Ausgabe 
21.4.1918
Seite
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rinde sie nicht. Sie aber, das weiß ich, Sie haben Frieden mit Gott und Freude durch den Glauben an Iesum, und ich möchte nun gern von Ihnen wissen, wie Sie in den Besitz dieser unschätzbaren Güter gelangt sind? Ich sehe, daß Sie mich unterbrechen möchten, aber erlauben Sie mir, daß ich noch fortfahre,- denn ich habe Ihnen den eigentlichen Kern meines Herzens­kummers noch nicht gesagt. Wahrscheinlich wollten Sie mich an das Wort erinnern, das Paulus dem Kerkermeister von Philippi aus seine Frage antwortete: ,Glaube an den .HErrn Iesum Christum, so wirst du errettet!' Diese Antwort bringt mich zu dem, was mir so schwer auf dem Herzen liegt; denn der Kerkermeister kam durch seinen Glauben sogleich dazu, daß er sich freuen konnte. Und ich, der ich die ganze Offenbarung Gottes durch Christum in der Bibel zu kennen glaube, spüre nichts von Freude in mir. Folglich habe ich auch den Glauben nicht, den Paulus meint, und kann daher noch nicht errettet sein. Ich bin aber fest entschlossen, nicht eher als Prediger eine Stelle anzunehmen, bis ich anderen das ver­kündigen kann, was ich selbst empfangen habe, nämlich eine Erlösung, welche mich heilsgewiß und innerlich freudig macht. Können Sie durch Gottes Beistand mir dazu verhelfen?"

Mit aller Aufmerksamkeit hatte derMis­sionar" den Worten seines Freundes zugehört; ehe er ihm aber antwortete, zog er sich in ein anderes Zimmer zurück, um seine Gedanken zu sammeln und Gott um Sein Licht und Seine Lei­tung zu bitten. Aber wer beschreibt sein Er­staunen, als bei seinem Eintritt ins Zimmer der Ireund ihm entgegenruft:Nun ist mir alles klar; die Gabe Gottes, das ewige Leben ist jetzt mein, und ich fühle große Freude in meinem Herzen Als Sie hinausgingen, fing ich an ohne einen bestimmten Vorsatz in Ihrer Bibel, die hier offen auf dem Tische lag, zu lesen. Nach­dem ich einige Verse gelesen hatte, fesselte mich aufs lebhafteste diese Stelle: 1 Ioh. 5, 912, die ich Ihnen vorlesen will: ,So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis größer; denn Gottes Zeugnis ist das, was Er gezeugt hat Uber Seinen Sohn. Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat

das Zeugnis in sich selbst_ Dieses habe

ich euch geschrieben, auf daß ihr wißt, daß ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.'

Diese Worte haben Licht in mein ver­finstertes Herz und Frieden in meine heilsoer­langende Seele gebracht. Bis jetzt habe ich die Bibel nur als ein heiliges Buch betrachtet, nicht aber als Gottes Zeugnis an mich, wodurch Er uür Seinen Sohn Iesum Christum als meinen

Heiland offenbart und bezeugt. Noch nie ist mir die Pflicht so wie heute zum Bewußtsein ge­kommen, daß ich die Bibel nur als Gottes Zeugnis über Christum mir zum Heile anzusehen habe. Das habe ich nun deutlich erkannt, und anstatt dieses Zeugnis zurückzuweisen und da­durch ,Gott züm Lügner' zu machen, habe ich es jetzt angenommen.

^Nun sehe ich, daß Gott in diesem Buche, in Seinem Worte, mir bezeugt, daß Christus der Heiland, der einzige, allgenugsame Erlöser ist, der auch für mich genug getan hat; und aust diesen allgenugsamen Christus vertraue ich nun in der Not meiner Seele von ganzem Herzen. Und da ich an den HErrn Iesum Christum glaube, besitze ich das Heil wie der Kerkermeister zu Philipp!; beim hier bezeugt es mir Gott, daß ich das ewige Leben habe. Nun freue ich mich auch mit einer unaussprechlichen großen Freude wie jener Kerkermeister."

. Die merkwürdige Bekehrung dieses Stu­denten hatte eine kurze, aber höchst gesegnete Tätigkeit zur Folge. Seine erste Tätigkeit fand er in dem Saale eines Missionshauses, und er führte dadurch mehrere Seelen zu dem HErrn. Leicht hätte er in der Heimat eine Anstellung finden können; aber er zog es vor. eineni Rufe nach Westindien zu folgen, wo sein Wirken be­ständig von den Zeichen der Gegenwart Gottes uild der Macht des Heiligen Geistes begleitet war. Das Klima erwies sich jedoch zu er­schöpfend für seine ohnehin nur schwache Körper­beschaffenheit, und nach drei Jahren gesegneter Arbeit durfte er in die Ruhe und Freude seines Erlösers und HErrn eingehen. Seiner und seiner gesegneten Arbeit wird aber noch mit Liebe und Dankbarkeit zum HErrn von allen Christen aus der Insel gedacht.

ZL

Der Weg zum Daterhaus ist frei!

Der Landsturmmann F. aus Bunzlau war im Oktober 1914 in russische Gefaitgenschaft ge­raten. Bon heißer Sehnsucht nach der Heimat erfaßt daran leiden ja alt die Millionen Ge­fangenen bei Freund und Feind unternahm er in Gemeinschaft mit einem Kameraden im Herbste vorigen Jahres einen Fluchtversuch. Sie wanderten unter unsäglichen Mühen und Ent­behrungen westwärts und kamen glücklich bis in die Kampfzone und nahe an die deutsche Front. Schon glaubten sie am Ziele zu sein und das Weihnachtsfest in deutscher Heimat ver­leben zu können, als sie auf ein russisches Kom­mando stießen und fünfhundert Meter von der deutschen Linie entfernt wieder festgenommen und