Ausgabe 
6.8.1916
Seite
3
 
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Wie erlange ich Frieden mit KoM

Die Antwort, die einzige, die das Wort Gottes dem aufrichtig Heilsverlangenden auf diese Frage gibt, heißt:Glaube an den HErrn Jesum Christum!" *

Von Ihm war geweissagt von Jahrhunderten her, lange, ehe Er geboren war:Die Strafe lag auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten." (Jes. 53, 7.) Ja, so befremdlich es dir erscheinen mag, so ist es doch so, daß die Frage nach Frieden mit Gott für jeden mit der Schuld des Lebens und mit Gottes Gerechtigkeit zu tun hat. Solange die Schuld des Lebens nicht gesühnt ist und die Seele keine Vergebung der Sünden besitzt, kennt sie keinen Frieden mit Gott. Die Sünde trennt von Gott. Erst wenn sich das Herz der Gewißheit der Ver­gebung erfreut und seines ewigen Heils, erst dann besitzt es auf Grund der Heiligen Schrift Frieden mit Gott. Darum sagt der Apostel namens aller Gläubigen, also aller wahren Christen:Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden' mit Gott durch unseren Herrn Jesum Christum." (Röm. 5, 1.)

O so nimm, teurer Leser, wenn du dich in Wahrheit und Wirklichkeit nach Frieden mit Gott sehnst, im.Glauben deine Zuflucht in die offenen Retterarme Jesu Christi! Er ist der einzige Mittler zwischen Gott und Menschen, der einzige Retter, der Heiland der Welt. Höre im Glauben die herrliche Gnadenbotschaft des Evangeliums: Das Wort ist gewiß und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten." (1 Tim. 1, 15.) Alle, die auf dieses gewisse Wort", auf diese herrliche Tatsache, die wahrlicha-ller Annahme wert ist", von Herzen ihr Heil gründen, haben Frieden mit Gott. Sie können auf Grund der Heiligen Schrift von Jesu Christo, ihrem Erlöser, der als Sieger über Sünde, Tod und Gericht zur Rechten Gottes thront, freudig rühmen: Durch Ihn habe ich Frieden!

Und ste folgten Ihm nach.

Es war ein Entschluß für die Jünger, dem HErrn Jesu nachzufolgen. Sie hatten ihren Beruf, ihr Gewerbe, zum Teil hatten sie auch Familie oder wenigstens Angehörige, mit denen sie zusammen lebten. Und das alles mußten sie verlassen, um in die Nach­folge Jesu einzutreten. Was sie hatten, das wußten sie; aber die Zukunft war unsicher und ungewiß. Als Jünger eines Wandcrpredigers hatten sie ein unbestimmtes Los.

Und doch, sie dachten nicht an das, was sie aufgaben, sie dachten nur an das, was sie bekamen. Sie blickten nicht auf den Beruf, den sie verließen,

sie blickten auf Jesum, der sie gerufen. Sie ver­langten danach, Worte des Lebens aus Seinem Munde zu hören:Und sie folgten Ihm nach."

Es war nicht immer eine glatte und gebahnte Straße, die Er mit ihnen ging. Es ging nicht immer durch wogende Kornfelder und strahlenden Sonnen­schein, es ging auch durch Sturm und Not, wo die Wellen zusammenschlugen über ihrem Schiffe, daß sie in ihrer Angst schrien:HErr, hilf uns, wir verderben!"

Aber wenn es auch durch manche Not ging, durch viel Feindschaft und Verfolgung, wenn auch die Pharisäer und Sadduzäer Jesum mit ihrem Haß und ihrem Neid bedachten, wenn auch viele sich von Jesu lossagten und andere Wege gingen, sie blieben Ihm treu:Und sie folgten Ihm nach."

Immer beschwerlicher, immer gefährlicher wird der Weg des HErrn. Seine Feinde haben Ihm den Tod geschworen, und Seine Feinde sind die Obersten des Volkes; sie haben die Macht, ihre Absichten zu Taten werden zu lassen. Jesus weiß es, was in Jerusalem Seiner wartet. Klar und deutlich sagt Er's Seinen Jüngern voraus, daß Er überantwortet und gekreuzigt wird. Wohl fährt Petrus Ihn erst an:HErr, das widerfahre Dir nur nicht!" aber dann ist er der erste, der seinem HErrn Treue ge- lobt, Treue bis in den Tod. Es blieb dabei, ob auch das Kreuz seinen Schatten auf ihren Weg warf: Und sie folgten Ihm nach."

Wohl gab es auch Stunden, wo sie Ihn nicht verstanden, wo sie Ihn allein ließen in Seinem Seelenkampf, wo sie Ihn alle verließen und flohen aber dann scharten sie sich doch wieder um ihren geliebten Meister, dann folgten sie Ihm zum Berge der Himmelfahrt und wohin Er sie führte.

Jakobus wurde durchs Schwert getötet; wohl nicht viele unter ihnen sind eines ruhigen und natürlichen Todes gkstorben. Aber wenn's auch zu sterben galt durch Henkers Hand, sie hielten's für eine Ehre, Ihm auch darin gleich zu werden: Und sie folgten Ihm nach."

Und du, mein Freund? Ist es auch der große Akkord, der durch dein Leben klingt? Folgst du auch dem HErrn Jesu nach? Wirklich? Ist dein Leben ein Leben in der Nachfolge Jesu, ein Wan­deln in Seinen Fußtapfen?

Ach, wie viele nennen sich nach IhmChristen", aber nach Seinem Willen fragen sie nicht, um Sein Wort kümmern sie sich nicht. Sie folgen ihrem eigenen Belieben, sie leben, wie es ihnen gut dünkt. Ach, sie folgen Ihm nicht nach!

Folgst du Ihm nach? Wie oft hat Er dich schon gerufen, daß du in Seine Nachfolge eintreten sollst. Und du hast es immer noch nicht getan?

Wohl, Sein Weg ist nicht immer eben; er ist manchinal steil und rauh und dornig. Aber selig ist er immer^ Seligkeit ist es doch, Ihm zu folgen, wohin Er auch geht, wohin Er auch führt!