Ausgabe 
18.6.1916
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

Aufwärts!

Oemeinscftaftsblatt für Ressen.

o

o

«»

V

A

4»

O

o

o

*

♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦

Erscheint wöchentlich einmal.

Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteliäbrlich. llerloa üer nucbbancllung der Pllgermisslon Kletzen.

Redakteur: Stadtmiisionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter:

Pfarrer Sverber-Caiiel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermiision. Druck v. I. G. Oncken Nachi-, G. rn. b. §>., Caiiel.

Nr. 25.

Sonntag, den 18. Juni 1916.

9. Iahrg.

Wiga.

Riga ist eine prächtige Stadt, die gegenwärtig etwa 500000 Einwohner zählt. Sie ist die Haupt-

Stadt sind, wissen wir nicht, aber doch wissen wir, daß treue Gotteskinder dort sind, die ihre Hoffnung nicht ans die Zugehörigkeit zu irgend einer Kirchengemcindr, sondern auf das Blut des Lammes Gottes setzen.

stadt des russischen Gouvernements Livland und der Sitz des griechisch-orthodoxen Erzbischofs von Riga und Mitau und nach Petersburg die wichtigste Seehandelsstadt der russischen Ostseeprovinzen. Ge­gründet wurde sie 120l von Albrecht I. von Beckeshovede, und ihre ersten Bürger waren westfälisch-sächsischer Herkunft. 1547 unterwarf sie sich dem Polenkönige Sigismund. 1621 wurde sie von Gustav Adolf erobert, und 1710 kam sie unter russische Botmäßigkeit. Wir hoffen, daß bald die deutschen Truppen in sie einziehen. In Riga sind heute 13 protestantische Kirchen, 16 griechische, 2 römisch-katholische, 2 Baptisten­gemeinden, von denen jede noch eine Anzahl Filialen hat. Wir nehmen an, daß sich außerdem noch etliche Versammlungslokale und Vereinshäuser dort befinden. Wie viele klare Zeugen des Evangeliums in dieser

Riga ist eine von den Städten, die schon viele Monate durch unsere deutschen Heere bedroht sind, und mancher Bewohner, der Jahrzehnte nach irdischem Besitz getrachtet hat, sieht seine ganze Errungenschaft in Trümmer gehen.

Aber alle die, welche zuerst nach dem Reiche Gottes getrachtet haben, welche Frieden mit Gott durch unfern HErin Jesum Christum besitzen, die haben einen Schatz, einen Reichtum, welchen in Friedenszeiten und im Krieg kein Mensch und keine feindlichen Geschosse vernichten können.

Viele Menschen trachten nach irdischem Reichtum, nach irdischem Besitz, und es gelingt ihnen doch nicht, das zu erreichen, was sie begehren. Aber niemals hat ein Mensch vergeblich den Frieden mit Gott durch Jesu Blut gesucht.

Möchtest du diesen ewigen Reichtumhaben?