Ausgabe 
15.10.1916
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sich selbst zu bereichern. Wenn das auch in unseren Tagen der Fall ist, so laßt uns nicht neidisch auf diejenigen sein, denen es gelungen ist, ohne große Mühe in kurzer Zeit viel Geld zu erwerben.

Der HErr Jesus sagt:Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele!" (Matth. 16, 26.)

Aller irdische Gewinn und Reichtum kann dem Menschen keinen Frieden des Herzens geben, kann ihn nicht trösten im Sterben, kann ihm den Himmel nicht aufschließen, wenn er die Erde verläßt.

Nach dem Tode eines Millionärs wurde gefragt: Wieviel hat er hinterlassen?"

Jeden Pfennig," war die Antwort. Er hinter- ließ alles.

Bon den Gütern dieser Welt geht nichts mit hinüber in die Ewigkeit. Aber Matth. 6, 20 lesen wir:Sammelt euch Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen."

Wenn unsere Wünsche und Anstrengungen auf die himmlischen Dinge gerichtet sind, dann erlangen ivir Reichtümer, die keiner Vergänglichkeit unterworfen sind und die uns auch nicht durch Gewalt oder Betrug genommen werden können. Wollen wir nicht nach diesen sicheren Besitzungen trachten? Das Evangelium von Jesu Christo, dem Sohne Gottes, unserem gekreuzigten und auferstandcnen Hei­land, zeigt uns den Weg zur Seligkeit und zur Besitzung der himmlischen Schätze.

Am Kreuze auf Golgatha gab Er Sein Blut und Sein Leben für uns.Er erniedrigte Sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja, bis zum Tode am Kreuze."

Er wurde arm um unseretwillen, auf daß wir durch Seine Armut reich würden. O. D.

L

Eine Großmacht.

Eine Großmacht ist ein Staat, der so große militärische Macht und sonstige Widerstandskraft be­sitzt, daß er sich gegen irgendeinen oder auch etliche andere ihn angreifende Staaten ersten Ranges erfolg­reich zur Wehr setzen kann. Man unterscheidet zwischen Großmächten ersten, zweiten und dritten Ranges.

Unser Kaiser hat einmal von der Presse als einer Großmacht gesprochen. Und wer wollte die riesige Macht der Piesse verkleinern oder gar leugnen?

Könnte man nicht mit viel größerem Rechte von dem Christentum als einer Großmacht reden? Hat es nicht eine einzigartige Entwickelung hinter sich? Hat nicht die christliche Mission gerade im letzten Jahrhundert einen überwältigenden Siegeszug an-

getreteu? Ist nicht die Bibel, die Grundlage des Christentums, in rund 450 Sprachen und Dialekten verbreitet worden? Bekennen sich nicht gerade viele hervorragende Führer unseres Volkes ganz entschieden zum Christentum? Aber doch gibt es große Men­schenmengen, die für Christum und Sein Reich nur ein Achselzucken, ein mitleidiges Lächeln übrig haben. Und doch muß jeder Stellung zum Christentum, klarer gesagt zum Glauben an Jesum Christum nehmen, ob er will oder nicht. Jesus sagt von Sich: Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, son­dern das Schwert. Ich bin gekommen, zu entzweien einen Menschen mit seinem Vater, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schwiegertochter mit ihrer Schwie- germutter, und seine eigenen Leute werden des Menschen Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn Mich, ist Mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn Mich, ist Mein nicht wert; und wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt Mir nach, ist Mein nicht wert. Wer sein Leben gewinnt, der wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird es gewinnen." (Matth. 10.) Auch du, der du diese Zeilen liest, mußt dich für oder wider Christum entscheiden. Trittst du auf die Seite Christi, Ihm Treue schwö­rend,. so verlierst du wohl dein Leben, d. h. die freie Verfügung über dein Leben, aber du gewinnst es zugleich wieder in höherem Sinne. Joh. 3, 14. 15: Und gleichwie Moses die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, damit jeder, der an Ihn glaubt, ewiges Leben habe." Und entscheidest du dich gegen Den, der für dich Sein Leben eingesetzt hat, um dich zu retten, schlägst du das dir angebotene höhere ewige Leben aus, so wirst du erfahren:Gott läßt Sich nicht spotten. Was der Mensch sät, wird er auch ernten; wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleische Verderben ernten. " (Gal. 6.)

So lieblich die frohe Botschaft vom Sünder­heiland einerseits klingt, so hart ist sie doch für den, der sie ausschlägt. Entscheide dich, ehe es zu spät ist.

Im Felde, 24. Juli 1916. Bark.

Gtauöe, und du öist errettet.

Die Errettung geht bei den verschiedenen Men­schen in verschiedener Weise vor sich. Vor einiger Zeit fiel einem jungen Manne eine gedruckte Predigt in die Hand. Beim Lesen derselben kam er an die Stelle:Sobald du an den HErrn Jesum glaubst, bist du errettet. Ich möchte aber, daß du in deinem Glauben weitergingst und dein Leben lang an Jesum Christum glaubtest, denn dann wirst du nicht nur jetzt, in diesem Augenblick, gerettet sein, sondern für Zeit und Ewigkeit." Dann folgte