willen fromm und still Mir stets zur Richtschnur ausersehn, Niemals aus eignen Wegen gehn:

Ich will, geführt von deinen Händen, Beginnen, fortgehn und vollenden.

Philipp Spitta.

*

Will einer merken lassen.

Daß -er mit Gott es hält,

So muß er keck erfassen Tic arge böse Welt.

Ludwig Uhland.

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Gott weiß Huld und Rat,

Wenn aller Menschen Trost ein Ende hat Glockenspruch aus dem Jahre 1592.

*

kirchliche Anzeigen.

Sonntag den 23. Juni (4. nach Trinitatis).

Gottesdien st.

3 der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Fällt aus, siehe Johanneskirche! Vor­mittags 9Va Uhr: Pfarrassistent Liz. Reu- nrng. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirchc für die Markusgemeinde. Pfarrassistent Liz. Reuning.

3n der Johanne-Kirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Nenkonfirmier- ten ans der Lukasgemeindc. Pfarrer Bech­tolsheimer. Vormittags 9hs Uhr: Pfar­rer Slusfeld. Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmel­dungen vorher bei den Pfarrern ;eder Ge­meinde erbeten. Vormittags 11 Uhr: Kin­derkirche für die Johannesgemeinde. Pfar­rer Ausfeld. Abends 8 Uhr: Bibelbe­sprechung im Johannessaal . Mittwoch den 26. Juni, abends 8 Uhr: Kriegsbet­shunde. Pfarrer Bechtolsheimer.

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Wartburg, evgl. Jünglings- und Mänuer-

Verein, Tiezstr. 15. Sonntag den 23. Juni, abends 8 Uhr: Vortrag. Donnerstag den 27. Juni, abends 8i/* Uhr: Leseabend. Gäste stets willkommen.

vi'bclkrii»;chen für Schüler höherer Lehr- anstalten. Jeden Mittwoch von 67 Uhr für die jüngere Abteilung. Jeden Samstag von 6 7 Uhr für die ältere Abteilung ini Johannessaal.

Vibclkriinzchen für Mädchen aus der 3s- hannesgemeinde. Jeden Dienstag von 67 Uhr im Johannessaal.

V-rant»>ortIich i Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl-scheu Universitäts-Buch- und StrindruckTel

N. Lange, Gießen.

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