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hessischen Handelskammern wie auch andere Korporationen haben sich in diesem Zinne ausgesprochen. Man hat anfangs, wie das in Deutschland leider üblich, die neue Einrichtung übertrieben gelobt, nun lauten die Urteile ganz anders. Daß man von der Trefflichkeit der ,,neuen Zeit" keineswegs über­zeugt ist, geht auch daraus hervor, daß die preußischen Mi­nister durch eine Nundfrage Erhebung über die seither ge­machten Erfahrungen angestellt haben. Aus vielen Aeuße- rungen ersieht man, daß man von dem früheren Beginn der Arbeitszeit Nachteile für die Volksgesundheit befürchtet. Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Gesundheit der Kinder durch tägliches zu frühes Aufstehen geschädigt wird. Man kann eben nichts gegen die Natur unternehmen.

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Der Liedvers ,,Unverzagt und ohne Grauen soll ein Ehrist, wo er ist, stets sich lassen schauen" (Gesangbuch, Lied Nr. 332) fand neulich eine bedeutsame Bekräftigung: Beim Fliegerangriff auf Karlsruhe am 22. Juni, nachmittags halb 4 Uhr, befand sich das Großherzogliche paar und die Groß­herzogin Luise samt engerem Gefolge bei einem Missions- gottesdienst in der im Zentrum der Stabt gelegenen Ztadt- kirche. Als die gewaltigen Bombenschläge zu ertönen anfingen, wurden viele Hörer unruhig und wollten die Kirche ver­lassen. Da intonierte der Prediger, Pfarrer Mühlhäußer, ,,Ein feste Burg ist unser Gott" und alles sang ohne Grgel kräftig mit, ebenso danach, während der Kanonade, auch das ganze Lied ,,Befiehl du deine Wege". Die höchsten Herr­schaften hatten die ganze Zeit ihre Plätze und ihre Loge nicht verlassen, was auf alle ermutigend wirkte. DerBad. Beob." schreibt darüber:Während draußen der Lärm des Fliegerangriffs über der Stabt tobte, sang die Gemeinde und mit ihr der Großherzogliche Hof das Lied des Gottvertrauens, und selbst bei den weniger Beherzten kehrte wieder Mut und vertrauen ein. So hat unser badisches Fürstenhaus in der schwersten Ztunde, welche die Ztadt Karlsruhe bis jetzt wohl durchgemacht hat, den Bürgern mit einem guten christ­lichen Beispiel vorangeleuchtet,, das der Mitwelt und den kommenden Geschlechtern überliefert zu werden verdient." Erst als die kirchliche Missionsfeier ganz vorbei war, fuhren die höchsten Herrschaften ins Zchloß. Ihre Majestät die Kö­nigin von Zchweden, noch krank, war über die Zeit der höchsten Gefahr in den Zchloßkeller getragen worden. Dann

fuhren der Großherzog und die Großherzogin sowie auch die Großherzogin Luise in verschiedene Krankenhäuser und er­kundigten sich nach den verletzten.

Kirchliche Anzeigen.

Gottesdienst.

)n der Ztadtkirche. Zonntag, den 20. August, 9. nach Trinitatis. Kollekte für die innere Mission, vormittags 8 Uhr: Pfarrer Zchwabe. Zugleich Ehristenlehre für die Neukon­firmierten aus der Markusgemeinde, vormittags 9VsUhr: Pfarrer Mahr, vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr.

In der Johanneskirche. Zonntag, den 20. Aug., 9. nach Trinitatis. Kollekte für die innere Mission, vormittags 8 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Zugleich Ehristenlehre für die Neukon- sirmierten aus der Johannesgemeinde. vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und heil. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten, vormittags I N/^UHr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtols­heimer. Mittwoch, den 23. August, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheimer.

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Wartburg, evangel. Jünglings- und Männer-Verein,

Diezstraße 15. Zonntag, den 20. August, abends 8 Uhr: Vor­trag. Aufnahme neuer Mitglieder. Dienstag, den 22. August, abends 8 Vs Uhr: Bibelstunde. Mittwoch, den 23. August, abends 8Vs Uhr: Leseabend. Donnerstag, den 24. August, abends 8Vs Uhr: Turnabend. Zamstag, den 25. August, abends 8Vs Uhr: Aeltere Abteilung. Gäste stets willkommen.

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Vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für

die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6 bis 7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Zamstag von 6 bis 7 Uhr im Johannessaal.

Vibelkränzchen für Mädchen aur der Johannesgemeinde.

Jeden Dienstag von 67 Uhr im Johannessaal.

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