Ausgabe 
13.8.1916
Seite
4
 
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Um den Kranz haltbarer herzustellen, läßt sich auch künst­liches Laub, rotes oder grünes, oder Ilex benutzen. Kann die Gemeinde nicht die Kosten tragen, so tun es gern die Un­gehörigen- es kommt nur darauf an, daß jemand den Un­fang macht. Die Zchleifen brauchen nicht zu kostbar zu sein, und die Unterschriften stellt gewiß gern eine geschickte Hand unentgeltlich her. Uber alle Kränze müssen völlig gleich sein, wie ja doch unsere Dankbarkeit allen gleichmäßig gebührt. Leere Wände zur Uufnahme solcher Chrenkränze finden sich wohl in allen Kirchen.

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Wer Geringes nichtehrt, ist Größeres nicht wert! Es kann einem Deutschen in dieser ernsten Kriegs­zeit angesichts des schändlichen Uushungerungsplanes un­serer Feinde manchmal ins Herz schneiden, wenn er beim Wandern ins Freie sieht, wie gedankenlose Herumstreicher, um ein paar Zchritte zu sparen, die Ecken sich kreuzender Wege in den prangenden Flurenabschneiden", am Bande des Feldrains die Getreidehalme ausreißen, oder gar sich Pfade ins wogende Kornmeer bahnen, um ein paar arme Feldblumen abzurupfen! Das ist zu aller Zeit eine Zchande, jetzt aber eine doppelte! Wenn's nun ein jeder so betreiben wollte? Wo bliebe da schließlich Nahrung für uns und Futter für die Tiere? Dabei mag dieser oder jener darunter sein, der abends womöglich nach alter Gewohnheit noch gedankenlos ,,betet":Unser täglich Brot gib uns heute!" Gb er es wert ist?

Worte zum Nachdenken in der Ariegrzeit.

Wir müssen unsere Gesinnung veredeln. Wir müssen uns als das fühlen und hondeln, was wir sind, als Lebens­leute des zu Unsterblichkeit bestimmten Lebendigen, dessen vergängliche Blüten und Zamenkapseln wir sind, jenes Leben­digen, das unablässig schaffend sich müht, aus den ihm ver­liehenen Gaben immer vollkommenere Werke zu schaffen, in unendlicher Unnäherung den Deutschen zu verwirklichen."

Geheimrat Prof. Dr. med. Gtto von Gruber - München (in einem Vortrag überhygienische Uufgaben der Gegenwart").

Der alte Wandsbecker Bote sagt einmal: Zorge für deinen Leib, doch nicht also, als ob es deine Zeele wäre! Wenn man jetzt nur noch die Klagen hört: Was werden wir essen? Was werden wir trinken?, möchte man wünschen, daß nur ein wenig von dieser tiefgründigen Zorge der Zeele zugute käme, der man Luft und Licht, Nahrung und Labung entzieht und Dinge zuführt, die sie tief schädigen, Bilder, Lieder, Klänge, Genüsse, bei denen man vor Begierde ver­schmachtet."

Gberkonsistorialpräsident v. Dr. o. Bezzel - München.

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Der Wert des Lebens besteht nicht in seiner Länge, sondern in seinem Inhalt, nicht in seinem Ublauf, sondern in seiner Fruchtbarkeit. Wohl ist langes Leben eine Gnade, aber köstlich gewesen ist es nur, wenn es Mühe und Urbeit war."

Johannes Müller.

kirchliche Anzeigen.

Gottesdienst.

In der Ztadttirche. Zonntag, den 1Z. Uugust, 9. nach Trinitatis, vormittags 8 Uhr: Pfarrer Mahr. Zugleich Thristenlehre für die Ueukonfirmierten aus der Matthäus­gemeinde. vormittags 9 V 2 Uhr: pfarrassistent Hoffman n. Beichte und heil. Ubendmahl für Matthäus- und Markus­gemeinde. Unmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Ge­meinde erbeten, vormittags 11 1/4 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Z ch w a b e. - Mittwoch, den 16. Uugust, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Z ch w a b e.

In der Johannestirche. Zonntag, den 13. Uugust, 9. nach Trinitatis, vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtols- heimer. Zugleich Thristenlehre für die Ueukonfirmierten aus der Lukasgemeinde, vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Uus- f e l d. vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes­gemeinde. Pfarrer Uusfeld. Ubends 8 Uhr im Johannes­saal: Versammlung und Bibelbesprechung. - Nächsten Zonn- tag, den 20. Uugust, findet im Hauptgottesdienste Beichte und heil. Ubendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde statt. Unmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Un demselben Tage wird in beiden Kirchen eine Kollekte für die innere Mission erhoben.

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