Das ganze Dorf teilte die Freude des glücklichen Knaben. Seine Mutter vergoß Tränen heißen Dankes. Wieviel hatte sie um ihren blinden Knaben geweintI Jetzt waren auf wunderbare Weise ihre Gebete erhört worden. An diesem Abend ertönten nur Lob und Dank in dem Häuschen der Witwe. Mutier und Sohn fanden nicht Worte genug, um de« barmherzigen Gott für den rettenden Unglücksfall zu preisen.
Unter diesem Gesichtspunkt dürfen wir Gott selbst" für das große „Unglück" unserer Tage, den ) mörderischen Völkerkrieg, danken. Er hat schon manchem geistlich Blinden die Augen geöffnet, um das eigene Verderben, aber auch die rettende Liebe Gottes zu erkennen. Gewiß, Tausende werden in der Ewigkeit Gott dafür preisen, viele tun cs heute schsu, daß Er dieses schwere Leid zugelassen hat, um sie aus ihrem Sündeiischlaf aufzuwecken und vor endlosem Weh zu bewahren. „Samenkörner."
K
Wohin?
Geliebter Leser, wir sind auf der Reise zur Ewigkeit. Unser Liben hier auf Erden währt nur > eine kurze Spanne Zeit. Es gleicht dem Dampfe, der nur eine kleine Weile sichtbar ist. Darum ge- statte mir, dich in Liebe zu fragen: „Wo ist deine Heimat einst in der Ewigkeit?" Und diese Frage wirst bu nur richtig beantworten können, wenn du mir sagst, wo du jetzt heimisch bist mit Herz und Gedanken. Hängt deine Seele an der Erde und der Welt und ihren Dingen oder an Christo, dem Sohne Gottes, der für »ns auf Erden war und den Tod erlitt, um uns zu Gott zu bringen? Sind dir die ewigen, göttlichen Dinge gleichgültig? Ist dir Christus gleichgültig? Denkst du nur mit Angst oder doch ungern an die Ewigkeit? Oder meinst du, zu gleicher Zeit nach der Welt und nach dem Himmel trachten zu können? Glaubst du, jetzt die Freuden der Welt genießen und nach dem Tode die Seligkeit des Himmels schmecken zu können? Meinst K wenn jemand Jesus in diesem Leben verwirft unh Sein Wort und Sein Volk verachtet oder doch Sei« Heil versäüüit, daß er einst mit Jesu und Seinen Erlösten in Gottes Herrlichkeit sein würde? Täusche dich nicht!
Sage, wem gehört dein Herz, Christo oder der Welt und ihren Freuden und Genüssen? Willst du Vcht dem Herrn dein Herz schenken, so erlangst du I em Bürgerrecht in der ewigen Stadt Gottes; eut- icheidrst du dich aber für Christum, nimmst du Ihn ^ deinen Erlöser an, so wisse, Seine wahren ."achfolger sind Fremdlinge hienieden, aber sic sind 'Hausgenossen Gottes".
! . Und nun sage selbst, welches Teil ist das
I kssere, das des unbekehrteit Welikindcs oder das
des gläubigen Christen? Der Mensch sucht in der vergänglichen und gottlosen Welt vergeblich Glück und Ruhe. Er wandelt auch in sogenannten guten Tagen mit unbefriedigtem Herzen dahin; wahren Frieden und wahre Freude hat er nie geschmeckt; ja, er treibt wie ein steuerloses Schiff einen! sicheren Ver- derben dem Gerichte Gottes entgegen. Der gläubige Christ ist Gottes Kind und Erbe. Dafür bürgt ihm Gottes Wort und Geist. (Röm. 8, 16.17.) In seiner Seele wohnt göttlicher Friede und die selige Gewißheit, bald auf immer in Gottes Herrlichkeit zu sein. (Rom. 5, 1; 2 Kor. 5, 1.) Von seinem himmlischen Vater geleitet, geht er mit ruhigem und glücklichem Herzen durch dieses kurze, arme Erdenleben. Er weiß, daß alles hienieden ihm zum Besten dienen muß und daß dieser Zeit Leiden nicht wert sind, mit der Herrlichkeit verglichen zu werden, die an ihm geoffenbart werden wird. (Röm. 8, 18. 28.) Jesus Christus, sein HErr und Heiland, der ihn liebt und für ihn gestorben ist, lebt für ihn, um sich immer für ihü zu verwenden. Und bei Ihm, seinem teuren HErrn, wird er bald auf ewig sein. Diese leidensvolle Welt, in welcher Tausende von Wcltkiuderii den Tag ihrer Geburt verfluchen, ist für den gläubigen Christen der Ort, wo er Gottes Geduld, Güte und Treue täglich neu zu seinem Segen erfährt und fühlbar verspürt. Aus Seiner Fülle nimmt er Gnade um Gnade, Rat, Weisheit, Kraft, Trost, Mut und Stärke. In der Tat, der wahre Christ ist glückselig zu Preisen für Zeit und Ewigkeit.
Teurer, noch unbekehrter Leser, fragst du, wie du dieses gute und herrliche Teil- erlangen kannst? Es ist einfach! Das ganze Geheimnis heißt: Rufe Jesum Christum an; glaube an Ihn, den Sohn Gottes; gib dich Ihm zu eigen, der dich mit Seinem Blute erkauft hat. Ihm bekenne deine Schuld; vertraue Ihm! Höre auf Ihn; folge Ihm! Er liebt dich, nimmt dich willig auf, wie Er auch gesagt hat: „Wer zu Mir kommt, den werde Ich nicht hinausstoßen." (Joh. 6, 37.) Ist aber erst die Gnadenzeit hin und du bist nicht Sein Eigentum geworden, so ruft Er dir zu: „Weiche von Mir, Ich kenne dich nicht!" Eile denn heute noch in Jesu offene Rctterarme. Er reinigt dich, rettet dich, schenkt dir Heil und Frieden und führt dich in die wahre, himmlische Heimat, in Gottes ewige Herrlichkeit!
cAL
Wir haben hier keine bteiöende Stadt.
(Ebr. 13, 14.)
Die vielen Tausende, die jetzt ihr Leben lassen, müssen in diesen Zeiten beweisen, wie wahr obiges Wort ist. Wie mancher Familienvater, wie mancher Jüngliitg, der sein Leben vor sich zu haben dachte,


