Ausgabe 
21.5.1916
Seite
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Wie? Naeman ein Bild unseres Volkes? Ja, Naeman ist ein Bild unseres Volkes. Höre nur zu!

Trifft es nicht auch für unser Volk zu, daß es ein treffliches Volk ist und hochgehalten? Wieviel Gnade und Güte hat Gott unserem Volke erwiesen im Laufe der Jahrhunderte! Durch unser Volk gab der HErr Heil in der Welt. In Deutschland war's, wo das Licht des Evangeliums nach langer Nacht wieder aufging und siegreich in die Welt hinaus- strahlte. Wenn wir die Geschichte anderer Völker lesen, wieviel Verrat und Hinterlist, Lug und Trug finden wir da. Wie trefflich steht unser Volk da! Ei» Hort des Weltfriedens, so stand es unter den Völkern. Wer hätte sich nicht schon in diesem Kriege dankbar gefreut, ein Deutscher zu sein?

Mit Gaben des Geistes und Gemütes hat Gott unser Volk vor anderen gesegnet. Das Volk der Dichter und Denker hat man uns genannt.

Ein gewaltiges Volk! Oder 'ist das nicht ein gewaltiges Schauspiel, welches unser Volk bietet in diesem Kriege? Die halbe Welt steht gegen uns in Waffen und wir stehen siegreich da. Wir haben den Fuß in des Feindes Land gesetzt. Was für Völker werden gegen uns aufgeboten: Russen und Japaner, Engländer und Franzosen, Belgier und Italiener, Senegalneger und Zuaven, Turkos und Gnrkhas, Kanadier und Australier und wer weiß, wie sie alle heißen. Und diesem Völkergemisch halten wir stand! Was für ein geivaltiges Schauspiel für die Welt von deutscher Kriegskunst und germanischer Tapferkeit!

Trefflich hochgehalten gewaltig, ja, das paßt Wort für Wort auch für unser Volk.

Unser Volk das ist wohl ein großes Ganzes. Aber es ist doch auch eine Zusammenfassung von lauter einzelnen Persönlichkeiten. Und die Zukunft unseres Volkes hängt davon ab, wie die einzelnen sich zu Gott stellen.

Wie steht's mit dir? Ist Naeman auch noch ein Bild von dir? Viel Gnade von Gott hast du auch erfahren. Wie ein roter Faden zieht sich auch durch dein Leben die Liebe Gottes. Blicke nur ein­mal rückwärts!

Aber zerstört auch dir der Aussatz der Sünde dein Glück? Was hilft dir Rang und Stand, Geld und Gut, Weib und Kind, wenn der Aussatz der Sünde dich unrettbar dem Tode überliefert, dem ewigen Tode?

Es ist ein Arzt, der auch Aussätzige heilen kann. Jesus ist Sein Name. So wie Naeman Heilung und Rettung fand im Jordan, so gibt's Heil und Hilfe für uns im Blute Jesu. Aber man muß zu Ihm kommen. Und man kommt erst dann, wenn man seine Sünde erkannt hat.

Weißt du das, daß du aussätzig bist, daß du verloren bist? O, daß Gott dir das klar- machen könnte, daß du dir das sagen ließest! Das wäre der Weg zu einem Glück, das nicht ge­

stört und nicht verloren werden könnte, zu einen» Glück, das unabhängig ist von den äußeren Ver­hältnissen.

O, der HErr gebe dir Licht über dein Herz und Lehen, daß du es einsiehst und gestehst: Ich bin aussätzig! Und Er helfe dir zu der seligen Erfahrung der Rettung in Seinem Blute:Ich bin rein durch das Blut meines HErrn!" E. M.

L

Gott rvosste Waeman retten.

In das Haus jenes großen Mannes sandte Er ein einfaches jüdisches Mädchen, um ihm den Weg des Heils zu zeigen; in dein Haus und deine Hände legt Er heute nachdem Er gewiß schon oft zu dir geredet dieses schlichte Blatt als Wegweiser des Heils.

Der große Feldherr folgte in seiner ernsten Not der Weisung des Mädchens, vielleicht war es kaum mehr als ein Kind. Folge auch du unseren Worten, wenn du noch nicht errettet bist. Folge ihnen noch heute! Prüfe sie, ob sie Gottes Worte sind. Der Weg Naenians, der zwar glaubte, sein Heil durch Geld erkaufen zu können denn er kam mit Wagen voll Schätzen zu Elisa nach Israel führte zu den Wassern des Jordans. Der Prophet ließ ihm sagen:Gehe hin und bade dich siebenmal im Jordan!" Das war ein einfacher und demütigender Weg! Denn wenn dies der Weg war, dann konnte jeder Sklave und Bettler in Syrien ebensogut wie er, der große Feldherr, seinen Aussatz los werden! In der Tat, so war und ist es. Gottes Heil ist ein Heil für alle Menschen. Und es ist für alle Menschen dasselbe Heil. Dasselbe Wort Gottes, das uns sagt:Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes," das sagt uns auch:

W e r d e u N a in e n d e s H E r r n a n r u f e n w i r d, wird errettet werden."

Also alle, religiös oder gottlos, reich oder arm, gelehrt oder ungelehrt, alle haben gesündigt, alle müssen errettet werden, und für alle liegt das Heil bereit, alle können errettet werden.

Für Naeman waren es die Fluten des Jordans, wo er Rettung suchen mußte und fand. Sieben­mal, d. h. völlig mußte er hier untertauchen, und er ward rein, vollkommen rein. Für uns ist es der Tod des HErrn Jesu, in dem wir Ver- gebung und Erlösung finden. Wir lesen im Worte Gottes, daßdas Blut Jesu Christi, Seines Sohnes, uns rein macht von aller Sünde." Alle Sünde, schlimmer als der Aus­satz, wird gereinigt durch Christi Blut.

Teurer Leser! Es bleibt so, daß nur im Tode Jesu Heil und Frieden für dich zu finden ist, und daß du nicht eher gerettet bist, bis du dich mit