I Aufwärts!
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Gemeinsdjaftsblatt für dessen.
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Uerlsg <ler Luchhsnülung der Pilgermission Kietzen.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter:
Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediqer d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf.. G. m. b. tz., Cassel.
Nr. 13.
Ein Bus zur Buße in schwerer Jett.
In ernster Stunde.
England, Belgien, Frankreich, Portugal, Jta- lien, Serbien, Montenegro, Rußland, Rumänien und Japan sieben gegen uns im Kampfe. Das „neutrale" Amerika hat unsere Feinde seit An> fang des Krieges mit Waffen und Munition ver- sorgt und dabei ungeheuren Gewinn eingeheimst. Wir und unsere Verbündeten Österreich- Ungarn, Bulgarien und die Türkei haben gegen eine sechs- sache Übermacht zu kämpfen, und die gegenwärtige Zeit ist so schicksalsschwer und weltentschcidcnd, wie es die Menschheitsgeschichte noch nicht erlebt hat. Das ungeheure Ringen hat sich in nie geahnte An- lpannung aller Kräfte gesteigert, und unsere Feinde rechneten darauf, unseren Widerstand zu brechen, aber durch Gottes Erbarmen wurden bisher alle ihre Anschläge zunichte.
Bei Beginn des großen Krieges im August «d September 1914 schritten unsere Heere siegreich durch Belgien und Nordfrankreich bis in die Nähe von Paris. Dann kam im Osten der große Erfolg »on Tannenberg. Aber nun, anstatt daß unser Bolk sich dankbar vor Gott beugte, zu dem in der ersten Kriegszeit viele beteten, die es früher nicht getan hatten, da kehrte sich das Volk dem Ver- gnügen, Wirtshausleben, Theater und sonstigem Dienst der Sünde wieder zu.
Die Zeiten stnd immer ernster geworden. Ältere Männer und zarte Jünglinge sind zum Heeresdienst cmberufen. Die Lebensmittelknappheit hat sich be- merkbar gemacht, und in den letzten Monaten wird auf beiden Seiten alles aufgeboten, um den end- gültigen Sieg zu erringen, und bei allen diesen Er- ngnissen ist im Volke eine große Gleichgültigkeit und ein Trachten nach irdischem Gewinn wahrzunehmen, aber das Volk tut nicht Buße. Wohl stnd Einzelne zu dem Bewußtsein erwacht, aß Gott zu ihnen redet, und sie haben verstanden, daß Er wahre Herzensbeugung und Abkehr von dem wett Wege der Sünde von ihnen fordert. ' j
In sehr ernster Stunde rief Gott einst dem Volke Israel zu: „Werft von euch alle eure Übertretung, damit ihr übertreten habt . . ., denn warum ivillst du sterben, du Haus Israel? Denn Ich habe kein Gefallen am Tode des Ster- benden . . . Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben" (Hes. 18, 31. 32), und in demselben Kapitel wird Vers 21—23 gesagt:
„Wo sich aber der Gottlose bekehrt von allen seinen Sünden, die er getan hat, und hält alle Meine Rechte, und tut recht und wohl, so soll er leben, und nicht sterben. Es soll aller seiner Übertretung, so er begangen hat, nicht gedacht werden, son- dern er soll leben um der Gerechtigkeit willen, die er tut. Meinst du, daß Ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der HErr, HErr, und nicht viel! mehr, daß er sick> bekxkx» Hn« k-in-n. nrr»r°» und lebe?"
Gottes Absicht ist, den Menschen zu helfen, sie vom ewigen Verderben zu erretten, deshalb kam Jesus auf diese Eide herab, wandelte ohne Sünde durch diese sündhafte Welt, starb am Fluchholz und vollbrachte dort die ewig gültige Erlösung für dich und für mich. Jetzt führt ein freier und offener Weg zu Gott, und dieser Weg ist Jesus.
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das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch Mich." (Job. 14, 6.) Und: „Ich bin die Tür, wer durch Mich eingeht, der wird errettet werden." (Joh. 10, 9.)
Überblicken wir unser Leben im Lichte Gottes, dann erkennen wir die Größe unserer Verschuldungen, unserer Sünden. Dann sehen wir unseren Undank, Sündendienst, Hochmut, unsere Gewissensverhärtung usw. Ewige Verdammnis und Verwerfung von Gott wäre unser gerechter Teil. Aber für alle unsere Sünden und Ungerechtigkeiten ist Vergebung zu finden bei dem rettenden Heiland, bei Jesus
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