Jeder Mensch, welcher seinen wirklichen Zustand vor Gott erkennt, wird finden, dass er Ursache hat, Butze zu tun. Und wenn der Mensch Butze tut, dann begnadigt ihn Gott.
Wie schnell war's geschehen, daß der Zöllner gerechtfertigt wurde, als er erst vor Gott Butze tat und aus tiefer Not zu Ihm schrie: „O Gott, sei mir Sünder gnädig!" Wir hören gleich darauf: „Er ging hinab gerechtfertigt in sein Haus."
Und der Kerkermeister, der da, voll Butze und Angst, zitternd rief: „Was muß ich tun, daß ich selig werde?" freute sich und jubelte noch in derselben Nacht, durch die Gnade Gottes des Heils gewiß geworden zu sein.
Ebenso schnell wurden Hiob und Jesaja begnadigt, als sie vor Gott Buße taten und sich schuldbewußt vor Ihm beugten. Seitdem haben viele Tausende, die sich aufrichtig über ihr Leben vor Gott demütigten und damit Butze taten, er- fahren, daß Gott dem Sünder, der sich beugt, entgegeneilt.
Und nun, teurer Leser, Gott hat die Zeit deiner Unwissenheit übersehen, aber jetzt bittet Er dich und gebietet dir, dich vor Ihm zu beugen, dich über dein bisheriges Leben zu richten und Butze zu tun.
Wenn du Seiner Stimme gehorchst, dann wirst du in dem HErrn Jesu Christo, der für Sünder starb, Vergebung und Erlösung finden.
Nun möchte ich dich um deiner Seele Seligkeit willen sehr dringend bitten, Butze zu tun und dich dann dem Sohne Gottes, der auch dein Heiland sein will, völlig zu übergeben und anzuvertrauen.
In Ihm allein findest du Frieden, Heil und Seligkeit. Er gibt dir, was dein Herz wünscht und begehrt, wenn du deine Lust an Ihm hast; Er ist der gute Hirt, der alle Herzen, die Heil und Ruhe bei Ihm suchen, in Liebe aufnimmt, hebt und trägt. Er sagt zu ihnen: „Siehe, Ich bin bei euch alle Tage." „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden." (Matth. 28, 18. 20.) Und jedem einzelnen ruft Er zu: „Fürchte dich nicht, denn Ich habe dich erlöst, du bist Mein!" (Luk. 8, 50; Jes. 43, 1.) O. D.
L
Arieden.
Alle kriegführenden Staaten wollen jetzt siegen, um „Friedensgarantien" für die Zukunft zu gewinnen. Aber wiewenig kann die militärische Waffe Frieden bringen und Frieden schützen! Der durch das edelste Blut eines Volkes teuer erkaufte Friede hält oft nicht das Geschlecht aus, das ihn erkämpft hat. Aber der durch das BlutChristi geschaffene Gottesfriedewährt ewiglich. Gottes Wort und Wesen
garantiert ihn. Er ist kein Denkergebnis und auch keine Gefühlsstimmung; er ist eine geschichtliche Gottestat. Er ist nicht nur über alle Vernunft, sondern auch über alle Zeit hinaus. Er ist offenbart, geschenkt und gewährleistet in dem zeitlosen Sein des ewigen Friedefürsten, von dem die Schrift sagt: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit." (Ebr. 13, 8.) Wer nun die Friedensbedingungen Gottes erfüllt hat, hat diesen Frieden, wenn er gleich von allem Höllenlärm des teuflischsten Krieges umgeben wäre! Und wenn ihm gleich die Glieder vom Leibe gerissen würden, so könnte ihm doch nichts den Frieden aus dem Herzen reißen. Und wenn ihm selbst das Herz zerrissen würde, so wüßte er es noch mit dem letzten Gedanken und wüßte es in der Ewigkeit vollkommener als je: „Nun wir denn sind gerecht geworden durch den Glauben, so haben wir den Frieden mit Gott durch unseren HErrn Jesum Christ." (Röm. 5, 1.)
Wer aber das Friedensangebot Gottes ablehnt und sich den Friedensbedingungen Gottes nicht unter- werfen will, der wird mit seiner Selbstweisheit und Selbstgerechtigkeit weiter gegen Gott und Sein Wort kriegen, und Gott wird weiter mit Seiner Barmherzigkeit und Heiligkeit gegen ihn kriegen. Frieden hat ein solcher nie! Mag er jetzt auf den äußeren Friedensschluß warten, der wird ihm keinen Frieden für seine Seele bringen. Mag er auf ein „größeres Deutschland" hoffen, das wird ihm keine größere Macht über die Sünde und keine größere Annäherung an Gott bringen. Und vielleicht, wenn das das friedeleere Herz einmal einsieht, mag's zu spät sein, den einst abgelehnten Gottesfrieden zu finden. „Die Angst kommt, sie suchen Frieden und finden ihn nicht." (Hes. 7, 25.) Irre dich nicht, auch der Friede Gottes läßt sich nicht spotten!
Kann es ein friedlicheres Bild geben als das, welches der Friedensbote und Friedefürst Jesus Christus mit den Worten malt: „Wie oft habe ich euch versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel...!" Und kann es einen schmerzlicheren Ausruf geben als den: „Und ihr habt reicht gewollt!" Und kann es einen friedeleereren Fluch geben als den: „Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden!" (Matth. 23, 37. 38.)
Freund, darum entfliehe der Wüste eines Lebens ohne Frieden mit Gott! Unterwirf dich mit ernstem Friedensbedürfnis und ehrlicher Friedensbemühung den Friedensbedingungen Gottes und huldige dem Friedesürsten Jesus Christus! Bitte ihn:
„0 Du, vor bent die Stürme schweigen,
Bor dem das Meer versinkt in Ruh:
Das wilde Herz nimm hin zu eigen
Und führ es Deinem Frieden zu!"
F- B.


