Ausgabe 
5.3.1916
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Wahrheit und Vas Leben". Niemand kommt zum Bürer denn durch Ihn. (Joh. 14, 6.)Und es ist in keinem anderen Heil, denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch welchen sie selig werden sollen." istpg. 4 , 12.)

Alle, welche in die Arche eingingen, waren in völliger Sicherheit, für sie gab es kein Gericht.

Ebenso sind aste, die in Christo sind, für ekvig gerettet, für sie gibt es keine Verdammnis.

Von diesem zeugen alle Propheten, daß durch Seinen Namen alle, die an Ihn glauben Vergebung der Sünden empfangen sollen " (Apg 10, 3.4 )

Denn es ist Ein Gott und Ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Ehriftüs Jesus, der sich selbst gegeb n hat für aüc zur Erlösung, daß solches zu seiner Zeit ge­predigt würde " (1 Tim. 2, 5. 6.)

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Mein Wort hört und glaubt dem, der Mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen." (Joh. 5, 24.)

Welchen Charakter auch ein Mensch in Noahs Tagen haben mochte wenn er nicht in der Arche war, so starb er in dem Gewässer. Ebenso ist es jetzt; wer nicht in lebendigen, Glauben seine Zuflucht zu Jesu Christo genommen hat, ist verloren, mag ec ein religiöser oder ein alle Religion verspottender Mensch sein Es Hilst ihm nichts, ob er dieser oder jener Kirche angehört, ob er dieses oder jenes Glaubensbekenntnis erwählt ist er nicht in Christo, hat er nicht Frieden und Vergebung ge­funden durch den Glauben an Sein Blut, so geht er dem ewige» Verderben entgegen. Er bestndet sich auf dem breiten Wege, der zur Verdammnis führt. O. D.

Wie kann Kolt zu sehen ?

Wie kann Gott, von dem ihr sagt, daß Er die Liebe sei, Gott, von dem ihr rühmt: Alles, was Er will, das tut Er, beides im Himmel und auf Erden, zusehen, wenn der Schmerz einen Leib zerwühlt, ohne hilfreich einzugreifen? Wie kann Er all den Jammer, die Not, das Leid der Erde sehen, ohne dem Elend ein Ende z» machen?" Eine bittere, rebellische Stimme war es, die also sprach. Hat eine ähnliche Frage vielleicht auch schon in dir geklungen?

Laut war die Frage geworden im Herzen eines lebensfrohen, in der wilden Freiheit des nördlichen Felsengebirges ausgewachsenen jungen Mädchens. Sie hatte sich durch eine» Sturz vom Pferde eine ge­fährliche Verletzung zugezogen. Eben hatte sie des Arztes ernstes Wort vernommen, das nicht für ihre

Ohren bestimmt war:Lebenslänglich gelähmt! ' Da bäumte sich der ganze Trotz ihres Wesens aus. Ich hasse Gottk" schrie sie.Ja, ich hasse Ihn. Wie konnte Er das zu lasten, wenn Er doch allmächtig ist? Er hat keine Liebe."

Ein Weilchen schwieg der treue Freund und Seelsorger, der ihr in dieser Not beiftand. Daun, als wollte er von etwas anderem reden, fragte er: Kind, hat es dir sehr weh getan, als man dir den Gipsverband anlegtr?"

Weh? Es war schrecklich I" antwortete sie und schauderte bei der Erinnerung.

War denn dein Vater nicht dabei?"

Ei, freilich war er da,"

Und er hat es zugelassen, daß man dich so quälte. Er hätte es den Ärzten verbieten können."

Aber es war doch nötig. Es soll mir ja helfen, daß ich wenigstens wieder aufsitzen kann,"

So, also," sagte der Freund langsam und bedächtig,dein Vater sah zu, wie der Arzt dir solchen Schmerz verursachte, und er ließ es geschehen, obwohl er dich so sehr liebt, oder gerade, weil er dich so sehr liebt?"

Die Kranke heftete ihre großen Augen mit einem eigentümlichen Aufleuchten des Verständnisses auf das Gesicht des Sprechenden.

Wollen Sie sagen," fragte sie zögernd,daß Gott das Unglück hat geschehen lassen, weil Er mich lieb hat?"

Er nickte zustimmend; sprechen konnte er nicht.

Wochen vergingen.

Könnte Jesus mich gesuud machen?" fragte eines Tages die Kranke.

Ja."

Warum tut Er es denn nicht? Ich habe Ihn so oft darum gebeten. Sind Sie ganz gewiß, daß Er mich hört?"

Ganz gewiß."

Er holte die Bibel ihrer seligen Mutter herbei. Nun suche zu verstehen, was ich dir zeigen möchte."

In wenigen Worten zeichnete er die Gestalt des Menschensohnes in den letzten Tagen Seines Erdenlaufes. Und dann las er ohne jegliche Neben- bemerkung jene wunderbarste aller Geschichten, die Geschichte von Gethsemane. Alle, die wir zulauschten, sahen iin Geist jenen heiligen Kämpfer in Seinem geheimnisvollen Ringen. Wir hörten seine herz- andringende und doch so ergebungsvolle Bitte. Wir fa'Ejen war das die Antwort auf Sein Flehen? den herannahenden Haufen, die Häscher, den Verräter.

Wir schwiegen. Es bedurfte keiner Erklärung. Auch die Kranke verstand.

Siehst du," sagte endlich der Freund,Gott konnte Seinem Sohne nur das Allerbeste geben."