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3d) sprach zu dem Landsmann, der mich so freundlich tröstete: „Ich glaube, Ihr seid auch aus der Pfalz, wie kommt Ihr denn hierher?"
„Li, freilich bin ich aus der Pfalz," lautete die Antwort, „ich bin der Georg vackermann aus Iettenbach und bin auch Musikant."
„was hat Luch denn gefehlt, daß Ihr hier habt liegen müssen?"
„Ach, da muß ich Luch eine lange Geschichte erzählen. Aber, Meister, sagt nur ruhig du zu mir, wir sind ja doch Landsleute, wir brauchen uns keine Komplimente zu sagen."
Ich versprach dem Landsmann, daß ich zu ihm du sagen wolle, da fing er an, zu erzählen.
„was mir fehlt? Ach, ich habe keine feine Krankheit gehabt, wir sind schon seit Anfang Februar draußen, haben am Uhein gespielt, haben immer in den schlechtesten Kneipen logiert, und da habe ich einen Ausschlag an den ganzen Körper bekommen, Da seht nur meinen Arm!"
Georg vackermann streifte den Uockärmel hoch und zeigte mir seinen Arm, dessen haut braun und rissig war, aber man sah doch, daß die Krankheit am Ausheilen war.
„Ich habe etwas mitgemacht," fuhr er fort, „meine Haut war, als ich hierher kam, so rot wie Zinnober und hat mich gejuckt, daß ich mich hätte blutig kratzen können. Aber der Doktor Thooft, der das Krankenhaus unter sich hat, ist ein geschickter Mann, er hat mich wieder in die Leihe gebracht." (Fortsetzung folgt.)
Meine Mitteilungen.
In unseren Zeitungen war neulich zu lesen, zu welchen Absonderlichkeiten Leute, die auch in der Kriegszeit den unbezwingbaren Drang in die Geffentlichkeit verspüren und um jeden Preis von sich reden machen wollen, sich mitunter versteigen. Zwei emanzipierte Damen, Fräulein Anita Augs- purg und Fräulein Lydia Gustava heymann, haben an das Kriegsministerium eine Eingabe gerichtet, es sollten doch
„Pferdesanitäter" angestellt werden, die sich der verletzten Pferde anzunehmen hätten. Den petitionslustigen Damen wurde erwidert, daß für die verletzten Pferde die Veterinäroffiziere und selbstverständlich die Keiler sorgen, und daß jedes unheilbar verwundete Pferd den Gnadenschuß erhält. Damit war ihre törichte Eingabe erledigt. Man sieht eben aus diesem Fall, daß, während unsere Krieger Llut und Leben für das Vaterland hergeben, Leute im öffentlichen Leben bestimmend Mitwirken wollen, die hierzu kein Kecht haben.
kirchliche Anzeigen.
Sonntag, den 2l. Februar, Invocaoit.
Gottesdienst.
In der Stadttirche.
vormittags 9Ve Uhr: Pfarrer D. Schlosser, vormittags ll Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Schwabe. Uachm. 27 £ Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde.
Pfarrer v. Schlosser.
Abends 6 Uhr: pfarrassistent Hoffman».
Abends 8 Uhr: Versammlung des Lvang. Lundes.
In der Johanneskirche.
vormittags 97- Uhr: Pfarrer Lechtolsheimer. Vormittags l I Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde.
Pfarrer Lechtolsheimer.
Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausfeld.
Abends 71/2 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde im Lukassaal, sowie der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesge- meinde im Johannessaal.
Nächstkünftigen Sonntag, den 28. Februar, findet im Abendgottesdienst Leichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
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