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Gemeinscbaftsblatt für Ressen. i
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Erscheint wöchentlich einmal.
Einzelne Exemplare öestclle man bei -er Pc-st vierteljährlich.
Verlag äer Sucbbanaluug der Pilger n^rla, 6 i«§ca.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann Giehrn. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Canel und die Prediger oer Pilgermission. Druck von I. G. Hucken Nachfolger, G. m. b. £>., Enssel.
Nr. 3.
Sonntag, den 20. Januar 1918.
11. Iahrg.
Kn der WoltKebrülKe in Aerkin.
Wer die Reichshauptstadt nur flüchtig oder nur m gewissen Gegenden genauer kennt, hat keine rechte Vorstellung davon, welche ungemein wichtige Rolle in Berlin das Wasser spielt Der Anblick, den die Spree im Inneren der Stadt dem Fremden bietet, ist stellenweise ganz hübsch, aber doch eben nicht imposant; jedenfalls kann sich rie Spree in Berlin nicht mit )er Elbe in Dresden oder zar mit dem flhein in Köln »»gleichen. Das Weltstädtische jetzt ihr ab, sie ist in ganz aus- geprägter Weise Industriestrom, aber gerade deshalb paßt sie so gut zu der Reichshauptstadt, deren Signatur doch noch immer die nüchterne Arbeit ist. Nicht stolze Dampfer, nicht Segler beleben den Fluß, vielmehr ist sein charakteristisches Fahrzeug der kleine Schleppdampfer, der langgestreckte Riesenkahn, die Zille usw. Es ist außerhalb der Fachkreise wenig bekannt, daß Berlin dank der Spree und ihrem Kanalsystem und dank der Zille eine Wasserverkehrsstadt ersten Ranges bedeutet. Der Berliner Wasser- »erkehr ist der zweitgrößte Preußens und wird nur aoch vom Verkehr der Rhein-Ruhr-Häfen übertroffen. Gewisse Rohstoffe und Güter, wie Sand, Gips. Mauersteine, Kohlen, Eisen, Obst, gelangen haupt
sächlich auf dem Wasserweg nach Berlin. Es sollen hier keine Ziffern genannt werden; nur soviel je: gesagt, daß die Spree mit ihrer so unromantiscb aussehenden Schiffahrt der Eisenbahn den schärfsten Wettbewerb bereitet und aus dem Wirtschaftsleben der Reichshauvtstadt wie des ganzen Reiches gar
nicht weggedachk werden kann Unscheinbar und doch bedeutungsvoll Es gibt etwas anderes, was wenig beachtet wird unddochvongro ßer Bedeutung ist. Unter der Menschenmenge die durch die Straßen der Großstädte flutet, befinden ii* solche, die Frieden mit Gott gesucht und ge- funden haben, die durch Gottes Gnade Gew iß- heit der Vergebung ihrer Sünden erlangt haben Diese Menschen haben einmal Rückblick über ihre Vergangenheit gehalten, haben sich in der Gegenwart des heiligen und gerechten Gottes als verlorene und verdammungswürdige Sünder erkannt Sie erschraken über sich selbst und ihren eleriden, sündhaften Zustand und sahen, daß die Hölle vor ihnen offenstand. Sie erkannten, daß von der Fußsohle bis zum Scheitel nichts Gutes an ihnen war Aber Gott ließ sie nicht nur ihre Sünden erkennen, sondern Er öffnete ihnen auch das Verständnis für das große Werk Seiner ewigen Liebe, denn Er will daß allen Menschen geholfen werde


