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Häuserkauf und Verkauf mehr oder weini­ger zu bereichern. Arbeit war schwer zu fin­den. Mein Oheim machte mir den Antrag, für geringen Wochenlohu bei ihm zu blel- beu. Etwas ist besser, denn nichts, und so blieb ich. Es versteht sich, das; nun alle Küchen gefch äste auf hörten, deren ich bis da­hin noch einen Tseil besorgt hatte. Ich ,mie­tete mir auf dem Kölnischen Fischmarkte eine Kammer bei einem Schneider und richtete mich in derselben ein.

Den französischen Kaiser hatte ich, so­lange er in Berlin verweilte, im Oktober und November vielfach, auch an der Spitze seiner Garden, gesehen, besonders wenn er im Lustgarten Revue hielt. Er stand dann im grünen Frack oder grauen Ueberrock, nur mit dem Stern der Ehrenlegion dekoriert, sehr unscheinbar vor der glänzenden Suite! der goldbeblechten und mit Orden über­ladenen französischen Marschälle und der übrigen hohen Offiziere in allen möglichen Uniformen und aus allen Nationen, und doch richtete sich jedes Auge nur aus ihn. Er wohnte im Schlosse nach dem Lustgarten hinaus eine Treppe hoch, das dritte Fen­ster von der Ecke, so daß der goldene Adler aus der jetzt in dieser Gegend stehenden Säule hätte in seine Fenster blicken können. Hier habe ich ihn von unten einige Male im Zimmer, die Hände auf den Rücken, diktie­rend aus- und abgehend gesehen. Wenn er nach dem Lustgarten hinabsteigen wollte, schlug eine Anzahl Tambours aus dem Kor­ridor des Schlosses, wo er vorüber mußte, einen gewaltigen Marsch, bis er unten war. Wenn die Bataillone bei ihn vorüber zo- igen, tönte ein stetes:Viv 6 PEmpereur!^ Auch ausreiten sah ich ihn einige Male. Bei den Revuen machte stets der Borüberzug der von ihm 'errichteten kostbar uniformierten Berliner Bürgergarde zu Pferde und zu FM den Beschluß. Kein Preuße konnte diese Dinge mit ansehen, ohne sich schmerzlich be­wegt zu fühlen.

Die politischen Aussichten wurden trü­ber und trüber. Am 7. und 8 . Februar 1807 wurde die Schlacht von Eylau geschlagen. Nach französischen Berichten war es ein Sieg der Franzosen, und da sie vorrückten, leistete die Schlacht ihnen wenigstens denselben Dienst, ungeachtet unter der Hand das Gegenteil des Sieges behauptet wurde.

(Fortsetzung folgt.)

Uleine Mitteilungen.

Es sei daraus aufmerksam gemacht, daß die Feiern zur Eröffnung des Konfirmanden­unterrichtes keineswegs nur für die Kinder, sondern besonders auch für ihre Eltern und ihre sonstigen Familienglieder, auch für ihre Paten, wenn diese kommen können, bestimmt

Verantwortlich: Pfarrer

sind. Konfirmation und Konfirmanden­unterricht sind für den jungen Christen sehr wichtig. In der Zeit, in der er zur Kon- sirmandenstunde geht, bedarf er sehr der För­derung und Behütung durch die Seinen. Darum ist es notwendig, daß sich am An­fang dieser Zeit alle Familienglieder im Gotteshanse auf die ihnen bevorstehende Auf­gabe besinnen und Gottes Segen zu einem heiligen Werke erbitten.

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Am Beginn des Winterhalbjahres sei an die Familien unserer Gemeinde die Bithe gerichtet, doch die Kinder zur Kinderkirche zu schicken. Da in Gießen die Kinder in der Regel nicht am Gottesdienst der Erwachsenen teilnehmen, so gewinnen viele Kinder gar keine Verbindung mit deur kirchlichen Leben, wenn sie sich dauernd von der Kinderkirche sernhalten, und stehen, wenn sie in den Kon- sirmandenunterricht eintreten, unseren kirch­lichen Einrichtungen fremd gegenüber.

kirchliche Anzeigen.

Sonntag den 14. Oktober.

19. nach Trinitatis.

Kollekte für die hessischen Soldatenheime.

G o ttesd ienst.

In der Zladtkirche. Vormittags 9V 2 Uhr: Pfarrer Mahr. Feierliche Eröffnung des Konsirmandenunterrichts für die Matthäus­gemeinde. Vormittags 11 Uhr: Kinder - kirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr. Abends 6 Uhr: Pfarrer Schwabe. Feierliche Eröffnung des Konfirmanden­unterrichts für die Markusgemeinde. Abends 8 Uhr: Bereinigung der konfirmier­ten männlichen Jügend der Matthäusge­meinde. Dienstag, den 16. Oktober, abends 8 Uhr: Bereinigung der konfirmier­ten weiblichen Jugend der Markusgemeinde. Mittwoch den 17. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Schwabe.

In der Iohanneskirche. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Bechtolsheim er. Feierliche Er­öffnung des Konsirmandenunterrichts für die Lukasgemeinde. Vormittags 11 Ul;r: Kinderkirche für die Lukas gemeinde. Pfar­rer Bechtolsheimer. Abends 6 Uhr: Pfar­rer Ausseld. Feierliche Eröffnung des Kon­firmandenunterrichts für die Johannesge­meinde. Abends V 28 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jügend der Lukas gemeinde. Abends V 28 Uhr: Ver­einigung der konfirmierten männlichen Ir­gend der J!oHannesgemeinde.

Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Vrühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrucke e

R Lange. Diehcn