solle Verbindung nach oben. Wer ohne diese ist, der wird sich sicher in seiner Lage, ob daheim oder draußen auf dem Schlachtfelde, viel einsamer und haltloser und unglücklicher und friedloser fühlen als einer, der Verbindung mit seinem Gott gesucht und gefunden hat. Solche Verbindung wird hergestellt durch glaubensvolles Gebet und rückhaltlose Hingabe des Herzens an den Heiland Jesus Christus, durch den allein eine wirkliche Gemeinschaft mit dem allmächtigen und heiligen Gott hergestellt wird. Wer von Gott, dem Schlachtenlenker, oder vom „lieben Gott," der ihn beschützt hat in großer Gefahr, oder sonstwie von Ihm redet und dabei nichts weiß von einer Begegnung mit Jesu, dem Sünderheiland, von der Seligkeit der in Seinem Blute vergebenen Sünden^ der hat sicher nur eine eingebildete, aber noch keine wirkliche Gemeinschaft mit Gott; der ist wohl auf dem Wege zu Ihm, aber noch nicht heimgekehrt in Seine Vaterarme als verlorenes und nun gerettetes Kind Gottes. Wärst du auf solchem Wege — o, dann eile, weiterznkommen bis ans Vaterherz deines Gottes, als den Platz völliger Sicherheit und siegreicher Kraft in allen Versuchungen und Kämpfen des Lebens! G. H.
Iür Dürstende.
„Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu Mir und trinke!"
Joh. 7, 37.
Die Einladung des HErrn Jesu an Dürstende i ist ein Ruf voll Freude und Trost für uns. Es ist ^ ein Born da, der wirklich Wasser hat. Vielleicht hast j du viel gesucht und begehrt, aber überall nur löcherige Brunnen gefunden, Brunnen ohne Wasser, nur Schein, Trug, Täuschung. Hier ist eine köstliche Quelle mit der herrlichen Überschrift: „Zutritt frei, komm!"
Jeder Durst wird hier gestillt.
Trink nicht nur, um deinen Durst zu mildern oder zeitweilig zu stillen, sondern trink, bis das Wasser, das der HErr Jesus gibt, in dir ein Brunnen des Wassers wird, der in das ewige Leben quillt.
Der Ruf erschallte am letzten Tage des Festes, darum tut Eile not.
Heute, so ihr Seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.
Jetzt ist der Tag des Heils. Wenn der Tag der Gnade vorüber ist, dann gibt es kein Heil mehr. Alles eigene Tun, christliche Erziehung, frommes Leben ohne Christum stillt den Durst der Seele nicht.
Du mußt selbst kommmen, selbst trinken.
Es ist ein Ruf voll Liebe und göttlichen Erbarmens. Die Feinde umlauerten Ihn. Er ließ Sich aber nicht dadurch abhalten, denn Ihn jammerte' des Volkes.
das dürstend wieder fortgehen sollte. Er war da, um anderen zu helfen, deshalb dachte Er nie an Sich.
Jesus rief und sprach sehr klar und verständlich, damit jeder nicht nur Worte hören, sondern auch verstehen sollte, um was es sich handelte.
Dieser Ruf ertönt heute noch.
„Horch, die Botschaft froh ertönet,
Jesus litt am Kreuzesstamm I Gnadenströme mächtig fließen Reich und frei für jedermann.
Armer Sünder, armer Sünder,
Komm zu Ihm, Er nimmt dich an!
O, entflieh zum Kreuzeshügel,
Such in Ihm noch Zuflucht hentll Jesus ladet dich zur Quelle,
Wäscht dich rein vom Sündenleid.
Zögre nicht, zögre nicht.
Komm zu Jesu, noch ist's Zeit!"
Der Tag des Heils neigt sich dem Ende zu; darum eile und folge dieser Einladung des HErrn Jesu: „Komm und trinke!" O. D.
Die M6ek.
Die Bibel ist kein gewöhnliches Buch. Gehaßt und verfolgt wie kein anderes und doch unzerstörbar; verachtet und verehrt, verspottet und hoch angesehen, totgesprochen und doch lebendig. Mächtige Männer haben keine Mühe und keine Schuld gescheut, um es zu vertilgen, Weise und Gelehrte haben versucht, es gründlich zu widerlegen, und nun verbreitet es sich mit erstaunlicher Geschwindigkeit in Hunderten von Sprachen, in vielen Millionen von Exemplaren über die ganze Welt, wird von einem Pol zum anderen gepredigt und gelesen; und in seiner Kraft, im Glauben daran lassen sich Menschen verbrennen und zu Tode martern. Ei, ihr Kritiker alle, schreibt doch einmal so ein Buch, so wollen wir an euch glauben!
Diese Bibel steht Jahrtausende hindurch und fragt nichts nach Menschenlob und -tadel, bequemt sich nicht zum Fortschritt, nimmt nicht ein Wörtchen zurück, bleibt großartig einfältig und göttlich über- wältigend, und vor ihr sind alle Menschen gleich und fühlen ihre Ohnmacht.
Wo ist ein Menschenbuch, das nicht schal werde beim häufigen Lesen? Von diesem aber haben Tan- sende der besten und geistreichsten Männer bezeugt, nicht nur, daß sie des Lesens und Forschens darin nicht müde wurden, sondern daß es ihnen immer großartiger, reicher, unergründlicher wurde. Wie leuchtet dir oft plötzlich daraus ein unscheinbares, schon hundertmal gelesenes Wörtchen auf, und erstaunt erkennst du den tiefen Sinn! Wäre darin jeder Satz, ja jedes Wort unterstrichen, das bald dieser, bald jener Seele wichtig geworden, das ihr etwas gegeben, fände ich darin wohl auch nur eins, das nutz- und zwecklos geschrieben, das keine Frucht getragen? Ich glaube nicht.


