Ausgabe 
12.3.1916
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Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-GieHen. Mitarbeiter:

Pfarrer Sperber-Cassel. Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Predigerd. Pilgermission. Druck v. I. G. Oiräeu Nachf., G. m. b. H., Cassel.

Nr. I I.

Sonntag, den 12. März 1916.

9. Jahrg.

Saffa.

Jaffa, die uns aus der biblischen Geschichte unter dem Namen Joppe bekannte Stadt, liegt an der Meeresküste Palästinas und ist durch die von dort aus nach Jerusalem führende Bahn eine sich

niederliegen neu aufblühende Landwirtschaft und Industrie wieder schweren Schaden erleide. Wird doch dort seit langem eine gesegnete Arbeit getrieben und wetteifern Christen und Juden miteinander an der Wiederherstellung der einstigen Fruchtbarkeit des Landes und der Wohlhabenheit seiner Bevölkerung.

ständig vergrößernde Hafenstadt geworden, die schon 50000 Einwohner zählt. Die Hälfte dieser Ein- wohner sind aus allen Weltgegenden eingewanderte Juden, die sehr geschäftskundig und betriebsam sind und eine gute Zivilisation mit nach Jaffa brachten.

Je länger der Krieg währt und je weiter er sich räumlich ausbreitet, desto mehr droht auch jenen Ländern um Ägypten die Möglichkeit, mit in den Krieg hineingezogen zu werden. Ob auch Palästina norfi mit zuni Kriegsschauplatz wird, oder ob . es davon verschont bleibt, das kann ich heute noch nicht mit Gewißheit sagen. Wir wünschen es ja von Herzen, es bliebe diesem Lande, das seit Jahrtausenden schon so oft der Schauplatz blutigster Kämpfe gewesen ist, die direkte Anteilnahme an diesem Weltkriege er­spart. damit nicht die nach jahrhundertelangem Da-

Und seit der Zionismus mit seinen großen Zukuvs!-> hoffnungen an die Öffentlichkeit trat, sind die Blick­tausender in aller Welt zerstreuter Juden sehnend nach dem Heiligen Lande gerichtet und nimmt die Rückkehr dahin immer mehr und mehr zu, besvnder- aus den Ländern, in . denen die Juden den ärgsten Bedrückungen und Berfolgungen ausgesetzt sind, wie es beispielsweise in Rußland der Fall ist.

Wir können über die Zukunft Palästinas nichts bestimmen und nichts Voraussagen. Aber wenn wir all die gewaltigen Zeitereignisse unserer Tage und die bevorstehenden Umwälzungen in Betracht ziehen, wenn wir bedenken, daß die geweissagte Endzeit niit Riesenschritten näherrückt, sollte da nicht auch Gottes Stünde nahe sein, die Er für die allgemeine Rückkehr Seines Bundesvolkes bestimmt hat?