vor ihm auf. Er erinnerte sich seiner frommen Mutter, die ihn schon in seiner frühen Jugend mit Gottes Wort bekanntgemacht hatte.
Jener Same, der mit viel Gebet in das zarte Kinderherz gelegt wurde, fing nuu nach langer Winkemacht an, aufzugchen. Der zerrissene Traktat, welcher auf dem Schlachtfelde angesichts des Todes zu ihm sprach, hatte ein gutes Werk vollbracht.
Einige Tage später besuchte ein Prediger den jungen Mann im Lazarett. Sein Bein war bereits nbgenommcn. Wohl hatte er viele Schmerzen zu ertragen, doch auf seinem Angesichte spiegelte sich Gottes süßer Friede. Er hatte den HErrn Jcsum gefunden und war ein glückliches Gotteskind geworden. (Jes. 55, 11.) Ss wunderbar sind die Wege Gottes.
Die Kraft des Wortes Kottes.
Eine vornehme Dame, welche die folgende Geschichte selbst erzählt, ging zu einem berühmten, inzwischen verstorbenen Arzt in Neuyork, um ihn betreffs ihrer Gesundheit zu Rate zu ziehen. Sie war eine Fran mit sehr nervösem Temperament, und ihr Kummer und Verdruß hatten sie so angestrengt, daß ihr Körper sowohl wie auch ihr Verstand in Gefahr standen. Sie gab dem Arzte eine Beschreibung ihres Leidens und beantwortete dessen Fragen. Aber wie erstaunte die Dame über das kurze Rezept am Ende der Unterredung! Dasselbe lautete: „Was Sie brauche», ist mehr Lese» Ihrer Bibel!"
„Aber — Herr Doktor!" hob die verwirrte Patientin an.
„Gehen Sie nach Hanse und lesen Sie Ihre Bibel täglich eine Stunde", unterbrach sie der berühmte Mann mit freundlicher Autorität, „und kommen Sie heute nach einem Monat wieder." Und dann komplimentierte er die Dame hinaus, ohne ihr die Möglichkeit eines Protestes zu geben.
Nach einem Monat ging sie wieder zu dem
Arzt. „Nun," sagte er freundlich, ihr ins Gesicht schauend, „ich sehe, daß Sie eine gehorsame Patientin sind, denn Sie haben mein ^ Mittel pünktlich ge- nommen. Glauben Sie, daß Sie nun noch ein anderes Mittel brauchen?"
„Nein, Herr Doktor," sagte die Frau ehrlich, „ich fühle mich wie neugeboren, und ich hoffe, daß es anders mit mir geworden ist."
N
Jesus stegl!
Ein Prediger bemerkte an mehreren Sonntagen in der Kirche einen sehr zerlumpten Knaben, der in der Nähe der Tür stehen blieb und der Predigt mit großer Aufmerksamkeit zuhörte. Er hätte gern gewußt, wer der Knabe wohl sein mochte; allein kaum war die Predigt zu Ende, dann war auch der Knabe verschwuudeu. Der Prediger bat einige Freunde, ihn zu beobachten; aber auch ihren Blicken wußte er sich zu entziehen, so daß man ihm nicht auf die Spur kommen konnte. Nun geschah es an einem Sonntag, daß er über den Text predigte: „Er siegt mit Seiner Rechten und mit Seinem heiligen Arm." Nach diesem Tage ließ sich der Knabe nicht wieder sehen. Nach sechs Wochen erschien ein Mann aus dem Gebirge und bat den Prediger, zu einem sterbenden Knaben zu kommen; er wohne in einer elenden Hütte. Nach einem mehrstündigen Marsche durch Morast und über Berge erreichte der Prediger bei starkem Regen die Hütte. Als er eintrat, hatte der arme Bursche sich von seinem Lager ein wenig auf- gerichtet. Sobald er den Boten Gottes erblickte, winkte er ihm mit der Hand und rief aus: „Er siegt mit Seiner Rechten und mit Seineni heiligen Arm! Er hat über mich und für mich gesiegt! Halleluja!" Das waren seine letzten Worte auf Erden, der Triumphruf eines Sterbenden. Wer kann sagen, in wie vielen Fällen die Rechte des HErrn trotz Armut und Sünde, trotz aller Unwissenheit gesiegt haben mag?_
Versarnnrlungs-Anzeigen.
Bezirk Gietzeir. Stadtmisllon Gietzen, Löberstr. 14.
Jeden Sonntag Uhr: Souutagsschule; 4 Uhr: Jungsrauenverein; 8hl Uhr Versammlung. Jeden Mittwoch 8'/-Uhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 8'/s Uhr Gebetsstunde.
16 . Juli, nachmittags : Altenbnseck; abends: Wißmar, in Wieselt abends Frauenstunde. 23. Juli, nachmittags in Nordeck Frauenstunde; nachmittags: Beuern. 30 Juli, abends in Altenbuseck Frauenstunde; abends: Wißmar und Wieseck. 6. August, nachmittags: Nordeck und Beuern; in Kleinlinden abends Frauenstunde.
Bezirk Lriedberg. Lriedberg, Kleine Köhlergasse 8.
Jeden Sonntag l 3 / 4 USc: Sonntagslchule; 4 Uhr: Jungsrauenverein; 8'/s Uhr Versammlung. Jeden Donnerstag 9 Uhr- Bibel- und Gebetsstunde. Jeden Samstagabend 9 Uhr: Männer- und Jünglingsverein.
Bad Nauheim. Erholungsheim „Bethesda", Fraulsurter Straße 87 l />o- Jeden Sonntag, abends 8 V 2 Uhr Versammlung; Freitag, abends ’/s9 Uhr: Bibetstunde, Ernst Ludwigring-Pension Bindewald.
Dienstag, den 18. Juli. Versammlung in Vilbel, Gasthos „Zur Stadt Cassel"/ lg. Juli: Versammlung in Stammheim und Schwalheim; 20 . Juli: Versammlung in Dorheim
Sonntag, den 28. Juli, nachmittags 4 Uhr: Versammlung in Watzenborn und abends 9 Uhr: Versammlung in Sich; 26. Juli: Versammlung in Leidhecken.
Sonntag, den 39. Juli: Missionsfest in Stammhelm. 1. August Bilhel; 2.: Stammheil» und Schwalheim; 8.: Dorheim.
Bezirk Lich-Schotten.
Sonntag, den >6. Juli: Konserenz In Nidda. Text: Psalm 193 Versammlungen in.Sich. Burkhardsfelden, Ettingshausen. Villingen. Lang 3 - dors und Schotten. Sonntag, den 28. Juli: Versammlungen m Lich, Obcr- bessingen, Dorsgill. Schotte», Betzenrod, Lisiberg, Ranftadt und Nidda Sonntag, den 89. Juli: Versammlungen in Lich. Burkhardsfelden, Ettingshausen. Villingen. Torsgill. Schotten, Betzenrod. Lißberg. Ranstadt und li'dda Sonntag, den 8. August: Versammlungen in Lich, Etting hausen, Oberbessingen. Villingen. Langsdorf, Wohnbach, Dorfgill, Schotten. Betzenrod, Lißberg. Ranstadt. Nidda Abends 9 Uhr Wochcnversammlmigeu: Montags: Gebetsstunde in Nidda. Dienstags: Bibelstunde in Nidda, Gebcts- stunde in Schotten. Donnerstags: Bibelstunde in Schotten Freitags: Bibelstundc in Betzenrod
Bezirk Sellnrod.
16. Juli: In Helversheim Fest im Freien. 8. August: In Wohuseld Fest Im Freien und zugleich Einführung des neuen Predigers sür den Beznl
Schlvester Anna Eigenbrod wird folgende Stunden sür Frauen und Jungfrauen halten: l6. Juli, nachmittags Gamhach. abends Münzen- berg. 28. Juli, nachmittags Niederweisel, abends KirrhgönS. so. Ju», nachmittags Dorsgill, abends Holzheim.


