vermögen ist nicht imstande, das auszudenken und jick auszumalen, nur der heilige Gott kann das ' Abscheuliche und Verwerfliche der Sünde ganz empfinden — so werden wir in etwa ahnen, was es heißt: „Also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, aus daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben "
Gott ist die Liebei Er will nicht den Tod des Sünders, auch wenn er noch so verworfen ist und sich »och so wütend im Kriege gegen den Allerhöchsten und noch so gemein in der Nachfolge des Teufels benommen hat. Er will nicht den Tod des Sünders, auch wenn er in seiner Empörung seine eigene Selbstgerechtigkeit wie eine trotzige Burg der Heiligkeit Gottes gegenüber aufgebaut hat und, dahinter verschanzt, Gott Hohn spricht.
Er will nicht den Tod des Sünders, auch wenn er noch solange sich vor Gottes suchender Hirteuliebe zu verstecken gesucht, noch so oft Gottes freundliche Einladung zurückgewiesen, noch jo oft sein eigenes Gelübde gebrochen hat. Deshalb sandte Er Seinen Sohn, deshalb jubelte der Engel Chor, weil Gott also die Welt geliebt hat, daß Er den Empörern Gnade und Friede anbietet Jesus in der Krippe heißt
Friedefürst
Er nimmt alle Flüche des Gesetzes, alle Strafen der göttlichen Kriegsartikel, die wir verdient hatten, auf Sich: „D>e Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten." Er schloß den Frieden zwischen Gott und den Menschen durch das Blut an Seinem Kreuze. Er bietet Seinen ganzen Reich, tum. Seine Heiligkeit, Seine Gerechtigkeit jedem armen Empörer an, der im Glauben zu Ihm kommt. Er versetzt jeden, der Ihm vertraut, aus dem Reiche des Abfalls, der Sünde und des Todes in Sein Reich des Friedens, der Liebe, des ewigen Lebens Alle, die Seine Gerechtigkeit im Glauben ergreifen, haben Frieden mit Gott Ja:
Er ist unser Friede!
Er, der Friedefürst, will auch zu dir einkehren und in deinem Herzen Frieden mit Gott stiften Der Krieg, die Empörung ist's, was dich unglücklich macht, was dich niemals wahrhaft glücklich werden läßt. Sein Friede, den Er dir anbietet, Seelen- frieden, Gottessrieden ist der Inbegriff alles Glückes, aller Seligkeit. Ihr lieben Leser wißt wohl, daß Gott auch durch dieses Blatt euch immer wieder hat verkündigen lassen den Frieden durch Jesum Christum, welcher ist ein HErr über alles!
Nehmt diese unaussprechliche Gabe Gottes doch an!
Hott sandte Seinen Soyn.
(Gal. 4. 4.)
„Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker," so zeichnet der Prophet Jesaja den Zustand der alten Welt. Gottes Sonne schien zwar damals ebenso freundlich wie heute, der HErr läßt ja Seine Sonne aufgehen über Böse und Gute, über Gerechte und Ungerechte. Der Prophet redet von d»r geistigen Finsternis, in die das ganze Menschengeschlecht versunken war.
Es war dem Satan gelungen, die Menschen von ihrem Gott abzuziehen, sie hinzuführen zu Götzen von totem Holz und Stein Die Erkenntnis des lebendigen Gottes hatte sich mit jedem neuen Ge schl cht verringert. Selbst Israel, das auserwählte Volk, irrte oft, sehr oft ab von seinem Gott und diente den Götzen der Heiden, jo daß er es mit mächtiger, züchtigender Hand wieder berumholen mußte; aber dann verlor sich's in toter, starrer Gesetzlichkeit Finsternis ringsum
Im Innern des Herzens und Geistes fehlte der Frieden und das wahre Glück Man zcrarbeitete sich wohl aus hunderterlei Wegen, dies zu erreichen, aber das Endresultat war stets Hoffnungslosigkeit Wahres Glück und wahren Frieden findet man nicht mit dem Grubenlicht der eigenen Weisheit Dazu bedarf es einer Ofienbarung des lebendigen Gottes, und diese geschah „als die Zeit erfüllt war".
Gott sah uns, als wir durch den Betrug Satans und der Sünde gefallen waren, und verhieß uns bald in Ansehung unseres Elendes einen Netter, den Schlangentreter Dabei wußte und bedachte Gott wohl, welches Opfer Er bringen mußte zu unserer Errettung Aber Gott ist Liebe, und Liebe scheut keine Opfer, um die Geliebten glücklich -zu machen Darum, als nun der Mensch gefallen war und in der Gottentsremdung umherirrte, da war's die Liebe Gottes, die den Sohn von der Seite des Vaters riß, um Ihn einer Welt voll Sünde und Greuel als Opferlamm und Löjegeld zu senden.
Heu» tun wir einen Blick in Gottes Vater herz, das nicht will den Tod des Sünders; tun auch einen Blick hinein in das Herz des Sohnes, voller Liebe und Erbarmen, das sich nicht scheute, die Herrlichkeit des Vaters zu verlassen, um auf dem Wege der Niedrigkeit und Verachtung die Menschen zu ihrem Gott und Schöpfer zurückzuführen.
Nun erklingt von Jahrhundert zu Jahrhundert, von Jahrtausend zu Jahrtausend die frohe Botschaft durch die Welt: „Gott hal also die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben" Nun braucht niemand mehr zu verzagen, keiner mehr in Hofi- nungslofigkeit zu verschmachten. Er kommt und ist da, der das tiefste Sehnen unseres Herzens be-
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