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tief unter der Erden ein auf starcken pfählen gepflasterter Steinweg vor dem Seltzerthor gefunden hat, welcher damaliger Zeit zu dem Ende, damit man die Straßen brauchen können, gelegt gewesen. Nus solchen dreyen Dörfern ist hernach ein Stäbtlein erbauet, welcher wegen Ergießung des zusammen­geflossenen Wassers Gießen mag genennt worden seyn. Das Stäbtlein ist anfangs rund gewesen, wie dessen alte Mauern hin und wieder aufweisen."

Nuch die Entstehung der Stadt aus den drei Dörfern ist von winckelmann richtig vermutet worden, nur daß das eine nicht Nstheim sondern Nchstadt hieß, und daß diese Dörfer nicht zusammengewachsen sind. Ihre Dewohner zogen viel­mehr allmählich in den Schutz der Burg, und die Gemarkun­gen bildeten die Gemarkung der auf diese weise entstehen­den Stadt. Uebrigens nahmen noch mehrere andere kleine Niederlassungen an diesem Prozeß teil.

Die alte Burg reichte vom wallenfelsischen Haus hinter der Stadtkirche bis zum Kaffee Ebel, dessen hofreite sie noch mit umschloß. Ihre Gstmauer lief vor der Nück^ite der Häuser des Marktplatzes her.

Die ältesten Stadttore waren am Einhorn und an der Mäusburg, da wo der im folgenden richtig beschriebene Lauf des Stadtbaches die Straße kreuzt. (Fortsetzung folgt.)

«leine Mitteilungen.

Anläßlich der Jahrhundertfeier der Provinz Nheinhessen hat Großherzogliches Gberkonsistorium an die evangelischen Pfarrämter des Landes folgende Verfügung ergehen lassen: ,,Nm 8. Juli d. 3. sind 100 Jahre verflossen, seitdem die Provinz Nheinhessen mit dem Großherzogtum Hessen ver­einigt ist. wenn auch die Zeitverhältnisse eine größere Feier als ausgeschlossen erscheinen lassen, so halten wir es doch für selbstverständlich, daß dieser für die Provinz Nhein­hessen wie für das ganze Land - wichtige und bedeutungs­volle Tag auch kirchlich nicht unbeachtet und unerwähnt vor­übergehen kann, wir weisen Sie deshalb an, Sonntag, den 9. Juli, im Gottesdienst in geeigneter weise dessen zu ge­denken, und empfehlen gleichzeitig die demnächst im Verlag von J. Diemer-Mainz erscheinende ,,Festschrift zur Jahr­hundertfeier der Provinz Nheinhessen", die von Nrchivdirek- tor Dr. Dieterich-Darmstadt, Kreisamtmann Strecker-Darm- stadt und Pfarrer Dechtolsheimer-Gießen bearbeitet wor­den ist."

kirchliche Anzeigen.

Gottesdienst.

3tt der Stadtkirche, vormittags 8 Uhr: Pfarrer

Schwabe. Zugleich Ehristenlehre für die Neukonfirmierten aus der Markusgemeinde, vormittags 9' .. Uhr: Pfarrer Mahr. Deichte und heil. Nbendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. Nnmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten, vormittags 11-, Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer Mahr.

)n der Johanneskirche. vormittags 8 Uhr: pfarrassi- stent hoffmann. Zugleich Ehristenlehre für die Neukonfir­mierten aus der Zohannesgemeinde. vormittags 9'/ 2 Uhr: Pfarrer Dechtolsheimer. vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Dechtolsheimer.

Mittwoch, den l^Zuli, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. Pfarrer Nusfeld.

Sonntag, den 16. Juli, findet im Hauptgottesdienst Deichte und heiliges Nbendmahl für die Lukas- und Zo- hannesgemeinde gemeinsam statt. Nnmcldungen werden vor­her bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

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Wartburg, evangel. Jünglingr- und Männer-Verein,

Diezstraße 15. Sonntag, den 9. Suli, abends 8 Uhr: Vor­trag. Nufnahme neuer Mitglieder. Dienstag, den 11. Juli, abends 8' , Uhr: Dibelstunde. Mittwoch, den 12. Juli, abends 8' Uhr: Leseabend. Donnerstag, den 15. Juli, abends 8' -> Uhr: Turnabend. Samstag, den 15. Juli, abends 8> Uhr: Neltere Nbteilung. Gäste stets willkommen.

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vibelkränzchen für Schüler höherer Lehranstalten. Für

die jüngere Nbteilung jeden Mittwoch von 6 bis 7 Uhr, für die ältere Nbteilung jeden Samstag von 6 bis 7 Uhr im Johannessaal.

vibelkränzchen für Mädchen aur der Johannergemeinde.

Jeden Dienstag von 67 Uhr im Johannessaal.

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