die mit solch schwerem Herzen kamen, die frohe Botschaft zu verkündigen. Ihre Botschaft enthielt eine sehr große Freude: Jesus, den Seine Freunde für tot hielten, lebte nun für immer.
Das leere Grab redet mit uns in vielen herrlichen Stimmen. Erstens sagt es uns, daß Jesus wirklich gestorben war, und daß Er gerade hier, an dieser Stelle, begraben war. Dort hatte Sein Haupt, hier hatten Seine Füße gelegen. Hier sind die Grabtücher, die feine Leinwand, welche zarte Hände um Ihn gelegt hatten. Hier ist das Schweißtuch, das Sein Antlitz verhüllte. Sieh dir den Platz genau an, wo Er lag, und vergiß es nie, daß Er wirklich gestorben war. Dies ist wichtig, denn von Seinem Tode hängt deine Annahme bei Gott ab.
Aber dann schau wieder hin. Nun ist das Grab leer. Er war hier, aber Er ist jetzt nicht mehr hier, denn Er ist auferstanden. Hier liegen wohl die Grabtücher, aber kein Leichnam ist da. Das leere Grab zeugt also von Auferstehung. Der Tod konnte Jesum nicht halten. Er sprengte seine Fesseln und triumphierte über die Macht des Grabes. Dies ist wichtig, denn ein toter Jesus hätte uns nicht erretten können. Wäre Er nicht aufeistanden, wie könnte Er vor Gott für uns eintreten? Wie könnte Er unsere Hilfe in Schwachheit, unsere Stütze in der Not, unser Tröster, unser Freund sein, wenn Seine Leibeshülle im Grabe geblieben wäre? Deshalb lebt Er, um fürbittend für uns einzustehen, um uns zu helfen, um uns selig zu machen.
Noch eine andere Wahrheit lehrt uns das offene Grab, nämlich, daß alle, die in Jesu entschlafen, auch auferstehen werden. Eine köstliche Schriftstelle sagt: „Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die in Jesu Entschlafenen mit Ihm führen." So wollen wir denn lernen, durch das Grab hinüberzuschauen in das ewige Leben. M.
Warum weinst du?
„Jesus spricht zu ihr: Weib, warum weinst du?" Joh. 20. 15.
Tatsächlich gab es keinen Grund für Tränen, denn Jesus, den sie als tot betrauerte, war lebendig. Fragt nicht Jesus heute noch manche trauernde Seele: „Warum weinst du?" Wir können uns der Tränen nicht enthalten, wenn ein lieber Freund von uns genommen wird. Es liegt auch nichts Böses in solchen Tränen. Jesus weinte auch am Grabe Seines Freundes, den aufzuwecken Er gekommen war.
Aber nur zu oft mischt sich mit dem Schmerze über den Verlust unserer Geliebten auch Unbeug- samkeit, Unglauben, ja selbst Rebellion. Wenn ein wahrer Christ stirbt, so scheidet er nur von uns, um bei Seinem HErrn zu sein. Müssen wir ihn deshalb beweinen? Gewiß nicht! Der Tod ist für ihn ein herrlicher Gewinn. Sollen wir weinen, iveil er bei Christo in einiger Wonne ist, weil er allen Schmerz und alle Trübsal überstanden hat, weil er in den Palast ves großen Königs erhoben worden ist? Sollen wir Gott radeln und bittere, rebellische Tränen weinen, weil er eins Seiner Kinder von uns genommen hat? Macht Gott Fehler? Sind wir Seiner Liebe nicht gewiß? Zürnte Er, daß Er kam und uns in Schmerz versetzte? Dürfen wir nicht gewiß sein, daß der Schmerz, der uns so schwer betroffen hat, tatsächlich Gottes beste Liebes- erweisung gegen uns wie gegen den Geliebten, den Er zu Sich gerufen, ist? Ist es denn nicht Sünde, wenn wir weinen ohne stille Ergebung in Seinen Willen? G. F.
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstr. 14.
Jeden Sonntag l'A Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 87» Uhr: Versammlung. 4'/- Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8'/, llhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 8’A Uhr: Gebelsstunde.
Karfreitag, nachmittags: Bellnhausen, abends: Wißmar und Gießen. Karfreitag, nachmittags: Altenbuseck, abends: Beuern, Frauenstunde. 1. Ostertag, nachmittags: Nordeck und Bellnhausen, abends: Kleinlinden; 2. Ostertag, nachmittags: Altenbuseck, abends: Gießen.
Grünberg, jeden Sonntag 8'A Uhr: Versammlung.
Bezirk Llch.
Lich, Vereinshaus: Jeden Sonntag 12°/» Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauenverein; 8'A Uhr: Versammlung.
25. April und iß. Mai: Villingcn; 26 April und 17. Mai: Wohnbach; 27. April und 18. Mai: Watzenborn;
Anzeigen für die Nummern 21—2
2 Mai: Dorfgill; 4. Mai: Langsdorf; 7. Mai: Holzhem und Dorfgill; 0. Mai: Ettingshausen; 10. Mai: Ober bessingen; II. Mai: Burkhardsfelden.
Bezirk Schotten.
Schotten, Hauptstraße 99: Jeden Sonntag 12 Uhr: Sonntagsschule; 87« Uhr: Versammlung. Jeden Dienstag 8'A Uhr: Gebetsstunde; jeden Donnerstag 8'A UW
Bibelstunde, Nidda, Burghof: Jeden Sonntag 8 llhr: Versammlung. Jeden Montag 8 Uhr: Gebetsstunde. Jed n Dienstag 8 Uhr: Bivelstunde Betzenrod. Am 23. mü 30. April, am 7. und 14. Mai: Versammlung. Jeden Freitag: Bibelstunde Ranstadt. Jeden Mittwoch 8 jlhr: Versammlung Lißberg. Am 30. April, 7. und 1' Mai: Versammlung. Sonntag, den 21. Mai, nachmittags
3 Uhr: Geiiieiiischaftskoiiferenz in Nidda. Text: Yos. U
bis zum 8. Mai ds. Is. erbeten.


