Ausgabe 
22.10.1916
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Also nur durch den stellvertretenden Opfertod eines Lammes ohne Fehl konnten die Israeliten dem gerechten Gericht Gottes entgehen. Nur wo Gott das Blut des Lammes sah, konnte Er bei der Ausübung des Gerichts verschonend vorübergehen; denn wo das Blut war, da hatte das Gericht bereits sein Werk getan: das unschuldige, fleckenlose Lamm hatte an Stelle der Schuldigni den Tod, den Lohn der Sünde, erlitten. Hier durfte der Engel des Gerichts nicht über die Schwelle kommen.

Was aber geschah in den Häusern der Israeliten in jener Nacht als Gott die Erstgeburt schlug? Alle Insassen waren in Ruhe versammelt um das geschlachtete Lamm und aßen von demselben, um sich so auf den Weg, der vor ihnen lag, zu stärken. Gewiß werden ihre Herzen dabei gefühlt haben, daß dieses Lamm die Ursache ihrer Rettung war. Bei den Ägyptern aber war in jener Nacht nicht ein Haus, in welchem nicht das Gericht und der Tod ihre Beute forderten.

Welch eine Rettung hatte Gott so für Israel gewirkt! Und alles war Gnade, denn die Kinder Israel waren ebenso sündig gewesen wie die Ägypter; sie konnten ihre Rettung nur Gott zuschreibeu, der sie auf Grund des Blutes des Lammes vom Gericht verschonte und aus der Knechtschaft befreite. In jener Nacht lernten die Kinder Israel die G e r e ch t i g - keit Gottes und die Gnade Gottes kennen. In Seiner Gerechtigkeit mußte Er die Sünde richten und Sühnung für dieselbe fordern. In Seiner Gnade aber gab Er ihnen das Lamm, das an ihrer Stelle de» Tod erlitt und dessen Blut sie vor dem Gericht schützte und errettete.

Mein Leser, könnte es ein einfacheres und deutlicheres Bild als dieses geben von dem, was Gott in Seinem Erbarmen für den Sünder, der das Gericht verdient, getan hat? Gott ist heilig und gerecht; er kann die Sünde nicht übersehen, und keinesivegs hält Er für schuldlos den Schuldigen. Er muß und wird das Gericht über die Welt bringen,

wie Er es einst über Ägypten brachte. Und wenn Gott mit den Menschen nach ihren Werken handelt, so sind alle ausnahmslos verloren; dennes ist kein Unterschied, alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes". Aber wie Gott einst für das Volk Israel eine Rettung schaffte durch das Blut des Lammes, so daß das Volk dem wohlverdienten Gericht entging, so hat Gott auch heute für uns, die Verlorenen, eine wunderbare Rettung gegeben. Christus ist das Lamm, dessen Blut allein vor dem sicheren Gericht und ewigen Tod schützt und rettet. Nur wer im Gefühl der eigenen Schuld und Verdammlichkeit zu dem teuren Blute des Sohnes Gottes im Glauben seine Zuflucht genommen hat, ist vor den ewigen Folgen seiner Sünden sichergestellt. G. B. d. F.

K

Der Kichtbrüchige.

(Matth. 9, 1-8.)

Getrost, die Sünden sind vergeben,

Mein Sohn," so sprach der Herr voll Huld Zum'Kranken, den gebracht sie eben Gichtbrüchig und bedeckt mit Schuld.

In seiner Seele tiefstem Grunde Sah Jesus seinen Durst nach Heil,

Drum ward in jener scl'gen Stunde Ihm Huld und Heil alsbald zuteil.

O süßes Wort, so reich an Gnade,

Wie kündest du des Heilands Macht I Ob auch unheilbar scheint der Schade,

Von Jesu wird er weggebracht.

Nicht Opferdienst der frommen Werke,

Die Heilung wirkt kein Priestertum,

Schau nur allein auf Jesu Stärke,

Die freie Gnade ist Sein Ruhm.

Was einst der HErr dort jenem Armen Gegeben in Kapernaum,

Das bietet dar nun voll Erbarmen Auch dir Sein Evangelium.

Getrost, inein Sohn, dir ist vergeben!" Vernimmt, wer gläubig zu Ihm kam;

Steh auf und wandlei" neues Leben

Hat, wer von Seinen! Geiste nahm. I. Th.

Bezirk Gießen. Stadtnrission Gießen, Löberstr. 14.

8 Oktober, nachmittags: 9Uten6ufed; abends: Wißmar und Wieleck.

15. Oktober, nachmittags: Nordeck und Beuern. 22. Oktober, nach­mittags: Altenbuseck: abends: W s,mar und Wieleck. 29. Oktober, nach­mittags: Nordeck und Beuern: abends in Kleinlinden Frauenstunde.

Bezirk Bellnhausen.

Arn 8. Oktober JahreS- und Erntedanksest im Vereinshause in Belln- bausen. Beginn 2 Uhr. Herr Inspektor BeievSt. Chrischona wird da sein. Ebenso wird Herr Inspektor Veiel am Abend des 8. Oktober im Vereins- hrnise in Gießen reden.

Bezirk Friedberg. Stadtmission Friedberg, Kl. Köhlergasse 8.

Jeden Sonntag l 3 /.i Uhr SonntagSichule; i Uhr: Jungsrauenverein; abends 8>/» Uhr: Versammlung. Jeden Donnerstagabend 8>/»Uhr: Bibel- und GebeiSstunde Jeden Samstagabend s Uhr: Männer- und JunglingSoerem.

Sonntag, den 8 Oktober, abends: Versammlung in Stammhkim: nachm Schwalheim u. Leidbtcken Sonntag, den 15 Oktober: Versammlungen in Wohn- bach, Dorheim. Assenheim und Erbstadt. Sonntag, den 22 Oktober: Versamm­lungen in Leidhecken, Stammheim ond Schwalheim. Sonntag, den 2g. Oktober, nachmittags und abends Erntedanlisest in Friedberg Sonntag, den 5. No­vember: Wohnbach, Assenheim, Dorheim lind Erbstadt Bezirk Lich-Sebe-tteir.

Sonntag, den 8 Oktober: Versammlungen in Lich, Ettingshausen, Oberbessingen. Villingen. Langsdorf. Dorfgill, Nidda. Ranstadt, Schölten, Betzenrod. Sonntag, den 16. Oktober: Erntedanksestin Lich, Versammlungen

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in Nidda. Lißberg, Schotten. Sonntag, 22. Oktober: G-meinschafts»on- ferenz in Nidda. Versammlungen in Lich, BnrkhardtSselden, Ettingshausen, Oberbessingen. Villingen, LangSdors. Schotten Sonntag, den 2!i. Oktober: Bersammlungen in Lich, Nidda, Lißberg. Betzenrod, Schotten. Sonntag, den 5 November: Erntedanlisest in Schotten.

Bezirk Sellnrod.

Sellnrod: Am 15. Oktober: Erntedanksest, am 6. November: Gemcinschastskonfercnz, ie nachmittags >/«» Uhr Dazu jeden Sonntag; abend V»9 Uhr: Versammlung und jeden Mittwoch und Freitag: Kriegs; gebetsstunde mit Bibelbetrachtung Wohnseld: 1b. Oktober, abends. 2g Oktober und 12. November nachmittags und je Freitag, den 6. und 20 Oktober und 3. November, abends. Kleineichen: 8. lind 22. Oktober, nachmittags und 12. November, abends und je Donnerstag, den 5 und lg Oktober und 9. November, abends Gros,eichen: 8. Oktober, nach­mittags und 22. Oktober »nd 5 November abends und je Donnerstag, den 12 und 26. Oktober, abends Oberieibertenrod: 1b. Oktober, abends - 29. Oktober und 12. November, nachmittags und je Dienstag, den I». und 24 Oktober, abends Unterseibertenrod 8 und 22. Oktober nd 5 November, je abends und je Mittwoch, den -t und 8 Oktober und 8. November, abends. Helpershain: 8 und 29. Oktober und 12. No­vember, je mittags und je Dienstag, den 3. und 17. Oktober und 7 No­vember. abend?-kerSdor«: 8. Oktober, abends und 22. Ottober nachmit agS und 5. November. <'eds B o benhausen: 8 Ottober. abends und 22. Oktober, nachmittags »nd 5 illovember, abends Köddingen.

> 22 Oktober, nachmittags

bis zum 22 . Oktober d. Js. erbeten.