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geht mir nicht aus dem Kopf -, woher kommt jetzt die Blüte ? Milten heraus aus dem grünen Stengel? Drin gesteckt kann sie doch nicht sein, sonst hätten wir ja die Knospe sehen müssen vorher. Woher kommt die Blüte?"
Der Forstmeister hörte des Burschen nachdenkliches Fragen, und sein Gesicht wurde sehr ernst. ,,Was Sie fragen, Grenzer, das haben schon seil Jahrtausenden die Menschen gefragt. Und sie haben keine Untwort gewußt. Sie sagen, die Gelehrten, das sei die Macht des Lebens. Uber was das Leben ist, daran raten sie mit schweren Köpfen, und
keiner hat es herausgebracht. Ls mag wohl sein, daß es niemand wird herausbringen können!"
Der Grenzer-Karl wiegte seinen Kopf hin und her: „Sch glaub jetzt selber, was einmal der Hannes gesagt hat von uns Stadtkindern und ich bin ja auch eins. Venn seit ich denken kann, wirklich denken, bin ich ja in der Stadt gesessen. Der Hannes hat gesagt, wir seien blind geworden vor lauter Bauch, der aus den Fabrikschloten geht. Drum könnten wir nimmer an den Herrgott glauben. Meinen, die ganze Welt sei eine Maschine, weil wir selber nur mit den Maschinen zu tun haben. Der Hannes hat recht. Ganz recht. Man muß wieder einmal hineingucken in den deutschen Erdboden, dann sieht man erst, daß hinter all dem einer steht, der voller Wunder ist. Sch Hab in einer bösen Stunde ge- schrien, ich wisse nichts von einem Herrgott. Sch fange an zu sehen, daß ich ein Uarr gewesen bin."
Der Forstmeister sah dem Grenzer-Karl in seiner gütigen weise in die Bugen: „Ls ist gut, wenn einer den Mut hat, zu sagen, daß er ein Narr gewesen ist. Vas ist sonst nicht junger Leute Urt. Sie wollen alles besser wissen als wir Ulten und Ultmodischen. Uber was die Ulten mit fester Hand gehalten haben, ist immer ein Stück Gold. Und ich preise jeden, der dies Gold findet. Er ist gesegnet sein Leben lang."
Dann schritt er weg und ließ den Grenzer-Karl seinen Gedanken.
Etwas nagte an dem Burschen. Vas merkte der Forstmeister sehr gut. Uber er wollte ihn nicht danach fragen.
Der Grenzer-Karl mußte mit bitterem Weh fühlen, daß die Franz ihm auswich. Sie hatte nur kurze Untworten für ihn, wenn er in die Küche kam. Zu den abendlichen Plaudereien, die das Frühjahr gebracht hatte, gab es keine Zeit mehr. Der Sommer spannte alle Kräfte an. So sanken die müden Urbeiter abends gleich nach dem Essen in einen bleiernen Schlaf. Die Schnitzbank stand ungenutzt im Winkel. Und Sonntags, wenn Kirchgang war, stapfte der Hannes behäbig neben dem jungen Mädchen her, wie ein Vater, der fein Kind hütet vor unberufenen Spitzbuben.
(Fortsetzung folgt.)
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Sonntag, den 2 9. Uugust, 13. nach Trinitatis. Gottesdienst.
Sn der Ztadtfirchc.
vormittags 8 Uhr: pfarrassistent h offmann.
Zugleich Ehristenlehre für die Ueukonsirmierten aus der Matthäusgemeinde, vormittags 9Fs Uhr: Prof. D. E ck.
Mittwoch, den 1. September, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde. pfarrassistent h offmann.
Sn der Zohannesfirche.
vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche, vormittags 9 l k Uhr: Pfarrer Uusfeld.
Wartburg, evangel. Jünglings- und INänner-verein.
(Diezstratze 15.)
Sonntag, den 29. Uugust: Vortrag.
Dienstag, den 31. Uugust, abends 8' ■> Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 2. September, abends 8V2 Uhr: Leseabend.
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