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— $o leuchte denn der warmen Liebe Licht,
Vis allen dort, vor Gottes Kngesicht,
Km Ziele dieser kurzen Lrdenbahn Die Kugen endlich werden aufgetan,
Um kindlich froh, in lichten Friedensauen Den ,Morgenglanz der Ewigkeit" zu schauen!
Gräfin Helene waldersee.
Aus der Ariegsarbeit des Diakonissenhauses LIisabethenstift zu Darmstadt.
Die Teilnahme des Diakonissenhauses an der Losung der Kriegsaufgaben erstreckt sich im wesentlichen auf die zwei Gebiete: die Einrichtung eines Lazaretts im Mutterhaus und die Stellung von Diakonissen für die Verwundetenpflege.
Veide Gebiete waren in den letzten Jahren neu geordnet und sorgfältig vorbereitet worden. 19 l l war ein vertrag mit dem Landesverein vom Voten Kreuz geschlossen worden, nach dem das Diakonissenhaus sich verpflichtete, ein Vereinslazarett von 80 betten in seinen Krankenhäusern einzurichten und ferner die Besorgung eines Hilfslazaretts im Saale des naheliegenden ,Feierabend" zu übernehmen. 1913 waren zu den dem Johanniterorden in Kussicht gestellten 24 Kriegsschwestern 75 weitere hinzugefügt worden.
Mit dem Kriegsausbruch begann die bäumung des Krankenhauses. Es wurde Einrichtung getroffen, daß das Krankenhaus auch während der Kriegszeit zur Kufnahme von Zivilkranken offen bleiben konnte, wenn auch mit beschränkter Vettzahl. 80 betten standen im Mutterhause vom 10. Mobilmachungstage an zur Aufnahme von verwundeten bereit. Km 21. Mobilmachungstage kamen die ersten verwundeten, 57 Franzosen, die aber schon nach zwei Tagen durch höheren befehl fast sämtlich in das Garnisonslazarett überwiesen und durch Deutsche erseht wurden. Dann wurde der ,,Feierabend" eingerichtet mit 25 (statt 40 betten) und auch sofort besetzt. Doch die Knforderungen wuchsen und wuchsen. Ts mußten noch mehr bäume geschaffen werden, heute stehen statt den ursprünglich vorgenommenen 105 Betten 155 betten für die verwundeten zur Verfügung und sind meist vollbelegt. Die frühere Männerstation, die Frauenstation, das Isolierhaus sind mit verwundeten belegt, das Wohnzimmer der Schwestern ist Kasino und bauchzimmer geworden. Der ganze große Garten ist ,,militärisch besetzt und manches frohe Soldatenlied ist in den bäumen zu Horen. Ls konnten bisher 575 Mann verpflegt werden, von denen nur zwei gestorben sind, während viele wieder in der Front kämpfen.
Die Knteilnahme der Diakonissen an der Kriegsarbeit begann mit der Entsendung einer Johanniterschwester nach dem Diakonissenhaus Ingweiler (Elsaß) am Tage der Kriegszustandserklärung. Sie vertritt dort die Oberin und steht einenk Lazarett von 70 Schwerverwundeten vor. von den dem Johanniterorden zur Verfügung gestellten 99 Schwestern wurden durch den Landesverein vom boten Kreuz immer mehr Kräfte zur Krbeit in beservelazaretten des Landes angefordert. Dazu kamen manche Krbeiten, die von den Grts- vorständen unserer Diakonissenstationen unternommen wurden. Das äußere Gewand der Krbeit ist sehr verschieden, vom Schloß bis zur Kaserne, vom hochschullehrsaal bis zur Turnhalle, vom wohleingerichteten Krankenhause bis zu den in Wirtshaussälen improvisierten Lazaretten, bei denen außer den betten selbst alles mangelte - aber überall doch der
eine Dienst und das eine Streben, der großen heiligen Sache des Vaterlandes dienen. Cs arbeiten jetzt von den Schwestern des Diakonissenhauses in der Heimat an verwundeten: in Darmstadt (Technische Hochschule) 5, in Kuerbach 7 (Gasthaus zur Krone 2, Gasthaus zur Bergstraße 1, Schulhaus 2, Fürstenlager 2), in Babenhausen 1 (Kaserne), in Mainz 22 (bochusspital 20, evang. Vereinshaus 1, Liedertafel 1), in Worms 9 (Sofienhaus 2, städtisches Krankenhaus 2, Garnisonslazarett 2, Festhaus 2, Neuhausen 1), Bad Ems 10 (Kgl. Kurhaus 5, Hotel Panorama 2, Imhoff 1, viertürme 2, Lehrerinnenheim 1, blödenanstalt Scheuern 1), in Gießen 16 (evang. Schwesternhaus 5, alte Klinik 6, Steins Garten 2, Siechenhaus 5), in Butzbach 11 (Kaserne 9, Turnhalle 1, hessischer Hof 1), Niederweisel (Johanniter-Krankenhaus) 5, Bad-Nauheim 7 (Konitzkystift 4, Elisabethhaus 5), Friedberg 7 (städt. Krankenhaus), Krnsburg (gräfliches Schloß) 1, Echzell (Gewerbeschule) 1, Vilbel (städt. Krankenhaus) 1, Büdingen (Mathilden-hospital) 5, Hungen (neues Schulhaus) 2, Laubach (gräfliches Schloß und Krankenhaus) 2, Lich (gräfliches Spital und Kinderschule) 2, Grtenberg 1, Lauterbach (evangelisches Krankenhaus) 2, Schlitz (gräfliche Vorderburg) 1. Sickendorf (freiherrl. Schloß, beithalle) 1, Groß- Umstadt (Spital) 1, Büdesheim, Oberhessen (gräfliches Schloß) 1, Grtenberg 1, Oppenheim 1, Lampertheim (evang. Krankenhaus) 2, insgesamt also 125 Schwestern im heimatgebiet, die zusammen wohl gegen 4000 verwundete verpflegen.
Mitten in diese Krbeit hinein kam der buf zum Dienste in der Etappe. Km 50. September zog der erste Trupp von 8 Schwestern nach Magdeburg, um dort einem größeren Lazarettrupp beigesellt zu werden. Tr steht unter der Führung eines Johanniterritters und hat in Ehauny (Nord- Frankreich) und Umgegend Krbeit gefunden. Der zweite Trupp von 50 Schwestern zog am 22. Oktober aus, ebenfalls nach Nord-Frankreich, und hat in Grandpre und Stenay Krbeit zu tun. Beide Trupps sind ganz nahe an der Schlachtlinie, und die Luft erdröhnt dort von dem Donner der Kanonen.
Eine solche Kriegsarbeit mit insgesamt 161 Schwestern ist natürlich nicht möglich, ohne große Einschränkung der Friedensarbeit. Zwar ist bisher nur ein Ort, der mit Diakonissen besetzt war, ganz ohne Schwestern, und da hat die Gemeinde von sich aus die Schwestern zur Verfügung gestellt. Kn den meisten Orten versehen die Kinderschulschwestern mit Hilfen aus den Gemeinden die Gemeindepflege mit, oder die gebliebenen Gemeindeschwestern tun mit den dankenswerterweise fast allerorts vorhandenen freien Helferinnen den Dienst der abgerufenen Schwestern mit,' da und dort wird der Dienst von den schon in den buhestand übergetretenen Diakonissen versehen. So geht überall die Krbeit weiter. — Noch ist zu danken für sehr zahlreiche Liebesgaben an Sachen und Geld für das Haus und Lazarett, die hochwillkommen waren und sind, und dem Hause helfen, über die finanziell so schwere Kriegszeit hinüber zu kommen, weitere Gaben sind herzlich willkommen. N.-v.
Die Stadt Gietzen im Anfang des 1? Jahrhunderts.
(Fortsetzung.)
Seinen Erläuterungen über die Stadt Gießen fügt bam- bach noch folgendes hinzu: ,,vor dem Wallthor hat sich sonst auf linkerhand der Marburger Straße, in der Lichtenau, eine warte befunden, wie aus einem Document von 1579 zu ersehen und wovon noch jetzo Ueberbleibsel der Grundmauer vorhanden sind. Im Jahre 1560, den 27ten May


