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Rambad) meint, daß diese Beschreibung den Einheimi­schen leicht verständlich sein werde, das galt für das Jahr, in dem er seine Bemerkungen niederschrieb, für das Jahr 1771. Heute werden wohl nur einige wenige Gießener, die schon manches Jahrzehnt hier gelebt haben und mit dem alten Gießen vertraut sind, den Laufder Rach" verfolgen können, folgende Bemerkungen des Herrn Dr. Ebel werden deshalb das Verständnis erleichtern:Vas durch die Stabt fließende Wasser oderdie Rach" (man beachte: die Rach) ist der alte Stadtgraben, dessen Lauf als bekannt voraus­gesetzt werden darf. VasEingerinn" ist der Kanal, durch den das Wasser aus der Lahn in den Stadtgraben geleitet wird. Ls beginnt zwischen der Moserschen Mühle und dem Roothaus der Rudergesellschaft, geht durch den Eisenbahn­damm zwischen der ehemaligen Lulerschen Badeanstalt, wo es hinter der jetzigen Feuerwache (hier die ehemalige Mühlenschanze) den Zchoorgraben speist, geht hinter den beiden Enden der Zandgasse (Ztockhaus" -- altes Rrrest- haus undgroßes Brauhaus" jetzt pistorsches Lagerhaus) und trennt sich dann bald in die zwei Rrme. Der Rame Ferbebach" erklärt sich von selbst: hier hatten die Färber ihre Werkstätten. Der Zuperintendenturgarten ist der Pfarr­garten an der Kirchgasse, die Iudengasse ist die Rittergasse. Die Georgenschanze lag an der West-Rnlage in der Rähe des Zchulhauses. DieZcheppecke" (schiefe Ecke, schepp = schief) lag an der Ostseite des Eisenbahndammes."

(Fortsetzung folgt.)

Meine Mitteilungen.

3n einem ausführlichen Berichte des Finanzausschusses der bayerischen Kammer wurde mit großem Rachdrucke be­tont, daß der Zonntag in Zukunft nicht der militärischen Jugendausbildung gewidmet sein dürfe, der Zonntag sei vielmehr da für das Familienleben, die geistige Veredlung und die persönliche Erholung. Unberechenbare Folgen wür­den entstehen, wenn man, wie es seither oft geschehen ist, auf den Zonntag militärische Uebungen für die Jugend legen würde. Diese Rnsicht wird in weiten Kreisen unseres Volkes geteilt. Gewiß wollen wir eine wehrhafte Jugend heran­bilden,- hierzu ist aber auch moralische Kräftigung nötig, die im Kreise der Familie und durch Rnteilnahme am Ge­meindegottesdienste gewonnen wird, vielen Eltern ist es ein unerträglicher Gedanke, daß ihre Zähne, die in der

Woche durch Zchulunterricht und durch Rrbeit unausgesetzt beschäftigt sind, nun auch am Zonntag sich dem Einflüsse ihrer Familie entziehen sollen. Ramentlich vermerkt es die Landbevölkerung sehr übel, wenn sie ihren Zonntag durch militärische Uebungen der Jugend, Rbkochen und dergleichen beeinträchtigt sieht. Das Bedenklichste an den Zonntags- übungen aber ist, daß gerade die ernstgesinnten unter der Jugend dadurch in einen Gewissenskonflikt Hineingetrieben werden. Zie wissen vom Clternhause her, daß der Zonntag heilig gehalten werden soll, und werden auf der anderen Zeite unausgesetzt ermahnt, sich an Uebungen zu beteiligen, die ftühmorgenz anfangen und am späten Rbend endigen. Uebrigens sei bemerkt, daß gerade Offiziere sich von der militärischen Jugendausbildung sehr wenig Erfolg ver­sprechen. Das muß auf alle Fälle gefordert werden, daß über diese wichtige Frage in Zukunft nur militärische Zach­verständige urteilen, also höhere aktive Offiziere.

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Da in dieser Woche die Zchulferien ihren Rnfang ge­nommen haben und viele Kinder infolgedessen auf einige Wochen die Ztadt verlassen, so machen auch unsere Kinder­kirchen Ferien. Die Markus- und Johannesgemeinde haben zum erstenmal wieder am IZ.Rugust, die Matthäus- und Lukasgemeinde zum erstenmal wieder am 20. Rugust Kinder­kirche. _

kirchliche Anzeigen.

Gottesdienst.

)n der Ztadtkirche. Zonntag, den 16. Juli, 4. nach Trinitatis, vormittags 8 Uhr: pfarrassistent Hoffmann. Zugleich Thristenlehre für die Reukonsirmierten aus der Matthäusgemeinde, vormittags 9 1 /« Uhr: Professor D. E ck.

Mittwoch, den 19. Juli, abends 8 Uhr: Kriegsbetslunde. Pfarrer Z ch w a b e.

In der Johanneskirche. Zonntag, den 16. Juli, 4. nach Trinitatis, vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Zugleich Thristenlehre für die Reukonfirmierten aus der Lukasgemeinde, vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Russe ld. Beichte und heiliges Rbendmahl für die Lukas- und Jo­hannesgemeinde gemeinsam. Rnmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Rbends 8 Uhr im Johannessaal: Versammlung und Bibelbesprechung.

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