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eifrige Freundin Preußens ift. Eür reißen­der ©trom stürzt sich, unter den «chloß- senstern brausend, in das Felsental tinab und schlängelt sich in vielen Krümmungen erst durch das unten liegende ^vrs, dann um die Stadt Alsfeld und verliert sim dem Auge hinter vielen Dörfern und Hügeln wie ein slatternder Silberstreif.^ Jn der uml.e- genden wild-schaAerlichen Gegend ich wobt ca: zwölf verschiedenen Orten Predigt und Kommunin mit den Trnpfem Am ersten Advent auch hier in der Schlaßkavelle.

Unser längere. Au enthalt hrersel.st führte mich zur genaueren Bekannt! chat mit dein Hesseulande. Ein schöner Menschenstamm d:e alten Kalten, schlank, groß und stämmig, blondgelockt, blau von Augen und fast ttotzig von Blickt Tie Männer tragen em Ober* bem'b aus weißer Leinwand über die anderen Kleider, auch meiste Stiefeletten mit einem roten Reif am Knie. Sie fahren mit Ochsen, seltener mit P erden und reden zu ihnen eme ganz andere Sprache als unsere Fuhrleute, um die Fahrt zu beschleunigen oder emzii- balten. Es ist eine Art von Gesang, mit welchem sie längs den Straßen ziehen. Ihre Wagen haben mir zwei Räder, bte sehr weit auseinanderstehen und hoch sind Außer­dem sind auch Handkarren gebräuchlich mit einem Vorderrade, vor welche sie Hunde spannen. Es ist ein sonderbarer Anblick, den Hund hier im Zugseil traben zu sehen, wah­rend der Führer, sich mit ihn unterredend, den Karren nachschiebt. Ter Esel gBwrt and) zur Hausgenossenschaft. Sein Gechäst ist, die Säcke nach der Mühle zu tragen, er geht aber desto schneller, je mehr ihn awgebürdet wird, wahrscheinlich, um die Last eher los­zuwerden.

(Schluß folgt.)

auch ein allgemeiner Mangel an Gerechtig­keitssinn, ein Uebermaß an Mammonssinn und aii Kulturseligkeit, kurz die Sunde zu- arunde liegt. Demgegenüber unerschrocken sur Gerechtigkeit, Liebe und übermaterielle Gu­ter, kurz für die Gottesherrschaft einzutretcn, ist die elementarste Pflicht un,eres Dievens. Wir dienen damit zugleich unserem Vater- laiide, das nur unter der Gottesherrschaft gedeihen kann. Dankbar begrüßen wrr es, wenn jetzt in Upsala und anderswo m neu­tralen, wie in feindlichen Ländern dieselben christlich-sittlichen Forderungen laut werden. Wir vertrauen, daß dieserneue', rn Wirk­lichkeit uralte Geist des Reiches Gattes sich durch alle noch so starken Hindernlste Bahn brechen und den Völkern als hehrstes, wenn auch langsam rei'endes Kriegsziel eine Zu­kunft in Gerechtigkeit und Glück bringen wird.

Meine Mitteilunaen.

Unsere Kriegsketstunden, die seit'er Mitt­woche abendch statt anden. werden vorlau.rg ; austallen. Es geschieht dies, um genügend Kohlen für die Heizung der Kirchen an den Sonntagen zur Verfügung zu haben. Wir hoffen, 'in diesem Jahre ohne Zusammenle- ! gung der Gottesdienste auskonimen zu kön­nen. Unsere Kirchen werden stets genügend geheizt sein, so daß niemand aus Furcht vor Erkältung dem Gottesdienste fern zu bleiben braucht. _

kirchliche Anzeigen.

Sonntag den 6. Januar. Landes-Missionsfest. Kollekte für die Mission. Gottesdienst.

In der Stadtkirche. Vormittags 9V2 Ustr: Pfarrer Mahr. Vormittags 1l Uhr: Kru- derkirche für die Matthäusgeineinde. Pfarrer- Mahr. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe.

Abends 8 Ubr: Vereinigung der kon ir- mierten männlichen Jugend der Matthäus- geniemde. Dienstag den 8. Januar, abds.

8 Uhr: Vereinigung der konsirm-erten weib­lichen Jugend der Markusgeme'nde F - ei­tag den 11. Januar, abends 8 Ubr: Ver­einigung der konfirmierten weiblichen Ju­gend der Matthäusgemeinde.

Zn der Zobannerkirche. Vormittags 9*4 Ubr: Pfarrassistent Sic. Reuning Vor­mittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukas­gemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abds.

5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Abends V"8 Ubr: Vereinigung der konfirmierten weib- limen Jugend der Lukas gemeinte. Abds. V?8 Ubr: Vereinigung der konfirmierten

männlichen Jugend der Johannesgemeinde.

Freitag den 11. Januar, abends ty-6 Ubr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen

Reich Gottes und Krieg.

Eine Reibe evangelischer Pfarrer, an de­ren Spitze Pfarrer Uhdcn in Hannover steht, veröffentlicht eine Erklärung, der ieder, dem das Christentum noch Herzenssache ist, zu­stimmen wird. Diese Erklärung besagt:

Wir geben dcm bedrohten Baterlande, was ibm gehört: Liebe von ganzem Herzen und unerschütterliche Treue, bis ein ehren­voller, unsere Zukunft sichernder Friede er­rungen ist. Aber über dem Vaterlande steht, alle Länder umspannend, das Reich Gottes, dessen Evangelium heißt: Gerechtigkeit,

Friede und Liebe. Es hieße dem Evangelium schlecht dienen, wenn wir der durch diesen Völkerkrieg aufgeregten Leidenschaften nicht Herr blieben und einem Chauvinismus ver­fielen. der uns, die Boten des Friedens, zuKriegstbeologen" stein vette. Wohl ist ein

vaterländifcher Zorn berechsigt, aber er ver- «.'lumum.is w. wi>n«mwi» dunkelt nicht unser Urteil, daß diesem Kriege! Fugend der Johaniiesaemein^e _

Dn'autwortUck: Piarrer Bechtolsheimer. Druck und Deriag der drühl'schen llaloerlllilrs-Wuch. »*> Strindruckerei

95. Lang«, Ki-Hsn.