des HErrn in allen ihren Prüfungen. Allen Ver- Zucken der Rabbiner, sie zum Judentum zurück- zusühren, stellte sie mit unerschütterlicher Festigkeit das Bekenntnis ihres Glaubens entgegen, und selbst tats-chlicke Mißhandlungen und Verspottungen machten sie nicht wankend. Ans dem Hause ihres Onkels vertrieben, fand sie Zuflucht in einer christ- lichen Familie. Aber ihr Köiper brach unter all diesen Kämpfen zusammen. „Ich fühle mich nicht wohl." bemerkte sie der Freundin, die sie auf- genommen hatte, „doch es wäre vielleicht anders, könnte ich bei meinem Vater sein. Die Trennung von ihm schmerzt mich und drückt mich nieder."
Als bald darauf der Vater, von Mitleid über- wunden, seine geliebte Tochter wieder zu sich nahm, ihr mit früherer Zärtlichkeit begegnete, ihr die christ- lichen Bücher wiedergab und selbst versprach, mit ihr die Kapelle zu besuchen, lebte wirklich Leila von neuem auf, und alle Leidenszüge verschwanden aus ihrem Augesicht.
Aber es währte nicht lange. Die Schwind- sucht führte sie langsam dem Tode zu. Mit zerrissenem Herzen saß'der Vater am Sterbebett seiner einzigen Tochter, die in ergreifenden Worten von dem Elend der Serie außer Christo und dem Glücke seiner Gemeinschaft Zeugnis ablegte. .Welche Seele sündigt, die soll sterben." Dies Wort der Sterbenden machte einen unauslöschlichen Eindruck aus ihn. Und als sie daun von der Gnade Jesu Christi zu ihm sprach, durch welche sie so freudig dem Tode entgegenging, und ihre letzten Laute vom Sieg und Herrlichkeit lispelten, da war auch des Vaters Herz der Gnade geöffnet. Er überlebte den Verlust seiner Tochter nicht lange. Nach elf Monaten ging auch er zur Freude des HErrn e n und verdankte seine Errettung nächst Gott dem klaren Zeugnis seiner Tochter. „Sonntagsgast" 1854.
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Der Keitand ruft.
Der Heiland ruft! Willst du nicht endlich hören? O. lab dick länc,er nicht durch Satans List betören!
Die kurze Freude dieser Welt veracht
Wie welkes Laub, vom Herbstwiud sortgeweht.
Der Heiland r-uftl Willst du nicht endlich kommen? Wie oil schon hast du Seinen Ruf vernommen!
Wie sreundlich ruft Er den Verlornen zu:
„O kommt zu Mirl Ich geb' euch wahre Ruh'.'
Der Heiland ruft! Willst du dein Ohr verstopfen. Nicht dankbar öffnen Seinem sausten Klopfen?
Er kehrt so gern bei dir, dem Sünder, ein-,
Trum öffne Ihm; es wird dich nie gereu'nl
Der Heiland ruft! Willst du dich Ihm nicht schenke«? Willst länger deinen Fuß zur Sünde lenken?
Ter einst des Satans Kelten brach entzwei.
Er macht auch dich vom Joch der Sünde frei.
Der Heiland ruft! O laß dich heute laden;
Nimm nicht an deiner Seele ew'gen Schaden!
Komm heute noch, gar bald ist es zu spät;
Tie Guadenlür dir heute offensteht.
Uur zwei.
Nur zwei Wege gibt es, so sagt uns die Bibel. Der eine ist breit, der andere schmal, der eine führt znm Verderben, der andere zum Leben; viele gehen auf dem einen, wenige ans dem anderen. Welches ist dein Weg, lieber Leser?
Nur zwei Todesarten — der Tod des"Gerechte« und der Tod des Gottlosen. Welches Todes möchtest du sterben? Welches würde dein Tod sein, wenn du in diesem Augenblick stürbest?
Nur zioei Seite» gibt es am Tage des Gerichts! — die rechte und die linke. Nur diese beiden. Die auf der rechten Seite werden gesegnet: „Kommt her, ihr Gesegneten Meines Vaters!" Die auf der linken Seite werden verflucht: „Geht hin, ihr Ver- fluchten!" Welche Worte werden zu dir gesprochen werden?
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Friedberg.
Stadtmission Fricdberg, Kl. Aöhlergasse 8.
Jeden Sonntag, nachmittags 2 Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; abends 8'/, Uhr:
Cvangclisationsversamuilung. m .
Jeden Donnerstag, abends 8'/* Uhr: Bibel- und Gebetsstunde. Dleustag, den 24. April und
8. Mai: Jugendvcrsammlnng. .
Sonntag, den 29. April, nachmittags 3 Uhr: Versammlung in Wohnbach; den 6. Man Jahre - fest in Watzenborn; den 13. Mai, nachmittags 3'/- Uhr: Stammheim. Donnerstag (Himmel,ahrts. den 17. Mai, nachmittags 3 Uhr: Versammlung in Freien. Sonntag, den 20. Mai, nachmittags 4 Ut)i:
Versammlung in Assenheim.
Bnzilgk» (St die Ntimeril 21-24 spätestens Bis itttn 13. Mel d. 3s. ericten.


