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And Liebig, die sich! ihrer Sache angenommen hatten, dankten sie für den durch die Würdi­gung der Wünsche Und Bestrebungen der aka­demischen Jugend betätigten edlen Sinn. »Namentlich Credner, welcher sich auch, später­hin noch durch sein unentwegtes Eintreten für die Rechte und Freiheiten der Glichen er Studenten in unüberbrückbare Gegensätze zu den Ansichten des Kanzlers von Linde ge­bracht hatte, gaben sie wiederholt Beweise ihrer Wertschätzung Und Dankbarkeit.

(Fortsetzung folgt.)

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Lin Lutherwort über Gott.

Gott ist nicht ein solch ausgestreckt, Lang, | breit, dick, hoch, tief Wesen, sondern ein über­natürlich, unersorschliches Wesen, das zu­gleich in einem jeglichen Körnlein ganz und gar, und dennoch in allen und über allen und außer allen Kreaturen sei. Trum be­darf's keines Umzännens hie, wie der Geist träumet, denn der Leib ist der Gottheit viel, viel zu weit, nnd könnten viel tausend Gott­heit drinnen sein. Wiederum auch viel zu enge, daß nicht eine Gottheit drinnen sein kann. Nichts ist so klein, Gott ist noch kleiner. Nichts ist so groß, Gott ist noch größer. Und so fortan ist's ein unaussprechlich Wesen über und außer allem, das man nennen oder denken kann."

Meine Mitteilungen.

Unsere Kriegsbetstunven haben nach einer i durch die Kohlennot nötig gewordenen län- j geren Unterbrechung wieder ihren Anfang! j genommen. In der kommenden Woche, und Mar ani Mittwoch, abends 8 Uhr, ist Kriegs- ! betstunde in der Johanneskirche.

Am 21. April nimmt in beiden. Kirchen wieder die Christenlehre rhrcn Anfang, sie ist bekanntlich mit dem Frühgottesdienst, der um 8 Uhr beginnt, verbnuden. Die einzel­nen Gemeinden wechseln von Sonntag zu Sonntag mit der Christenlehre ab, so daß die Nenkonfirmierten alle 14 Tage zu er­scheinen haben. Die Eltern weiden gebeten, ! ihre Kinder zum Besuche dieser gottesdienst- j Hören Veranstaltung anzuhalten.

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Verschiedene deutsche Blätter hielten es für nötig, deit jüngst verstorbenen Schrift­steller Frank Wedekrnd in Worten zu feiern, die bei einem großen Teile des deutschen Vol­kes Widerspruch heraussorderrt müssen. Es! ist Pflicht, hier Klarheit zu schaffen. Frank I Wedekind gebt daraus uns, in seinen Tra-, men die schlimmsten Auswüchse erotischen Empfindens zu schildern, nnd entspricht da-! mit das muß zu unserer Schande zuge-!

geben werden den Wünschen eines großen Teiles unseres Volkes. Um so größer aber ist unsere Pflicht, solche, die wahre tzchte deutsche Literatur suchen, vor diesen minder­wertigen Errungenschaften der modernen Zeit zu ivarnen. Kennzeichnend für die Weltan­schauung Frank Wedekinds ist außer dem be­kannten GedichtErdgeist" folgende Rei­merei:

Und kränkt dich dein Auge, so reiß es aus. Sonst juckt es dich Halb in beiden;

Und hast du ein böses Weib Haus,

So laß dich von ihm scheiden!

Und wird dir das Mensthengetrampel zu

dumm.

Und schindest du dich vergebens

So würz' dir init Zyankalium Tie Wassersuppe des Lebens!"

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Ein wenig kriegsgemäßes Treiben herrscht

so entnehmen wir der Wiedergabe eines Berichtes in deinVolk" in den böhmi­schen Grenzorten:Althen öffentlichen Tanz­musiken werden die üblichen Restanränt- Hausbäkle, Kostüm - Faschingskränzchen nnd ähnliche Vergnügungen ganz wie im Frie­den abgehalten. In denr eine knappe Weg­stunde von Zittau gelegenen Städtchen Grot- tan fand an einem der letzten Sonntage in zwei großen e-älcn gleichzeitig Ballmusik statt. Auch für den Fastnachtsdienstag fehlte es daran nicht. Zn den Tanzmusiken fanden sich trotz der Grenzsperre noch reichlich viel Besucher aus den sächsischen Ortschaften ein. lim den Grenzposten nicht in die Hände zu fallen, müssen die Leichtsinnigen bei der Heimkehr in dunkler Nacht oft die hals­brecherischsten Wege cinschlagen." Lustiges Leben trotz aller Kriegsnot! Und wenn die Kriegsnot von uns genommen wird, was soll dann noch werden? Ja, man versteht wahr­lich jenen feldgrauen Künstler, der im Blick ans die sittlichen Anstände in Tentschland schrieb :Ich wollte, ich hätte etne_ Faust, so groß me ein Berg, nnd eine Stimme, so stark wie Gott, wie wollte ich jetzt jüng­stes Gericht halten!"

ttirchliche Anzeigen.

Sonntag deir 14. April (Misericord. Tom.).

G o t t e s d i e n st.

In der Stadtkirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Btahr. Vormittags 11 Uhr: Äinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr.

In der Johanneskirche. Vormittags 9V- Uhr: Pfarrassistent Liz. Reuning. Vor­mittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukas­gemeinde. Pfarrer Bechtolsheimen Abds. 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal.

Mittwoch den 17. April, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheimer.

Derantwortlich : Pfarrer Decht»! Sh« im er. Druck und Verlag der Brühl'scheu Universltäts-vuch- »nd Steindruck, rei

R. Lange. (Siehe».