von {einem heißen Verlangen, auf einen Maulbeer, bäum am Wege, um von dort, selbst unbeachtet, Jesum gut zu sehen. Doch der Heiland sah ihn und sah in seinen Augen mehr als bloße Neugierde. Er erkannte in dem verachteten Zöllner eine Heils- begierige Menschenseele. Da stand Er still und rief: „Zachäus steig eilend hernieder, denn Ich muß heute zu deinem Hause einkehren."
Kein Wunder, wenn Zachäus gezögert hätte, seinen Ohren nicht getraut hätte I Er, der gerechte, heilige, gewaltige Prophet Gottes wollte zu ihm, dem bösen, verachteten Zöllner, einkehren? Wäre denn das möglich? Doch die Zweifel mußten schleunigst schwinden: denn da stand ja der HErr Jesus und wartete auf ihn. Eilend stieg er hernieder und nahm Ihn auf mit Freuden. Wenn aber der HErr Jesus in das Haus eines heilsbegierigen Sünders eingeht, da muß die Sünde weichen und mit der Sünde das böse Gewissen, und ein rechter Heldenmut und eine rechte Heldenkraft erfaßt das Herz, mit den alten Sünden und bösen Gewohnheiten zu brechen, ja, auch gutzumachen, soweit das nur möglich ist, was man verfehlt hat. Deshalb heißt's: ^Zachäus aber trat dar und sprach zu dem HErrn: Siehe, HErr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vielfältig wieder." So wurde aus dem 'ver- achteten, bösen Zöllner ein glücklicher, rechtschaffener Nachfolger des HErrn Jesu.
Es gibt noch viele solcher Leute wie Zachäus, die ganz gut wissen, daß sie allerlei Unrechtes und Böses auf dem Gewissen haben, die sich dabei gar nicht wohlfühlen, sondern sich danach sehnen, los- zukommen von der Sünde. Auch heule in dieser Kriegszeit tritt Jesus recht deutlich vor jede Tür solcher heilsverlangenden Seelen und ruft wie damals: „Steig eilend hernieder, denn Ich muß heute bei dir einkehren." Komm herunter, lieber Freund, von dem Maulbeerbaum deines Stolzes, deines Eigen- stnns, deiner Menschenfurcht; komm auch herunter von dem falschen und verkehrten Vorurteil, daß
Jesus dich nur verdammen, daß der Heilans deu- Leben beschränken und verkümmern werde. „Des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und lBlig. zumachen, das verloren ist."
Ist der HErr Jesus schon bei d»r ein- gekehrt?
K
Entscheide dich jetzt!
Ich war gerade im Begriff, eine Versammtung zu schließen, als ein junger Soldat vortrat und die Anwesenden aufforderte, üch ohne Zaudern für Christum zu entscheiden. Cr sagte, er käme gerade von einem traurigen Schauspiel. Einer seiner Käme- raden, der gleichzeitig mit ihm eingetreten war, hatte einen Vater, der ihn immer schon aufgefordert hatte, ein Christ zu werden. Er hatte darauf stets geantwortet, er werde es auch tun, sobald der Krieg vorüber sei. Zuletzt wurde er verwundet und »n« Hospital gebracht. Sein Zustand verschlimmerte sich und seine Kräfte nahmen schnell ab. Eines Tages, wenige Stunden vor seinem Tode, kam ein Brief von seiner Schwester, aber er war zu schwach, ihn zu lesen. Ach, was für ein ernster Brief! Sein Kamerad las ihn vor, aber es schien, als verstände er ihn nicht, bis der letzte Satz kam, welcher lautete:
„O mein teurer Bruder, willst Du, wenn Du diesen Brief erhältst, nicht den Heiland deiner Schwester an nehmen?"
Der Sterbende richtete sich in die Höhe und rief: „Was sagst du da? Was sagst du da?" Dann sank er zurück in die Kiffen und sagte mit schwacher Stimme: „Es ist zu spät! Es ist zu spät!"
Teurer Freund, Gott sei Dank, daß es heure noch nicht zu spät ist für dich! Der Meister ist noch da und ruft dich. Komm auch du, ob du jung oder alt, reich oder arm bist, ohne Zögern zu Christo. Er wird dich reinigen von dem Sündenaussatz und dich rein und weiß machen durch Sein teures Blut! D. L. M
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Greffen. Stadtmission Gießen, Löberstraße 14 .
Jeden Sonntag 1>/, Uhr SonntagSschute; 4 Uhr Jungsrau nverein' Uhr Versammlung; 4'h Uhr Christlicher Verein junger Männ-r, leben Mittwoch St- Uhr Bibelstunde,' jeden Freitag 87a Uhr Gebetsstunde. Sonntag, den 21. Juli, nachm, «ordert abends Wißmar u Wicheck Sonntag, den 2g Juli nachmittags Altenbuserl und Beuern Sonntag, den 5. Nugust nachm. Nordeck, abends Wißmar u. Wieseck.
Bezirk Bellnhausen.
Jeden Sonntag 2 Uhr Versammlung im Vereinshau» Bellnhausen.
Bezirk Friedberg. Stadtmission Jriedberg, Kl. Köhleraasse 8.
Jeden Sonntag 1»/« Uhr Sonntagsschule; 4 Uhr Jungsrauenverein' «bend» 8‘ i Uhr Versammlung; jeden Donnerstagabend 8‘n Uhr Bibel- und »ebetSstunde; jeden Samstagabend 9 Uhr Männer, und Jünglingsverein.
Bezirk Lich und Schotten.
. . Jeden Sonntagabend 9 Uhr Versammlung, jeden Montag-
»bend 9 Uhr Gebetsstunde.' jeden Dienstagabend 9 Uhr Bibelstunde Jeden dritten Sonntag ,m Monat nachmittags » Uhr Gemeinschastskonferenz.
~ ^Sch °tten Jeden Sonntagmittag 12 -/. Uhr Sonntagsschul-; jeden »»nntagabend 9 Uhr Versammlung.
Bestenrod. Jeden zweiten und vierten Sonntag IM ionat , 0 «
mittags S Uhr Versa,nmlung.
Lißberg. Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat nachmittags Uhr Versammlung
R a n st a d t Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat abend»
9 Uhr Versammlung.
Wallern Hansen Jeden zweiten und vierten Donnerstag im Monat abends 9 Uhr Versammlung.
Lich Jeden Sonntagabend 8-/- Uhr Versammlung! jeden 2r
abend 9 Uhr Gebetsstunde
Holz heim Jeden rsten Sonntag im Monat nachuitttag» 8-/, Uhr Monat^versammluug.
Bnrkhardtssclden. Jeden ersten Mittwoch im Monat abend» 9 Uhr Monatsversammlung.
Ettingshausen. Jeden ersten Donnerstag im Monat abend»
2 Uhr Monatsversammlung
Bittingen. Jeden dritten Donnerstag im Monat abend» g Uhr Monatsversammlung.
Langsdors. Jede» dritten Freitag im Monat abend» 9 Uhr Monatsversammlung.
Bezirk Sellnrod.
Sellnrod. Jeden Sonntagabend 87. Uhr Versammlung and tedeo Mittwoch und Freitag Kriegsgebetsstunde mit Bibelbetrachtung.


