ja dasselbe, ja noch Ärgeres. Wenn ich eine Sünde beginge, die kein anderer tut, so wollte ich mich schämen, so aber habe ich doch keine Ursache dazu."
Nun aber noch ein Wort. Von denen nämlich, die gesündigt haben, sehen die einen ihre Sünden ein, bereuen und bekennen sie vor Gott und erlangen um Je'su Christi willen, zu dem sie vertrauensvoll ihre Zuflucht nehmen. Vergebung. Alsdann werden sie nicht mehr Sünder geheißen und als solche betrachtet. Sie sind nunmehr Kinder Gottes und Erben Gottes, die wohl unter Seiner Zucht stehen, aber aus dem Wege zur Herrlichkeit sind.
Die anderen aber trösten sich damit, daß ja alle Sünder seien und nehmen es leicht mit ihren Sünden, fragen sich nie ernstlich, ob sie denn nicht am Ende dem heiligen Gott Rechenschaft über ihr Leben abzulegen haben; sie gehen als Sünder voran und verloren.
Wolltest du nun, mein Leser, auf dem breiten Wege bleiben, der zur Verdammnis führt, und dich damit trösten, daß viele sich auf eben demselben Wege bestnden? O folge du vielmehr bem Beispiel des Zöllners im Evangelium, welcher sich in wahrer Reue vor Gott an seine Brust schlug mit dem Flehen: „Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!" Rur so findest du Vergebung, Frieden mit Gott, Rettung und ewiges Leben! Jesus Christus, der Hei- l a n d, streckt in Liebe die Retter arme aus auch nach dir so lange schon. Und Er bittet dich auch jetzt wieder: „Latz dich, versöhnen mit Gott!" Siehe, was Gott für dich getan, um dich zu retten! Und siehe, was Jesus Christus für dich getan, damit du gerettet iverdest! So gehe nuu nicht voran, ohne, ehe es auf ewig zu spät ist, in die Retterarme Jesu zu eilen!
Keöet aus der Tiefe.
„Jesus, stille du mein Leben,
Mich umgeben
Sorgen Ängste, groß und klein.
Meine Hand greift bang' ins Leere, —
Jesu, höre I
Laß mich nicht so sehr allein.
Mag's auch wild tief innen stürmen,
Laß mich schirmen Deine Arme um mich her.
Jesu, Herr der milden Wogen,
Komm gezogen!
Stille wieder Sturm und Meer!"
Aus dem Mivatkeöen eines HUchters.
Verschiedene Reisende unterhielten sich über die Verdienste hervorragender Männer, unter anderem war der Charakter eines bekannten Richters Gegenstand der Erörterung.
Einer von der Gesellschaft, der lange als Advokat beim Gericht tätig gewesen war, behauptete, ihn genau zu kennen und sagte, er sei ein schroffer, hartherziger Mann, äußerst gerecht und von unantastbarer Lauterkeit, aber ohne jedes Gefühl von Teilnahme und Mitleid.
„Ich möchte Ihnen wohl einige Züge aus seinem Privatleben erzählen," bemerkte ein Herr, der sich bis dahin nicht an der Unterhaltung be- teiligt hatte. Und er erzählte, wie der Richter Nacht für^ Nacht bei einem kranken Freunde gewacht habe, wie er nach dem Tode des Freundes dessen Kinder erzogen und ihnen hernach eine geeignete Lebensstellung verschafft habe. Noch andere Episoden wußte er zu berichten, die ein außerordentliches Zartgefühl und herzliche Teilnahme verrieten. „Und wissen Sie genau, ob sich das alles so verhält?" fragte man ihn. „O ja " lautete die Antwort, „ich bin sein Sohn. Sie müssen eine Zeitlang mit meinem Vater zusammen gelebt haben, um zu wissen, wie gut er ist. Jene Seite seines Charakters trägt er aber nicht im Gerichtshof zur Schau.
Viele Menschen halten Gott für einen harten Mann, allein Seine wahren Kinder kennen Jbn besser.
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Gießen, Stadt nrisston Gießen, Löberstr. 14.
Jeden Sonntag IV 2 Uhr: Sonntagsschule;
4 Uhr: Jungfrauenverein; 8‘A Uhr: Versammlung.
4Vs Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8Vs Uhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 8Vs Uhr: Gebetsstunde.
Bezirk Eich.
Lich, Vereinshaus: Jeden Sonntag 12V* Uhr: Sonntagsschnle; 4 Uhr: Jungfrauenverein; abends 8 Uhr: Versammlung.
Anzeigen für die Nummern 17—20
28. März und 18. April: Ettingshausen; 29. März und 19. April: Oberbessingen; 30. Marz und 20. April: Burkhardsfelden; 2. April: Holzheim und Dorfgill; 4. April: Villingen; 5 April: Wohnbach; 6. April: Watzenborn; 11. April: Dorf, gill; 13. April: Langsdorf.
Ostermontag in Lich:
- Gemeiuschaftskonferenz. —
Text: 1 Kor. 15, 50—58.
bis zum 9. April ds. Is. erbeten.,


