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Tango und andere dergleichen auswärtige, nur die Zinne aufpeitschenden Tänze — erlassen werde, damit das Bild der Tanzenden wieder ein anmutigeres, dem deutschen instand wohltuenderes werde - — bekanntlich sind Offizieren in Uniform die gerügten Tänze verboten- 4 4 daß ausnahmslos alle an Vorabenden von kirchlichen Zesttagen stattfindenden öffentlichen oder gesellschaftlichen Tanzereien (auch bei Hochzeiten) spätestens um 11 Uhr zu schließen sind." — Die Begründung zu 1. und 2. dieser Bitte ist nicht schwer. Oie furchtbaren Opfer, die dieser Weltkrieg gefordert hat und noch fordern wird, lassen es selbstverständlich erscheinen, daß der größere Teil unsres Volkes keine große Zehnsucht haben kann, den Zriedensschluß oder die Heimkehr der siegreichen Truppen, unter denen Tausende ja nicht wiederkehren, bei Ballmusik zu feiern. Zo gut man in der Kriegzzeit ohne Tanzmusik ausgekommen ist, wobei die weitesten Kreise sich sehr wohlgefühlt haben, so gut wird es auch nach Kriegsende einige Monate ohne diese die Volksgesundheit und volks- sittlichkeit nicht gerade fördernden Lustbarkeiten gehen, ganz abgesehen davon, daß eine solche vom Lärm öffentlicher Vergnügungen unberührte Zeit gewiß der stillen Trauer derer wohltun würde, die schwere Opfer dem vaterlande haben bringen müssen. Diese müßten es geradezu als einen hohn, als eine Kränkung ihres heiligen Zchmerzes empfinden, wenn nach Beendigung des Krieges der Zieg und die Heimkehr der durch Gottes Gnade unversehrt Gebliebenen durch öffentliche oder gesellschaftliche Tanzereien gefeiert würden. Die Unterzeichneten glauben sogar bestimmt versichern zu können, daß die innere Ztimmung, das feine Gefühl unseres Volkes, das in diesem Kriege, Gott sei Dank, manches Gute gelernt hat, geradezu eine Verordnung, wie unter 1. und 2. angedeutet, von höchster Ztelle erwartet. Die Begründung zu 3. und 4. der Bitte liegt für die Unterzeichneten in Erwägungen national-ökonomischer, hygienischer und religiös-sittlicher Natur und bedarf wohl einer weiteren Uusführung nicht.
Gottes Mort im Kriege. Ueberraschend stark ist die Nachfrage nach Bibeln und Bibelteilen in der Kriegszeit gewesen. Noch nie, seit überhaupt Bibeln verbreitet werden, hat eine derart umfangreiche Verbreitung stattgefunden wie in den Jahren 1914 und 1915. Die Gesamtzahl der im Zahre 1914 verbreiteten Bibeln, Neuen Testamente und sonstigen Bibelteile beläuft sich auf 2 3 / 4 Millionen, während
im Jahre 1915 die Zahl sogar auf 3 1 /* Millionen gestiegen ist. Zn der ganzen Kriegszeit also sind von den bibeldruckenden Gesellschaften allein 6 Millionen Bibeln, Neue Testamente und Bibelteile ausgesandt worden. Nimmt man die Bestände derjenigen Gesellschaften hinzu, welche bei Kriegsbeginn vorhanden waren, so stellt sich die Verbreitung noch hoher. Die Zahl der fiemdsprachlichen Neuen Testamente und Bibelteile, die sich unter diesen Millionen findet, fällt nicht sehr ins Gewicht, so daß die verbreiteten Zchristen fast ganz auf die deutsche Bevölkerung zu rechnen sind. Unter den Bibelanstalten hat das Größte immer noch die Britische und Uusländische Bibelgesellschaft in Berlin geleistet. 3m Jahre 1915 hat die Leistung der Württembergischen Bibelanstalt in Ztuttgart die der Britischen und Ausländischen Bibelanstalt nahezu erreicht. Die preußische Haupt-Bibel-Gesellschaft in Berlin weist im Jahre 1914 eine Verbreitung von 350 000, im Jahre 1915 von 480 000 Ueuen Testamenten und Bibelteilen auf.
kirchliche Anzeigen.
Gottesdienst.
Zn der Ztadtkirche. Zonntag, den 2. Juli, 2. nach Trinitatis, vormittags 8 Uhr: Pfarrer Mahr. Zugleich Thristenlehre für die Ueukonfirmierten aus der Matthäusgemeinde. vormittags 9 1 / 2 Uhr: Pfarrer Zchwabe. vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Mittwoch, den 5. Juli, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde, pfarrassistent ff off m a n n.—Kommenden Zonntag, den 9.3uli, findet im fiauptgottesdienst Beichte und heiliges Ubendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde statt. Unmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
3fi der Johanneslirche. Zonntag, den 2. Juli, 2. nach Trinitatis, vormittags 8 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Zugleich Thristenlehre für die Ueukonfirmierten aus der Lukasgemeinde, vormittags 9 1 / 2 Uhr: Professor D. Zchian. vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer UdolpH. Ubends 8 Uhr im Johannessaal: Versammlung und Bibelbesprechung.
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