Ausgabe 
12.11.1916
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Besten sind.Wir wissen, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen." (Röm. 8, 28.)

Wenn du noch nicht zu Seiner Herde gehörst, glaubst du vielleicht nicht an dies Glück.

Manche denken vom HErrn Jesu, Er sei ein strenger Hirte, der unerbittlich alles straft; aber wie sehr irren diese! Jesus ist ein geduldiger, gütiger, freundlicher Hirte. Alle, die Ihn als ihren Hirten angenommen haben und treu in Seiner Nachfolge wandeln, bezeugen es mit Freuden, daß ihr Leben erst lebenswert geworden, seitdem sie z» Jesu, dem Hirten und Aufseher ihrer Seelen, geko.innen sind. (1 Petri 2, 25.)

Obgleich Jesus der große Hirte ist, wird Er au anderen Stellendas Lamm" genannt.

Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!" rief Johannes der Täufer, als er auf Jesum hinwies. Und nicht lauge danach wurde der Altar aufgerichtet, und das Opfer­lamm wurde geschlachtet und von Gott als Sühnung für die Sünde angenommen.

Der Sohn Gottes starb für gottlose Sünder! Wie hart muß .das Herz sein, welches eine solche Gnade und Liebe von sich stößt! Gott hat Sich ein Lamm ersehen, und zwar, wie Petrus uns sagt: ein Lamm ohne Fehl und ohne Flecken". (1 Petri 1, 19.)

Mein lieber Leser, ist das nicht genug? Könntest du mehr wünschen? Gott hat Sich ein Lamm ersehen, und dieses Lamm ist au des Sünders Statt geschlachtet worden. Das Opfer ist dargebracht. Gott sei Dank, das leere Kreuz, das leere Grab und der besetzte Thron droben alle bezeugen in ernster Weise, daß Gott durch das Werk Christi am Kreuze verherrlicht worden ist, und daß jetzt jeder Sünder Frieden und Vergebung finden kann durch den Glauben an Jesum Christum, das Lamm Gottes! Jesus hat alles getan. Eile deshalb zu Ihm mit deinen Sünden, glaube an Ihn und danke Gott fürSeine unaussprech­liche Gabe". Und dann gehe hin und laß dein Leben die Lehre unseres Heilandes zieren in allen Dingen! (Tit. 2, 10.) O. D.

K

Der gute Kirte läßt Sein -Leben für die Schafe."

(Joh. 10 , 11 .)

Vor mehreren Jahren verlor ein Heizer auf einem Zuge in Ostfriesland sein Leben. Er wollte während der Fahrt eine Herde Schafe, die in Gefahr war, überfahren zu werden, vom Bahndamm weg- weiden, fiel dabei von der Maschine herunter und iurde überfahren.

Der wackere Mann verlor sein Leben für die Schafe. Aber sein Tod war kein freiwilliger. Anders ist es mit dem guten Hirten Jesus Christus. Er konnte von Seinem Leben sagen: ,/Niemand nimmt es von Mir, sondern Ich lasse es von Mir selbst." (Joh. 10, 18.) Wie köstlich!Er hat uns geliebt und Sich selbst für uns dahingegeben."

Gott selbst ist im Tode Jesu, Seines Sohnes, unendlich verherrlicht worden. Seine Liebe, wie auch Seine Gerechtigkeit, Seine Gnade, wie auch Seine Heiligkeit sind im Kreuzestode Jesu wunder- bar ans Licht gestellt ivorden und zwar zum voll- kommenen Heile aller derer, die an Ihn glauben.

Jesus Christus wußte, daß Er Gott mit Seinem Tode verherrlichen würde. Er sagt:Darum liebt Mich Mein Vater, weil Ich Mein Leben lasse." (Joh. 10, 17.) Als die Stunde des Gerichts kam, da Er von Gott um unserer Sünde willen verlassen werden und sterben sollte, rief Er nicht:Vater, rette Mich aus dieser Stunde!", sondernVater, verherrliche Deinen Namen!" Und so hat Er den Vater verherrlicht und bringt Ihm jetzt alsdas Weizenkorn", das in die Mde fiel und starb,viel Frucht". (Joh. 12, 2328.)

Aber Gott hat auch Seinen Sohn verherrlicht: Er hat den großen Hirten der Schafe wiedergebracht aus den Toten" undIhm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist," indemEr Ihn setzte zu Seiner Rechten in den himmlischen Ortern über jedes Fürstentum und jede Gewalt und Kraft und Herrschaft." (Ebr. 13; Phil. 2; Eph. 1.)

So göttlich und so ewig groß dies Werk am Kreuze ist, so göttlich groß und ewig ist auch das Heil, welches Christus uns dort erworben hat. Ruhst du auf demselben? Hat dein geäugstigtes Gewissen dort Vergebung und deine Seele dort Frieden gefunden?"

Als Christus noch vor dem Kreuze war, rief Er schon im Blick auf das Werk, das Er dort für uns vollbringen würde:Kommt her zu Mir

alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch Ruhe geben!" (Matth. 11.) Und als Er das Werk vollendet hatte und auferftanden war aus dem Tode, sprach Er zu Seinen Boten:Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!" (Mark. 16.) Und nun, da Er zur Rechten Gottes Seinen Platz eingenommen und den Heiligen Geist uns gesandt hat, bezeugt dieser: Denn es ist kein Unterschied; denn derselbe HErr von allen ist reich für alle, die Ihn aurufen: denn jeder, der irgend den Namen des HErrn anrufeu wird, wird errettet werden." (Röm 10.)

Also alle sind geladen; so komm denn auch du, mein Leser, zu diesem HErrn, mühselig und be­laden, wie du bist; rufe Ihn an, und du wirst errettet werden. Er wird dir Vergebung und Ruhe geben. Aber bedenke auch, daßdie Zeit der