Ausgabe 
13.8.1916
Seite
4
 
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Drei Kreuze, dreierlei Heldentum und dreierlei Hilfe, aber das Kreuz mit der Hilfe von Golgatha ist das größte unter ihnen!

Solange sich ein Mann irgendwie stark in sich selber fühlt, verachtet er sogar die Hilfe des Sieges, den Jesus, der größte Held, auf Golgatha für ihn errungen hat. Sich von ihrem Heiland ein­mal greifen, helfen und besiegen lassen, scheint den meisten Männern das Allerunmännlichste, Feigste, Entehrendste, das sie sich denken können. Alles, nur das nicht! Nur nicht hilfsbedürftig sich vor Jesu beugen! Nur nicht zu Kreuze kriechen! Nur nicht ein wirklicher Jesusnachfolger werden! Nur nicht Jesum als den größten Helden und alleini­gen Helfer bekennen müssen! Nur ja sich keine Blöße vor den Kameraden oder Kollegen geben, daß man innerlich hilfsbedürftig ist! Nur ja sich immer stark und heldenmäßig gebärden, als habe man den Sieg des größten Helden, der uns auf Golgatha Ver- gebung der Sünden errang, nicht im geringsten nötig! Nur ja immer den Glauben an sich selber stärken und pflegen, damit man den Glauben an Jesum um so entschiedener ablehnen kann! Nur ja das eigene Heldentum festhalten, damit man sich nicht an Christi größtes Heldentum zu halten braucht! O wie viele unserer Männer werden erst Kritiker Jesu und Seiner Worte, um dann Feinde Christi und Seines Kreuzes zu werden! Trauriges Heldentum unserer Männerwelt! Schauspiel der erbärmlichsten Feigheit, nämlich der ruhniredigen Flucht vor der überwältigen de n, vernichtenden Größe des Helden aller Helden, Jesus Christus!

Wie gewaltig ist das wahrhaft größte Helden­tum, nämlich sich aufrichtig und ehrlich von dem größten Helden Jesus besiegen lassen, anstatt Ihn, den Sieger über alles, besiegen zu wollen!

In einer Stube lag ein von Jesu besiegter Verwundeter, ein Kaufmann, mit zerschossenem Fuß

und dem Neuen Testament auf seinem Nachttischcheu Er war gottselig in seinem Heiland und antwortete auf die Frage, wie es ihm gehe, mit dem Hinweis auf Ps. 40, 18, der aufgeschlagen, ihn wohl eben erquickt hatte:Ich bin arm und elend; der HErr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Er­retter; mein Gott verziehe nicht!" Und das lächelnde, blasse Angesicht spiegelte wider die Klarheit und Herrlichkeit des HErrn Jesu.Sollte ich sterben müssen," sagte der Getröstete,so gehe ich ja nur ein zu meines HErrn Freude!"

Niemand wird behaupten wollen, daß diese Sterbensfreudigkeit und Gewißheit des ewigen Lebens den Helden entehrte. F. B.

ZL

Kotles Weg.

Ein entschiedener Christ machte einst eine See­reise. Er hatte einige Traktate bei sich, die er unter­wegs verteilte Manche seiner Mitreisenden nahmen die Blätter gern an und lasen sie aufmerksam. Aber einer von ihnen konnte die frommen Leute nicht leiden. Er nahm eins der Traktate, faltete es zusammen, ;erschnitt es mit seinem Taschenmesser in lauter kleine Stücke und warf sie ins Meer, um seine Verachtung j echt deutlich zu zeigen. Als er dies getan hatte, sah er, daß ein Stückchen Papier an seinem Rocke hängen geblieben war. Er nahm es und sah es einen Augen­blick an. Auf der einen Seite dieses kleinen Papier- fetzens stand nur das Wort: Gott. Er sah auf die andere Seite und las das Wort: Ewigkeit. Er warf das Blättchen fort, so war er es los, aber er konnte diese beiden WorteGott" undEwigkeit" nicht loswerden. Er versuchte, sie durch Trinken und Spielen ans seinem Gedächtnis zu vertreiben, aber sie ver­folgten ihn, wohin er auch ging, und er hatte nicht eher Ruhe, bis er ein Christ wurde. Dies kleine Stück Papier wurde das Mittel zu seiner Bekehrung.

Versammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gietzen. Stadtmission Gietzen, Löberstr. 14.

Jeden Sonntag 1As Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein: 8'/s Uhr Versammlung. Jeden Mittwoch 8V2 Uhr: Bibelstunde Jeden Freitag 87« Uhr Gebetsstuude

Sonntag, den 13. August, abends: Altenbuseck, Frauenstunde: in Wißmar und Wieseck: Versammlung. Sonntag, den 20 August, nach­mittags: Nordeck und Beuern. Sonntag, den 27. August, nachmittags: Altenbuseck; abends: Wieseck; in Wißmar abends Frauenstunde. Sonntag, den 3 September, nachmittags: Nordeck und Beuern; in Kleinlinden abends Frauenstunde.

Bezirk Friedberg. Lriedberg, Uleine Uöhlergasse 8.

Jeden Sonntag 1 8 A Uhr Sonntags chule; 4 Uhr: Jungsrauenverein; 8V* Uhr Versammlung. Jeden Donnerstag 9 Uhr- Bibel- und Gebets­stunde. Jeden Samstagabend 9 Uhr: Männer- und Jünglingsverein

Sonntag, den l3 August Missionsfest in Leidhecken. Sonntag, den 20. August: Versammlung in Stammheim, Dorheim und Assenheim. Sonntag, den 27. August: Versammlung in Stammheim, Dorheim, Schwal­

heim, Grbstadt, Watzenborn und Lich. Sonntag, den 3. September: Missionsfest in Vilbel, Versammlung in Stammheim und Asienheim; den 10. September: Missionsfest in Schwalheim; den 17. September: Ge­meinschaftskonferenz in Dorheim. Text: Offb. 2, 17.

Bezirk Lich-Schotten.

> Sonntag, den 13. August,- nachmittag? l h3 Uhr. Männer« und Iüngllngskonferenz In Sich, abends: Versammlungen in Lich, Nidda und Schotten.

Sonntag, den 2v. August, nachmittags 3 Uhr. Gemeinschafts- Konferenz in Nidda. Versammlungen in Lich, Ettingshausen, Oberbesstngen, Villingen, Langsdorf, Dorsgill. Schotten und It'dda

Sonntag, den 27 August. Versammlungen in Lich, Burkhardsfelden. Dorsgill. Schotten, Betzenrod, Lihberg, Ranstadt und Nidda Wochenversammlungen wie gewöhnlich

Anzeigen für die Nummern 3740 bis zum 27. August ds. Is. erbeten.